KANDEL RHEINPFALZ Plus Artikel „Abenteuer Wald“ kann starten – Naturkindergarten Bienwald hat seine Betriebserlaubnis erhalten

Auch einen Bauwagen haben die Eltern schon mit viel Engagement in Stand gesetzt. Auf dem Gelände, das dem Kindergarten nun von d
Auch einen Bauwagen haben die Eltern schon mit viel Engagement in Stand gesetzt. Auf dem Gelände, das dem Kindergarten nun von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde, wird bei extrem schlechter Witterung jedoch eher die Grillhütte genutzt.

Der Verein Naturkindergarten Bienwald hat seine Betriebserlaubnis bekommen und damit sollen schon bald die ersten Platzvergaben und Eingewöhnungen der Kinder beginnen. Der Naturkindergarten ist der erste dieser Art im Kreis Germersheim und möchte so schnell wie möglich starten.

Groß ist die Freude bei den Vereinsmitgliedern über die erteilte Betriebserlaubnis. Bei der vergangenen Stadtratssitzung gab es zudem viel anerkennende Worte für den Naturkindergarten Bienwald. Nun kann es eigentlich direkt los gehen, denn auch ein passendes Gelände ist gefunden: Die Kinder werden zunächst im Bereich der Grillhütte in der Badallee gebracht und abgeholt. Von dort soll es dann in den Bienwald und in das „Abenteuer Natur“ hinein gehen. Bei Bedarf kann mit städtischer Genehmigung die Grillhütte sowie der Sanitärcontainer genutzt werden.

Anmeldungen sind auch kurzfristig noch möglich

Zuvor war viel Arbeit notwendig, um das Kindergarten-Konzept in Kandel umsetzen zu können. Die Zusammenarbeit mit der Stadt und den zuständigen Behörden sei gut gewesen, resümieren die Eltern. Mit dem zuständigen Förster wurden verschiedene potentielle Gelände begangen. Vorallem die Astbruchgefahr spielte bei der Auswahl des Waldstückes eine entscheidende Rolle. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit, nimmt dieser stetig zu und ist eine potentielle Gefahr – für Kinder und Spaziergänger.

Für Eltern, die sich jedoch vor Zecken- und Insekten, schmutzigen und auch mal und nassen Klamotten „fürchten“, ist das Konzept des Waldkindergartens eher nicht zu empfehlen. Denn dieses sieht vor, das 75 Prozent der Betreuungszeit im Freien verbracht werden – bei jeder Witterung. Nur bei extremen Wetterverhältnissen findet die Betreuung im geschlossenen Raum statt. Zusätzlich sollten Eltern, laut allgemeiner Empfehlung, ihre Sprösslinge nach dem Kindergartentag genau anschauen und Kleidung ausschütteln oder reinigen.

Ein Kindergarten im Wald - die Nachfrage an Plätzen sei bereits seit Bekanntwerden der Planungen groß. „Eltern, die jetzt noch kurzfristig einen Platz suchen, haben nun sogar gute Chancen“, sagt der Vereinsvorsitzende Heinrich Reich. Bald schon soll mit den ersten beiden Kindern die Eingewöhnungsphase beginnen, so dass bis Dezember 15 Kinder ab drei Jahren den Naturkindergarten besuchen. Drei Erzieher sind dann mit der Schar im Wald unterwegs. Bis zum Frühjahr 2021 sollen es nach den Vorstellungen der Verantwortlichen 20 Kinder sein.

Wer einen Platz im Naturkindergarten bekommt, wird gemeinsam und nach individuellen Gesprächen entschieden. Bewerben darf sich generell jeder, so Reich. Jedoch mache eine tägliche, lange An- und Abreise zu dem Gelände in Nähe des Kandeler Schwimmbad wohl kaum einen Sinn.

Solidarisches Prinzip auch bei der Finanzierung

Für die Eltern schlägt ein Platz dann mit etwa 350 Euro zu Buche, wobei dies ein sehr variabler Betrag sei, wie Reich betont. Das solidarische Prinzip sieht vor, dass einige mehr und andere weniger bezahlen, dass die Gebühren gestaffelt werden oder es Patenschaften gibt. „Das tolle ist ja, dass die Eltern das alles mitbestimmen können“, so Reich.

Noch Fragen?

Das Anmeldeformular sowie weitere Infos zum Kindergarten und der Kontakt zum Verein sind unter www.bienwaldkindergarten.de zu finden.
Was gibt’s denn da zu sehen? Die Kinder werden mit drei Erziehern überwiegend im Wald unterwegs sein.
Was gibt’s denn da zu sehen? Die Kinder werden mit drei Erziehern überwiegend im Wald unterwegs sein.
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