Bellheim RHEINPFALZ Plus Artikel Gerald Job ist neuer Bürgermeister

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Die Bürger der Verbandsgemeinde haben entschieden und am Sonntag einen neuen Bürgermeister gewählt. Rüdiger John ist im Rennen um die Nachfolge von Dieter Adam unterlegen.

Mit deutlichem Vorsprung hat Gerald Job (FWG) die Wahl am Sonntag gegen Rüdiger John (ÖDP), der von CDU und SPD unterstützt wurde, gewonnen: 72,2 zu 27,8 Prozent. Als Nachfolger von Dieter Adam (FWG) wird er ab 1. Januar 2023 als hauptamtlicher Bürgermeister die nächsten acht Jahre Chef im Bellheimer Rathaus sein. Adam hatte zu Jahresbeginn mitgeteilt, dass er am Jahresende seine vierte Amtsperiode vorzeitig beenden wird.

Die Wahlbeteiligung lag mit 50,7 Prozent unter der vor fünf Jahren, als 52,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben. Überraschend ist, dass Job sein bestes Wahlergebnis in Knittelsheim (74,3 Prozent) erzielte, das CDU-regiert ist. In Ottersheim, wo er selbst Ortsbürgermeister ist, errang er sein zweitbestes Resultat (73,5 Prozent). Dafür war hier mit 68,7 Prozent die Wahlbeteiligung von allen vier Gemeinden am höchsten. Weniger hingegen verwundert, dass John mit 28,6 Prozent in Bellheim am besten abschnitt, wo er Ortsbeigeordneter ist. Das geringste Interesse an der Wahl hatten die Zeiskamer. Im Zwiebeldorf gaben nur 44,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

Die Wahlbeteiligung

„Es ist ein tolles Gefühl, eine solche Bestätigung zu bekommen – dass der Bürger merkt, dass man es ernst meint“, sagte Job in einer ersten Reaktion kurz nachdem das Wahlergebnis feststand. 60, 70 Prozent habe er erwartet, nicht zuletzt nach den Reaktionen der Bürger in den vergangenen Wochen und Monaten. „Dass jetzt eine Sieben vorne steht, ist super.“ Bei der Wahlbeteiligung habe er auf mindestens 50 Prozent gehofft. Auch deshalb sei er im Wahlkampf viel bei den Bürgern unterwegs gewesen. Mehr wäre wünschenswert gewesen, aber im Vergleich zu anderen Verbandsgemeinden sei die Quote letztlich doch ganz gut. Seinen Erfolg wollte er am Sonntagabend auf der Ottersheimer Kerwe feiern, wo er auch am Montag anzutreffen sein werde. Für Montag plane er auch einen Besuch im Bellheimer Rathaus, um mit den Mitarbeitern zu reden.

John räumte ein, sein Ziel zwar nicht erreicht, dafür aber seinen Bekanntheitsgrad gesteigert zu haben. Mehr erhofft habe er sich schon. „Ich habe auf 37 Prozent getippt. Aber vor sechs Wochen hätte ich noch gesagt, ich bin chancenlos.“ Insofern sei sein Wahlergebnis gar nicht so schlecht. Vor fünf Jahren unterlag Thorsten Metz (CDU) gegen Adam mit 36,6 zu 63,4 Prozent. Er attestierte Job einen guten und fairen Wahlkampf geführt zu haben, und dass letztlich dessen hoher Bekanntheitsgrad und gute Arbeit zum Wahlerfolg beigetragen habe. Trotz allem wollte er am Wahlabend im Bellheimer Bürgerhaus mit seinem Team feiern.

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