Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Meisterschaft in der A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg vertagt

Jonas Siller vom ASV Winnweiler (links) hat Paulo Baptista Sousa von den FCK-Portugiesen im Blick.
Jonas Siller vom ASV Winnweiler (links) hat Paulo Baptista Sousa von den FCK-Portugiesen im Blick.

Die Entscheidung über die Meisterschaft in der A-Klasse und den direkten Aufstieg in die Bezirksliga wurde noch einmal vertagt. Nach einem glanzlosen 2:0-Sieg gegen den ASV Winnweiler stehen die FCK-Portugiesen punktgleich mit dem SV Katzweiler an der Tabellenspitze.

Noch hatte es der ASV Winnweiler in der eigenen Hand, durch einen Auswärtssieg auf dem Fröhnerhof an der Konkurrenz vorbeizuziehen und sich wenigstens Platz zwei zu sichern. Denn recht früh kam die Kunde an, dass sich der Dritte im Bunde, der SV Katzweiler, im Heimspiel gegen Gundersweiler keine Blöße geben würde. Meisterschafts-Konferenz per Handy.

Der Gast, dessen angeschlagener Spielertrainer Waldemar Schneider ebenso wie Stürmer Srdjan Savic erst einmal auf der Bank Platz nehmen musste, war lange Zeit tonangebend, agierte taktisch diszipliniert und ließ den Gegner über weite Strecken nicht zur Entfaltung kommen. Ricki Schander verpasste nach vier Minuten einen langen Ball aus dem Halbfeld nur knapp. Im Anschluss an eine Ecke kam Pascal Weber frei zum Kopfball, scheiterte aber am aufmerksamen Keeper Diogo Rodrigues (12.).

Auffälligster Akteur der Winnweilerer in dieser Phase war Lauro Mayer, der erst mit einem Freistoß aus Rechtsaußen-Position knapp scheiterte (31.), kurz danach allein vor Rodrigues auftauchte, aber nicht platziert genug abschloss (34.).

Die Wende

Auf der anderen Seite verzweifelten die FCK-Portugiesen lange Zeit an der großgewachsenen und unbequemen Abwehrreihe der Gäste, die im ersten Abschnitt lediglich einmal ins Schwitzen kam: Ergert Azizi schickte Janik Abreu auf die Reise, dessen Flachschuss ASV-Keeper Nasuh Canalp entschärfte (14.). Ansonsten hatte der ASV Winnweiler das Geschehen im Griff.

Das sollte sich nach der Pause ändern. Die Portugiesen, lange Zeit im Spielaufbau viel zu ideenlos, schalteten nun einen Gang höher. Zwar kehrte mit den Ballbesitzanteilen die Sicherheit zurück, aber echte Torgefahr strahlte der Gastgeber auch jetzt viel zu selten aus. Es wurde mehr und mehr ein Nervenspiel, Hektik kam auf, die sich in der 73. Minute in ohrenbetäubendem Jubel entlud: Romario Monteirinho hatte den Ball aus 20 Metern unhaltbar in den Winkel gezirkelt – 1:0.

Das Entscheidungsspiel

Die Entscheidung fiel neun Minuten später: Danny Monteirinho luchste Gästekeeper Canalp den Ball ab, der über Umwege bei Ricky Pinheiro landete. Der Ex-Profi in Reihen der FCK-Portugiesen ließ sich diese Chance natürlich nicht entgehen, die den ASV Winnweiler in ein tiefes Loch fallen ließ. „Natürlich bin ich mega enttäuscht. Wir waren 26 Spieltage lang Tabellenführer und stehen jetzt mit leeren Händen da. Aber es war uns auch klar, dass bei drei so überragenden Mannschaften es am Ende eine nicht schafft. Wir haben eine junge Mannschaft, vielleicht hat in den entscheidenden Momenten die Erfahrung gefehlt. Aber wir bleiben zusammen, es kommt noch der ein oder andere dazu. Und dann kommen wir in der nächsten Saison stärker zurück“, erklärte ASV-Spielertrainer Waldemar Schneider nach der 0:2-Niederlage gegen die FCK-Portugiesen. Die den Blick natürlich nach vorne richten: Am Mittwoch um 18.30 Uhr ist Anpfiff zum Entscheidungsspiel in Erfenbach.

Auch gegen den im Moment in Topform auftretenden SV Katzweiler, der am Samstag Gundersweiler mit 8:1 deklassiert hatte, wird Pinheiro eine Schlüsselposition bekleiden. „Ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen“, versicherte der frühere FCK-Profi. Auf dem Tisch liegen jetzt komplett neu sortierte Karten.

So spielten sie

FCK Portugiesen: Rodrigues – Baptista (90.+3 Marohn), Sekati, Mesenzev, Azevedo (86. Coutinho) – Araujo, R. Pinheiro, T. Pinheiro, Azizi (55. Habich) – R. Monteirinho (90.+1 Rodrigues), Abreu (67. D. Monteirinho)

ASV Winnweiler: Canalp – Siller (26. Becker, 74. Savic), Scharfenberger, Pfannenstein, Weber – M. Mayer, Herbert, Heimsoeth, L. Mayer (46. Andreas) – Schander, Mandel (67. Schneider)

Tore: 1:0 R. Monteirinho (73.), 2:0 R. Pinheiro (82.) – Gelbe Karten: Azizi, Azevedo, D. Monteirinho, Clemente (Trainer), Banha (Mannschaftsverantwortlicher) – Siller, Pfannenstein, Andreas – Beste Spieler: Araujo, Rodrigues, T. Pinheiro, Mesenzev – Scharfenberger, L. Mayer, Pfannenstein – Zuschauer: 400 – Schiedsrichter: Benedum (Mehlingen).

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