Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Gegen die TSB Heilbronn-Horkheim feierte der TuS einen 32:27-Sieg. Torben Waldgenbach versuchte es gegen Niklas Matusik aus Hork
Gegen die TSB Heilbronn-Horkheim feierte der TuS einen 32:27-Sieg. Torben Waldgenbach versuchte es gegen Niklas Matusik aus Horkheim.

Nach drei Niederlagen aus den jüngsten vier Spielen stehen die Handballer des TuS Dansenberg vor ihrem Gastspiel bei der HG Oftersheim/Schwetzingen unter Zugzwang. Ein Sieg beim Tabellenvorletzten am Samstag (19.30 Uhr/Nordstadthalle) ist Pflicht.

Ihren bislang einzigen Sieg fuhr die HG im Kellerduell gegen den TV Germania Großsachsen ein. Ob die am Tabellenende darbenden Baden-Württemberger als Aufbaugegner taugen, bleibt dennoch abzuwarten. In vielen Spielen präsentierte sich die Mannschaft mit ihren Rivalen auf Augenhöhe und verlor nur selten ein Spiel mit mehr als zwei Toren Differenz. Gegen die TGS Pforzheim (30:30) und bei der HG Saarlouis (25:25) wurde jeweils ein Punkt erkämpft. „Auch wenn wir vom Papier her vielleicht der Favorit sind, müssen wir das Spiel sehr ernst nehmen und dürfen unseren Gegner keinesfalls unterschätzen. Es wird im Kampf um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde bis zum Ende der Saison sehr eng bleiben, daher wollen wir das Spiel unbedingt gewinnen und bis zur Winterpause noch so viele Punkte wie möglich sammeln“, stellt TuS-Coach Kai Christmann klar.

Der Blick auf die Tabelle ist trügerisch. Die vermeintlich komfortable Ausgangslage existiert nur noch auf dem Papier, denn hinter den Schwarz-Weißen (12:6) lauern eine ganze Reihe von Mannschaften, die nur auf einen weiteren Ausrutscher des Tabellenzweiten warten. Allen voran die SG Leutershausen und die SG Pforzheim/Eutingen, die bei einem Spiel weniger bislang jeweils 11:5 Punkte sammeln konnten. „Der Motor ist nach dem sehr guten Saisonstart ins Stottern geraten, keine Frage. Es ist jetzt aber auch nicht alles schlecht, was in den ersten fünf Spielen noch gut war. Wir müssen in der Abwehr unseren Mann stehen und dazu bereit sein, den Kampf anzunehmen“, fordert der Trainer.

Dass der TuS Dansenberg mit der jüngsten 25:29-Niederlage bei der SG Pforzheim/Eutingen noch gut bedient war, war das mit Abstand Bitterste an der dritten Saisonniederlage. Das beim Stand von 17:25 (52.) drohende Debakel blieb den Westpfälzern nur dank Nuno Rebelo und Timo Holstein erspart, die in den letzten acht Minuten gemeinsam sieben Tore erzielten.

2G oder PCR-Test

Personaltechnisch hat sich die Lage bei den Westpfälzern etwas entspannt. Raphael Guden, der am vergangenen Wochenende noch bei der luxemburgischen Nationalmannschaft weilte, ist ebenso wieder an Bord wie Felix Dettinger. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Niklas Schwenzer. Der Linksaußen laboriert nach wie vor an einer Wadenverletzung.

Zuschauer sind am Samstag zwar zugelassen, müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um die Halle betreten zu dürfen, da in Baden-Württemberg am 2. November die nächste Corona-Warnstufe ausgerufen wurde. Personen die nicht geimpft oder genesen sind, müssen einen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Die Schwetzinger setzen trotz der aktuellen Restriktionen auf eine gut gefüllte Halle und peilen gegen Dansenberg den zweiten Saisonsieg an. Dass ein Sieg gegen den aktuellen Tabellenzweiten zusätzliche Kräfte im Kampf um den Klassenerhalt freisetzen könnte, steht außer Frage. In Lukas Sauer (39 Tore), Kevin Suschlik und Christian Wahl (beide je 35) verfügt die HG über ein offensivstarkes Trio, das im bisherigen Saisonverlauf schon für weit über 100 Tore verantwortlich zeichnete.

So spielen sie

TuS Dansenberg: Gercar/Huber (Tor), Rebelo, Bösing, Claussen, Waldgenbach, Rose, Serwinski, Röller, Egelhof, Kiefer, Guden, Dettinger, Schwenzer (?)

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