Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Quo vadis TuS Dansenberg II?

Schwört sein Team ein: Trainer Theo Megalooikonomoi.
Schwört sein Team ein: Trainer Theo Megalooikonomoi.

Fragen und Antworten: Der TuS Dansenberg II kämpft in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar um den Klassenerhalt. Die Mannschaft von Trainer Theo Megalooikonomou hat die Rote Laterne durch ein Remis beim TV Nieder-Olm zwar abgegeben, schwebt elf Spieltage vor dem Ende der Saison aber nach wie vor in akuter Abstiegsgefahr. Am Samstag (16.30 Uhr) steht in der Layenberger Sporthalle das Pfalz-Derby gegen den ambitionierten Tabellensechsten TV Offenbach auf dem Programm.

Was hat sich seit dem Trainerwechsel Mitte November getan?
Als der Vertrag mit Trainer Sebastian Wächter im November 2022 in beiderseitigem Einvernehmen nach nur einem Sieg aus den ersten neun Spielen aufgelöst wurde, stand die Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz. Unter dem neuen Trainer Theo Megalooikonomou wurden aus den folgenden drei Spielen vier von sechs möglichen Punkten geholt. Der kurze Aufwärtstrend konnte jedoch nicht bestätigt werden, der bislang einzige und zugleich letzte Sieg unter dem neuen Trainer wurde am 4. Dezember im Kellerduell bei der VTZ Saarpfalz errungen. Nach sechs Niederlagen in Folge glückte im letzten Spiel vor der Faschingspause ein Teilerfolg beim TV Nieder-Olm.

Wie viele Mannschaften steigen ab?
Dass der Tabellenletzte nächstes Jahr eine Klasse tiefer spielen wird, steht fest. Die Anzahl der Absteiger könnte sich allerdings noch bis auf drei erhöhen. Sie hängt davon ab, wie viele Mannschaften aus der Dritten Bundesliga in die Oberliga RPS absteigen. Mit den VTV Mundenheim und der mHSG Friesenheim-Hochdorf schweben dort gleich zwei Teams aus der Pfalz in akuter Abstiegsgefahr. Auch der TuS Dansenberg könnte rein rechnerisch noch absteigen, was den automatischen Abstieg der Perspektivmannschaft nach sich ziehen würde.

Warum ist die Perspektivmannschaft so wichtig für den TuS Dansenberg?
Dansenberg war und ist nach wie vor bekannt dafür, Spieler aus dem eigenen Nachwuchs für den Bundesligakader zu rekrutieren. Die jüngsten Beispiele sind Timo Holstein und Marco Holstein, die sich mit konstant guten Leistungen in der Oberligamannschaft für die erste Mannschaft empfehlen konnten und dort seit dieser Saison fest zum Kader gehören. Der Abstieg in die Pfalzliga würde die Talentförderung enorm erschweren, da das Leistungsgefälle zwischen der Dritten Bundesliga und der fünftklassigen Pfalzliga sehr hoch ist.

Welche Teams befinden sich im Abstiegskampf?
Um auf der sicheren Seite zu sein, müssen die Schwarz-Weißen (7:31 Punkte) bis zum Ende der Saison drei Mannschaften hinter sich lassen. Den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz belegt aktuell der obere Tabellennachbar HSG Worms (9:29). Sämtliche vor den Nibelungenstädtern platzierten Mannschaften haben bereits mindestens 14 Punkte geholt und dürften somit schon aus dem Gröbsten heraus sein.

Wann stehen die Schlüsselspiele an?
Die Wochen der Wahrheit beginnen für die Perspektivmannschaft Mitte April, wenn innerhalb von drei Wochen die Spiele gegen das aktuelle Schlusslicht HSG Nahe-Glan, beim oberen Tabellennachbarn HSG Worms und gegen den Vorletzten VTZ Saarpfalz anstehen.

Wo drückt der Schuh am heftigsten?
Die einzige Konstante beim TuS Dansenberg II war bislang das Verletzungspech. Ständig wechselnde Aufstellungen machten es bislang unmöglich, eine feste Stammformation ins Rennen zu schicken. Knapp über 30 Gegentore im Schnitt sind davon unabhängig deutlich zu viel.

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