Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball im Fokus: Die Rechnerei mit dem Restprogramm

view_svmorlautern_191021rop013

In unserer Fußball-Kolumne widmet sich unser RHEINPFALZ-Mitarbeiter Axel Raudonat dem, was er am Wochenende auf den Plätzen der Region gehört und gesehen hat. Diesmal unter anderem: Jubeln ganz ohne eigenen Einsatz und ein Frauen-Meister.

Feiern ohne Einsatz

Mancherorts wurde am Wochenende schon kräftig gefeiert. Natürlich in Wolfstein, wo die „Rowos“ der TSG Wolfstein/Roßbach ihr Meisterstück in der A-Klasse gemacht haben. Aber nicht nur dort. In Hüffler und Wahnwegen beispielsweise. Dort sogar, ohne dass die Herren selbst aktiv auf den Platz mussten. Denn deren Konkurrent im Meisterschaftsrennen der B-Klasse Nord, der SV Herschweiler-Pettersheim, leistete sich in der Auswärtspartie beim TuS Glan-Münchweiler (2:3) einen womöglich vorentscheidenden Patzer. Holt die SG Hüffler/Wahnwegen aus ihren noch ausstehenden drei Partien mindestens sieben Zähler, ist ihr die Meisterschaft und damit die Rückkehr in die A-Klasse nicht mehr zu nehmen.

Dem SV Herschweiler-Pettersheim bliebe in diesem Fall „nur“ der Relegationsplatz. Wenn er denn nicht in den für ihn noch vier ausstehenden Partien doppelt patzt. Denn plötzlich sitzt ihm die TSG Burglichtenberg (noch drei Spiele) mit nur noch einem Punkt Rückstand im Nacken. Jene TSG, bei dem der SVHP am kommenden Sonntag gastiert. Dort könnte man sich theoretisch aber sogar eine Niederlage leisten – wenn denn die anderen drei Spiele alle gewonnen werden.

Bitteres Remis

Währenddessen sieht es in der B-Klasse Süd für den SV Brücken inzwischen doch nicht mehr so gut aus, was die Tabellenplätze eins oder zwei betrifft. Nach der 0:1-Niederlage vor knapp zwei Wochen beim SGV Elschbach war das 4:4-Remis bei Spitzenreiter SSC Landstuhl am Sonntagnachmittag vermutlich ein Punktverlust zu viel. Bitter aus Sicht des SVB, dass der Ausgleich für die Sickingenstädter in einer rassigen Begegnung erst in der 88. Minute fiel. Ein Auswärtssieg hätte Brücken auf Kurs Punktgleichheit mit den Landstuhlern sowie dem SV Miesau gehalten. So muss die SVB-Mannschaft jetzt hoffen, dass zumindest einer aus dem Führungsduo mit Landstuhl (68 Punkte) und Miesau (67) noch Federn lässt. Dann könnte zumindest noch der zweite Platz – und damit die Relegationsteilnahme – herausspringen.

Frauen-Power

Apropos Hüffler/Wahnwegen: Dort gab es am Sonntag noch einen weiteren Grund zum Feiern. Der vom Frauenfußball nicht gerade gesegnete Fußballkreis Kusel-Kaiserslautern hat einen Meister! Die „Hüwa-Frauen-Truppe“ hat mit einem 9:0-Kantersieg beim FV Münchweiler die Meisterschaft in der Bezirksliga Westpfalz Süd perfekt gemacht. Zwölf Siege, ein Remis bei nur zwei Niederlagen und 58:10 Toren, da kann man einen Spieltag vor Saisonende zweifelsohne auch von einer mehr als verdienten Meisterschaft sprechen. Glückwunsch dazu!

x