Wahnwegen
Nahezu ganzes Dorf soll zum Sanierungsgebiet werden
Das wurde unter anderem in der sogenannten Vorbereitenden Untersuchung ermittelt, die notwendig ist, damit die Gemeinde ein Sanierungsgebiet ausweisen kann. Diplom-Ingenieur Christoph Bökenbrink vom Planungsbüro WSW in Kaiserslautern, stellte in der jüngsten Sitzung des Wahnwegener Gemeinderats am Montag die Ergebnisse der Untersuchung vor und ging auf die weiteren Verfahrensschritte ein, die die Gemeinde nun erfüllen muss.
Wie der Raum- und Umweltplaner mitteilte, umfasse das projektierte Sanierungsgebiet in Wahnwegen den gesamten Ortskern sowie die Straßenzüge, deren Gebäude in überwiegender Anzahl vor mehr als 40 Jahren errichtet wurden. Insgesamt umfasst das Sanierungsgebiet eine Fläche von rund 20 Hektar und damit – bis auf wenige Ausnahmen – nahezu das ganze Dorf. Im nächsten Schritt auf dem Weg zu einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet werde die Vorbereitende Untersuchung für vier Wochen öffentlich ausgelegt und eine Trägerbeteiligung durchgeführt. „Das Verfahren gleicht dem bei der Aufstellung eines Bebauungsplans. Nach der Auslegung findet auch hierzu eine Abwägung der Einwände statt, sofern welche eingehen. Danach wird das Sanierungsgebiet als Satzung beschlossen“, führte der Raum- und Umweltplaner aus.
Vom Dach bis zur Heizung
Sinn und Zweck ist es, den Immobilienbesitzern im Sanierungsgebiet die Möglichkeit zu schaffen, die Kosten für Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen steuerlich absetzen zu können. Gefördert werden die unterschiedlichsten Arbeiten – vom neuen Dach bis hin zur neuen Heizungsanlage. Das Programm laufe zwischen zehn und 15 Jahre.
Der Rat nahm die Ergebnisse der Vorbereitenden Untersuchung zur Kenntnis und beschloss einstimmig die öffentliche Auslegung.