Fussball
Morlautern bestreitet Topspiel gegen Idar-Oberstein
In der Partie in Morlautern geht es für beide Mannschaften um eine Menge. Vor allem um die drei Punkte, die der Sieger mit in die Meisterschaftsrunde nehmen wird. Die Tickets für diese Runde haben beide Teams schon lange in der Tasche. Dort treffen sie dann auf die vier besten Mannschaften der Verbandsliga-Gruppe zwei und kämpfen um den Meistertitel und den Aufstieg in die Oberliga. Aber es ist nicht nur dieser Aspekt, der das Kräftemessen am Samstag so reizvoll macht. Natürlich geht es auch ums Prestige. So werden die Gäste alles daransetzen, um Revanche für die schmerzvolle, im Hinspiel gegen Morlautern erlittene Niederlage zu nehmen.
Für Daniel Graf, den Trainer des SV Morlautern, wäre ein Sieg in diesem Spiel die „Krönung“ einer von seiner Mannschaft bisher bravourös gespielten Runde. Und bravourös spielten die Seinen in der Tat. Haben sie doch dem SC Idar-Oberstein den Rang abgelaufen. Denn es war der SCI, der als großer Favorit in die Saison startete. Schaut man jetzt aber auf die Tabelle, dann stehen dort die Graf-Schützlinge ganz oben und haben den Zweiten Idar-Oberstein klar distanziert. Trennen doch elf Punkte die beiden Teams, wobei der SCI ein Spiel weniger als der SVM ausgetragen hat. Dass sich die Morlauterer so von ihrem Rivalen abzusetzen vermochten, verdanken sie ihrer eindrucksvollen Siegesserie. Nach der unglücklichen Auftaktniederlage gegen den SV Steinwenden gewannen sie 13 Spiele hintereinander.
Nicht nur offensiv eine Macht
Dabei ließen sie es oft krachen. Die erzielten 58 Tore stehen für die Offensiv- und die 13 Gegentreffer für die Defensivstärke des Ligaprimus. Die meisten Tore im Morlauterer Team schoss Felix Bürger. Der schnell zur Sache kommende Stürmer traf 15-mal und nimmt damit in der Torschützenliste der Liga den zweiten Platz ein. Auf Rang eins steht mit 16 Treffern Florian Zimmer vom SC Idar-Oberstein. Das Duell der beiden Torjäger gibt dem Spiel noch zusätzlichen Reiz. Coach Graf erwartet am Samstag „ein enges Spiel, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag über Sieg und Niederlage geben können“. Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Topteams war es ein schöner Konter, den der Morlauterer Youngster Max Lorenz mit dem Siegtreffer zum 2:1 abschloss.
TuS Hohenecken spielt ums Prestige
Der TuS Hohenecken bestreitet am Sonntag (14.45 Uhr) beim VfR Baumholder ein Verbandsliga- und kein Freundschaftsspiel. Trotzdem spricht TuS-Trainer Benny Hassenfratz von einer Partie, in der es nur um „die goldene Ananas“ gehe. Wie das? Zu Recht bringt Hassenfratz mit der Erwähnung der oft zitierten Südfrucht zum Ausdruck, dass es weder für sein noch für das gegnerische Team in diesem Spiel um etwas geht. Die Mannschaften gehören zwar beide jetzt noch der Gruppe eins der Verbandsliga an. Doch nach dem bald erreichten Ende der Hauptrunde trennen sich ihre Wege. Dann tritt nämlich der gegenwärtige Ligadritte Baumholder in der Meisterschaftsrunde an und die Hohenecker in der Abstiegsrunde. Und da die Mannschaften nur die Punkte mitnehmen können, die sie gegen Mannschaften geholt haben, die nach der Hauptrunde in derselben Gruppe spielen wie sie selbst, ist klar, warum es für den TuS und seinen Gegner am Sonntag um die goldene Ananas geht.
Aber trotz dieser nicht allzu motivierenden Aussichten will sich Benny Hassenfratz mit seiner Mannschaft „gut präsentieren“. Ein gutes und erfolgreiches Spiel würde die nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen Eintracht Bad Kreuznach gedrückte Stimmung der Hohenecker sicherlich heben.
Es fehlt ein Vollstrecker
Vor allem dann, wenn die Stürmer des TuS mal wieder treffen würden. Mit dem Toreschießen haben sie es in dieser Runde wirklich nicht. Dabei fehlte es den Hoheneckern an hochkarätigen Torchancen wahrlich nicht, aber an einem Vollstrecker. Hätte der TuS einen Angreifer von der Klasse eines Felix Bürger in seinen Reihen – dann spielte das Team wohl nicht in der Abstiegs-, sondern in der Aufstiegsrunde.
Auch wenn sie am Sonntag in Baumholder gefordert sind, werden die Hohenecker mit ihren Gedanken schon beim darauffolgenden, dem letzten Hauptrundenspiel sein. Das bestreiten sie am 12. Dezember zu Hause gegen die derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz rangierende SG Rieschweiler. Und da geht es dann für beide Teams nicht um die goldene Ananas, sondern um die Wurst, um drei wichtige Punkte.