Handball
Scheidender Kapitän Bösing setzt im Spiel des TuS Dansenberg gegen Bergische Panther auf die Fans
Während der frisch gebackene Familienvater Jan Claussen (32) seine Karriere am Ende der Saison beendet, wird sich Kapitän Sebastian Bösing (29) nach dann sechs Jahren im Trikot des TuS Dansenberg einer neuen Herausforderung stellen. Der gebürtige Wormser Bösing war 2018 von der HSG Konstanz zum TuS Dansenberg gekommen und avancierte dank seiner kämpferischen Einstellung schnell zum Publikumsliebling.
Dass der Kreisläufer seinen Vertrag im Dezember 2020 vorzeitig um vier Spielzeiten verlängerte, begründete er damals wie folgt: „Die derzeitige Corona-Krise zeigt einmal mehr, wie wichtig Werte wie Freundschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl, Wertschätzung und Treue sind. Als Kapitän möchte ich vorangehen und ein Zeichen für die Zukunft des Vereins sowie an das Umfeld und die Sponsoren setzen. Darüber hinaus decken sich die ambitionierten Ziele des TuS mit meinen persönlichen Vorstellungen: Ich bin stolz, auch künftig den Dansenberger Weg mitgestalten und meinen Teil für eine erfolgreiche Zukunft beitragen zu können.“
Kein leeres Versprechen
Bösing ließ seinen hehren Worten Taten folgen und führte das Team in die Spitzengruppe der Dritten Bundesliga. Nach der vergangenen Saison, die sich zum Großteil im Niemandsland der Tabelle abspielte, heißt die Realität in dieser Saison von Beginn an Abstiegskampf.
Der Start in die Wochen der Wahrheit hat für den TuS Dansenberg mit einer vermeidbaren Niederlage im Keller-Duell beim TV Homburg wenig verheißungsvoll begonnen. Die Chance, den Vorsprung auf die Saarpfälzer auf vier Punkte auszubauen, wurde nach guter erster Halbzeit leichtfertig vertan. Vor heimischer Kulisse will es die Mannschaft von Trainer Theodoros Megalooikonomou am Samstag (20 Uhr) besser machen und gegen die Bergischen Panther den fünften Saisonsieg landen.
Um den Klassenverbleib zu erreichen, müssen die Schwarz-Weißen bis zum Ende der Saison drei Teams hinter sich lassen. Die gefährliche Zone beginnt ab Platz zehn, den momentan die Bergischen Panther (15:21 Punkte) belegen. Ein Sieg beim Tabellenvorletzten TuS Dansenberg (10:28) würde für die Mannschaft von Trainer Marcel Mutz einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib bedeuten.
Richtungsweisende Partie
Auch für die Schwarz-Weißen ist die Partie richtungsweisend, zumal sich Homburg (10:28) und Schlusslicht TV Alderkerk (10:30) am Samstag gegenseitig die Punkte abnehmen werden. Der ebenfalls vom Abstieg bedrohte Pfalzrivale TSG Haßloch (11:27) muss beim Tabellenfünften Nieder-Roden ran. Die Gelegenheit, verlorenen Boden wiedergutzumachen, erscheint bei der Heimpremiere von Trainer Megalooikonomou günstig.
Dass im Kampf um den Klassenverbleib ein Schulterschluss zwischen Fans und Mannschaft aus seiner Sicht unerlässlich ist, hat Bösing in einem persönlichen Statement auf der vereinseigenen Homepage klargestellt: „Bevor im Sommer dann eine neue Herausforderung auf mich wartet, will ich gemeinsam mit euch die Saison möglichst erfolgreich zu Ende bringen. Lasst uns dazu noch einmal das ins Gewissen rufen, was uns immer ausgemacht hat: Zusammenhalt und Leidenschaft der gesamten Handballfamilie. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir begeisternde Spiele bestreiten und unsere gemeinsamen Ziele erreichen.“
Gegen den abgeschlagenen Tabellenvorletzten HSG Eckbachtal ist in der Oberliga derweil ein Sieg für den TuS Dansenberg II Pflicht. Es ist wohl das erste Mal in dieser Saison, dass die zweite Mannschaft des TuS Dansenberg als Favorit in eine Partie geht. Nach einer guten Hinrunde legte der TuS II einen überzeugenden Start in die Rückrunde hin, mit einem 32:26 Sieg gegen den HV Vallendar und einem erkämpften 29:29 gegen die SG Zweibrücken. Damit konnten sich die Dansenberger weiter vom Tabellenkeller entfernen.
TuS II selbstbewusst
Entsprechend selbstbewusst geht das Team von Trainer Patrick Schulze in die Begegnung: „Das ist ein sehr wichtiges Spiel, das wir gewinnen müssen. Wir wollen zuhause beide Punkte holen und unserer Favoritenrolle gerecht werden.“ Dabei wird Schulze weiter auf Routinier Steffen Kiefer verzichten müssen, auch hinter dem Einsatz von Toptorjäger Felix Dettinger und Abwehrchef Pascal Theuer stehen Fragezeichen.
Für Eckbachtal hingegen steht der Abstieg in die Pfalzliga schon so gut wie fest. Mit 4:34 Punkten aus 19 Spielen stehen die Dirmsteiner abgeschlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Bennet Löhmar (19), der im Sommer von Eckbachtal zum TuS Dansenberg gewechselt war, kommentierte das anstehende Duell: „Für die HSG ist es fast schon die letzte Chance, in die Saison reinzukommen. Für uns wäre es ein wichtiger Sieg. um ganz von den Abstiegsplätzen weg zu kommen. Es wird ein spannendes und körperbetontes Spiel werden.“