Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg: Außenseiter im Spiel beim TuS Ferndorf

Szene aus dem Hinspiel gegen Ferndorf: Gunnar Dietrich (TuS Dansenberg ) beim Wurf.
Szene aus dem Hinspiel gegen Ferndorf: Gunnar Dietrich (TuS Dansenberg ) beim Wurf.

Der unter seinem neuen Trainer Thomas Weber noch ungeschlagene TuS Dansenberg will am Samstag (19 Uhr) beim Tabellenzweiten der Dritten Handball-Bundesliga, TuS Ferndorf, seinen Aufwärtstrend fortsetzen.

Mit Trainer Robert Andersson (52) steht beim TuS Ferndorf seit Sommer 2020 ein ehemaliger Handballstar an der Seitenlinie. Der Schwede stand in 139 Länderspielen für sein Heimatland auf der Platte und gewann zweimal olympisches Silber mit dem schwedischen Nationalteam. Er holte zwei Europameistertitel und wurde zweimal WM-Dritter. Obwohl der Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga in der letzten Saison knapp verpasst wurde, entschlossen sich die Verantwortlichen dazu, den auslaufenden Vertrag des Trainers zu verlängern. Dieser zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen bislang zurück. Ferndorf hat die Qualifikation zur Aufstiegsrunde bei fünf Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten TV Gelnhausen schon jetzt so gut wie sicher.

Gute Erinnerungen an das Hinspiel

Im Hinspiel brachte der TuS Dansenberg dem Favoriten am sechsten Spieltag seinen ersten Punktverlust bei. Die Mannschaft stellte dabei eindrucksvoll unter Beweis, was mit der richtigen Einstellung erreicht werden kann: Dansenberg rackerte, Dansenberg kämpfte und Dansenberg hatte in Jan Claussen einen genialen Spieler auf der Platte, der bis zur Mitte der zweiten Halbzeit nach Belieben traf und seine Mitspieler klug in Szene setzte. Als Kapitän Sebastian Bösing seinen Gegenspieler beim Stand von 2:1 (2.) im Zuge einer gelungenen Abwehraktion vor sich herschob wie ein Bulldozer ein Häuflein Erde, da war auch dem Letzten klar, dass die vom Verletzungspech gebeutelten Schwarz-Weißen dazu bereit waren, alles zu investieren, um die Punkte in der Westpfalz zu behalten. Dass beim 27:27 in der letzten Viertelstunde eine Acht-Tore-Führung verspielt wurde, war vor allem der individuellen Stärke von Marvin Mundus geschuldet, der sechs seiner insgesamt zwölf Treffer in der Schlussphase erzielte.

Sebastian Bösing steht vor seinem Comeback

„Wir fahren als klarer Außenseiter nach Ferndorf und haben dort nichts zu verlieren. Von daher können wir befreit aufspielen. Wenn wir dort was holen, dann sind das für uns Bonuspunkte“, stellt TuS-Teammanager Alexander Schmitt klar. Mit Bösing (Schultereckgelenksprengung) steht bei den Schwarz-Weißen ein erfahrener Spieler vor seinem Comeback. Ob der Kapitän schon am Samstag eine Option ist, entscheidet sich kurzfristig. Robin Egelhof (Kreuzbandriss) befindet sich seit zwei Wochen wieder im Training und soll über die zweite Mannschaft behutsam herangeführt werden. Läuft alles nach Plan, wird der 1,90 Meter große Rückraumspieler spätestens ab Mitte Februar wieder in der Dritten Liga auf der Platte stehen. Ob das Eigengewächs seinen auslaufenden Vertrag verlängert, steht aus beruflichen Gründen noch nicht fest. Dass Routinier Gunnar Dietrich seine Karriere im Anschluss an die Saison beenden wird, hingegen schon. Damit ist auch klar, dass sich der TuS Dansenberg für die kommende Saison nach einem neuen Abwehrchef umschauen muss. Der Abschied von Rechtsaußen Fabian Serwinski wurde bereits kommuniziert, auch beim derzeit verletzt fehlenden Torben Waldgenbach stehen die Zeichen auf Trennung.

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