Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Panzerkonvoi durch die Stadt: So hoch ist der Schaden

Die Panzer auf dem Weg durch den Elf-Freunde-Kreisel.
Die Panzer auf dem Weg durch den Elf-Freunde-Kreisel.

Nachdem am Montag mehrere Panzer der Bundeswehr durch Kaiserslautern gerollt sind, hat die Stadt eine erste Bilanz der Schäden vorgelegt. Vor allem die Reparaturen im Elf-Freunde-Kreisel werden für Verkehrsbeeinträchtigungen sorgen.

Drei Schützenpanzer des Typs Marder und vier Panzerhaubitzen sind am Montag vom Artillerielehrbataillon 345 in Idar-Oberstein über Lauterecken nach Kaiserslautern verlegt worden. Von dort aus ging es mit der Deutschen Bahn weiter zum Truppenübungsplatz nach Bergen in Niedersachsen, wie Hauptfeldwebel Kai-Uwe Schajachow am Montag informierte. Aufgrund eines Brückenschadens sei die Strecke zwischen Neunkirchen und Baumholder derzeit für den Militärverkehr gesperrt, daher habe die Verladerampe in Baumholder, die sonst zum Transport genutzt wird, nicht verwendet werden können. Stattdessen wurden die Fahrzeuge in Kaiserslautern auf die Schiene gebracht.

Der Konvoi fuhr laut Stadtverwaltung von Siegelbach kommend in Richtung Kleeblatt und von dort auf die Pariser Straße (B37) stadteinwärts. Weitere Stationen seien die Brandenburger Straße, die Zollamtstraße, der Elf-Freunde-Kreisel, die Barbarossastraße, die Donnersbergstraße, die Mannheimer Straße und schließlich die Ludwigshafener Straße gewesen. Dort gingen die Fahrzeuge beim Kaiserslautern Army Depot zum Transport auf die Schiene, wie Schajachow berichtet.

Stillstand im Kreisel

Wie bei solchen Verlegeaktionen üblich, wurde der Konvoi von Feldjägern begleitet. Rund um den Elf-Freunde-Kreisel war am Montag zusätzlich die Polizei im Einsatz und half bei der Verkehrssicherung. Eine Leserin, die die Panzer im Elf-Freunde-Kreisel gesehen hat, berichtete von teils chaotischen Verkehrsbedingungen und den Spuren, die die Fahrzeuge in diesem Bereich hinterlassen haben. „Das war nicht gut organisiert“, kritisiert sie. Die Verkehrsteilnehmer seien nicht vorbereitet gewesen und vom Auftauchen der Panzer völlig überrascht worden.

Die Bundeswehr hatte die Verlegung dem Polizeipräsidium Westpfalz angekündigt, heißt es von dort. Am Elf-Freunde-Kreisel sei es kurzzeitig zu einer „Pattsituation“ gekommen, da ein Gelenkbus und eines der Militärfahrzeuge nicht aneinander vorbeigekommen seien. Die Polizei habe hier verkehrsregelnd eingegriffen.

Schäden dokumentiert

Außerdem habe die Polizei die Schäden, die der Konvoi verursacht hat, fotografisch dokumentiert. Zur Einordnung: Die Panzerhaubitzen bringen ein Gewicht von 56 Tonnen auf die Straße. Weiter habe die Polizei eine Beschädigung an der Mittelinsel der Barbarossastraße dokumentiert. Am Mittwoch habe die Stadtbildpflege die komplette Route kontrolliert und dabei weitere Beschädigungen entdeckt. Am Montag hatte ein Begleitfahrzeug der Bundeswehr bereits selbst Schäden aufgenommen.

Die Stadt geht derzeit von Kosten im unteren fünfstelligen Bereich aus, heißt es aus dem Rathaus. Die Schäden an der Einfahrt aus der Zollamtstraße in den Elf-Freunde-Kreisel seien bereits provisorisch ausgebessert worden, da sie den Verkehr beeinträchtigten. Dort sei am Rand der Gehweg zusammen mit dem Bordstein aufgeworfen worden. „Die Bordsteine in diesem Bereich werden zu einem späteren Zeitpunkt auf einer Länge von mehreren Metern ausgetauscht werden müssen“, informiert die Stadt. Wann dort mit den Reparaturen begonnen wird, lasse sich noch nicht sagen. Allerdings müsse dann mit einer großen Verkehrsbehinderungen im Bereich des Elf-Freunde-Kreisels gerechnet werden.

Keine akute Gefahr für Verkehr

Bei den anderen dokumentierten Fällen handle es sich hauptsächlich um Bordsteinschäden, die keine akute Gefahr für den öffentlichen Verkehr darstellten und die repariert werden könnten, ohne dass die Bordsteine getauscht werden müssten. Sobald die Stadt einen konkreten Überblick über das Ausmaß der Schäden habe, werde sie bei der Bundeswehr einen Antrag auf Entschädigung stellen.

Der Weg führte die Kolonne von Idar-Oberstein nach Kaiserslautern. Hier ist sie in Höhe von Hirschhorn.
Der Weg führte die Kolonne von Idar-Oberstein nach Kaiserslautern. Hier ist sie in Höhe von Hirschhorn.
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