fussball RHEINPFALZ Plus Artikel U17 des 1. FC Kaiserslautern bereitet sich auf die Bundesliga-Saison vor

Er zeigt seinen Spielern, wie der Ball laufen soll: Daniel Paulus, der Trainer der U17-Bundesliga-Mannschaft des 1. FC Kaisersla
Er zeigt seinen Spielern, wie der Ball laufen soll: Daniel Paulus, der Trainer der U17-Bundesliga-Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern. Das Bild zeigt ihn zusammen mit seinen Schützlingen beim Trainingsauftakt auf dem Fröhnerhof.

Die U17 des 1. FC Kaiserslautern hat nach der coronabedingten Zwangspause am Montag mit Training begonnen. In der neuen Saison spielt das Nachwuchsteam als Aufsteiger in der B-Junioren-Bundesliga. Eine anspruchsvolle Aufgabe für die Betzenberger. Trainer Daniel Paulus nennt als Ziel den Klassenverbleib.

„Die Stimmung war fast schon euphorisch“, beschrieb Daniel Paulus, der Trainer der U17 des FCK, die Lage beim ersten Mannschaftstraining seit März. Auch wenn die lange Pause schmerzte, hatte der Saisonabbruch für B-Junioren der Roten Teufel auch etwas Gutes. Als Tabellenführer der B-Junioren-Regionalliga Südwest qualifizierte sich die Mannschaft für die B-Junioren-Bundesliga ohne die Hürde der Aufstiegsspiele nehmen zu müssen, an der man in der Vorsaison knapp gescheitert war.

Die A- und B-Junioren-Bundesligen haben nun eine erhöhte Teilnehmeranzahl, was zu einer Modusänderung führt. In der kommenden Saison wird nur eine einfache Runde mit 17 Spieltagen ohne Rückspiele absolviert, worauf Meisterschafts- und Abstiegs-Play-offs folgen.

„Bundesliga ist natürlich ein großer Leistungssprung für die neue Mannschaft“, spricht Paulus über den 2004er-Jahrgang, der vergangene Saison noch in der Verbandsliga mit der U16 spielte. Der 40-jährige Trainer erwartet einen großen Kraftakt in der Vorbereitung, um die Mannschaft auf Gegner wie Bayern München oder die TSG Hoffenheim einzustellen. Im Training am Montag sah er große Defizite in der Raumaufteilung, doch die waren nach mehrmonatiger Pause vom Mannschaftsfußball auch zu erwarten.

Underdog in der Liga

Als Underdog in der Bundesliga werden die Roten Teufel vor allem defensiv gefordert sein. Hier setzt Daniel Paulus auf Henri Werner und Drini Miftari, die bereits in der letzten Saison als Leistungsträger herausstachen. „Beide sind Paradebeispiele für Mentalitätsspieler, die Mitspieler mitreißen können“, lobt er die Einstellung seiner Schützlinge.

Mit Steven Heib konnte der FCK einen Neuzugang vom FSV Mainz 05 ergattern. Der Flügelspieler kommt ursprünglich aus Ramstein und sah durch den Aufstieg des FCK nun die Chance, in Heimatnähe auf höchstem Niveau spielen zu können. „Mit ihm haben wir einen richtig guten Fang gemacht, als dribbelstarker Offensivmann auf der linken Seite wird er uns verstärken“, so Paulus. Darüber hinaus steht der FCK vor der Verpflichtung von zwei luxemburgischen U17-Natioanlspielern, mit deren Verein noch über die Freigabe verhandelt wird. „Wenn wir die beiden bekommen, würden wir uns in der Spitze und der Breite noch mal ordentlich verbessern.“

Getauschte Rollen

Während im vergangenen Jahr die Betze-Buben in beinahe jeder Begegnung klar favorisiert waren, sind die Rollen nun getauscht, was Daniel Paulus anspricht: „Wir werden in der Regel nicht die bessere Mannschaft sein, also müssen wir defensiv extrem kompakt und aggressiv stehen und ein gutes Umschaltspiel beherrschen. Jeder muss für den anderen in die Bresche springen und alles in die Waagschale werfen.“ Die Mannschaft müsse die „typischen Betze-Tugenden“ an den Tag legen, damit man am Ende „das Saisonziel Klassenverbleib“ erreiche. In der Vorbereitung warten hochkarätige Gegner, wie der SV Sandhausen und der aktuelle B-Junioren-Meister 1. FC Köln, die als erster Standortmesser dienen.

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