Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Lob vom Bayern-Trainer für die U19 des FCK

Angelos Stavridis setzt sich gegen die Abwehr der Bayern durch und trifft zum 1:0.
Angelos Stavridis setzt sich gegen die Abwehr der Bayern durch und trifft zum 1:0.

2:2 (2:0) endete am Samstag die hochklassige Partie der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem FC Bayern München. Erst zwei Treffer in der Schlussviertelstunde brachten den Münchnern am Ende den recht glücklichen Punktgewinn.

„Wir haben ein super Spiel gemacht. Bayern hatte lange Zeit keine Möglichkeiten. Meine Mannschaft hat alles auf dem Platz gelassen, einfach FCK-like gespielt“, kommentierte U19-Trainer Alexander Bugera den in jeder Hinsicht überzeugenden und vor allem beherzten Auftritt seiner Elf. In der Anfangsphase war die Partie von Taktik geprägt und es war noch nicht abzusehen, dass die gut 200 Zuschauer auf Platz 4 ein solch attraktives Jugendspiel erleben sollten.

Viel spielte sich zwischen beiden Strafräumen ab. Die Abwehrreihen dominierten das Geschehen. Die Elf von Trainer Bugera war top eingestellt und vor allem bissig in den Zweikämpfen.

Lob vom gegnerischen Coach

Jean Aghajanyan gab nach einem Fehler der Bayern in der Spieleröffnung einen ersten Warnschuss aufs Münchener Tor ab (20.). Neun Minuten später dann die Führung für die Lauterer. Nach Balleroberung im Mittelfeld startete Angelos Stavridis einen Alleingang. Stoßstürmer Seydou Bangura rochierte und zog die Abwehrspieler nach außen. Plötzlich war das Zentrum frei und Stavridis netzte zum 1:0 ein (29.).

„Der FCK hat gefightet, gekämpft und ist verdient in Führung gegangen“, erkannte auch Bayern-Trainer Danny Galm die Leistung der „Kleinen Roten Teufel“ an. Die Intensität der Partie blieb weiter hoch. Nach 36 Minuten dann die erste Möglichkeit für die Bayern. Benjamin Dibrani zielte nur knapp am langen Eck vorbei. Der FCK blieb weiter eng dran und ließ den Münchnern keine Luft zum Atmen. Eine Standardsituation nutzten die Lauterer zum Nachlegen. Nach einer Ecke von Marius Bauer stieg Seydou Bangura am höchsten und köpfte zum 2:0 ein (41.).

Brandgefährlich

Die Bayern kamen dann engagierter aus der Kabine und fanden auch Räume, konnten diese aber nicht nutzen. Der FCK, der weiter alle Tugenden in die Waagschale warf, kam jetzt mehr über Konter. „Wir hatten gute Konterchancen, bevor Bayern gefährlich wurde“, ärgerte sich Bugera über die vergebenen Schnellangriffe von Nils Wettengl (57.) und Angelos Stavridis (59.). Die beste Gelegenheit der brandgefährlichen Lauterer hatte Jean Aghayanjan, dessen Linksschuss der baumlange Münchener Schlussmann Hülsmann parieren konnte.

Richtung Schlussviertelstunde verpufften die Angriffsversuche der zunehmend druckvolleren Bayern zunächst. Sehr unglücklich für den FCK die Entstehung des Anschlusstreffers, als ein ins Aus rollender Ball von der Eckfahne aufgehalten wurde und den FCB wieder ins Spiel brachte. Grant Leon Ranos verkürzte auf 1:2 (76.). Jetzt machten die Bayern Druck. Und tatsächlich den Ausgleich. Joker Mamin Sanyang traf zwei Minuten nach seiner Einwechslung aus dem Gestochere zum 2:2-Ausgleich (84.).

Turbulente Schlussphase

Die Schlussphase war dann wild und turbulent und an Spannung kaum zu überbieten. Gegen Sanyang verhinderte Lautern-Torwart Maurice Schamber mit einer Wahnsinnsparade das 2:3 (87.). Auf der Gegenseite hatte Marius Bauer in der Nachspielzeit, als Stavridis querlegte, den Siegtreffer quasi auf dem Fuß, scheiterte aber am Bayern-Torwart.

„Wir sind nicht zufrieden, sind eigentlich über 70 Minuten nicht ins Spiel gekommen. Lautern hat das Herz auf dem Platz gelassen und verdient den Punkt geholt“, zollte auch Gästetrainer Galm den Lauterern Respekt. „Wir haben Bayern lange beherrscht und auch kreativ Lösungen gefunden. Gute Konterchancen waren da. Am Schluss, als es wild wurde kann Bayern sogar das 2:3 machen, wir müssen das 3:2 eigentlich in der Nachspielzeit machen“, kommentierte ein mit der Leistung seines Teams restlos zufriedener Alexander Bugera.

So spielten sie

1. FC Kaiserslautern: Schamber - Müller, Heckmann, Zobel, Walker - Bauer, Aghajanyan (71. Hoor), Basenach, Wettengl (84. Karas), Stavridis - Bangura

FC Bayern-München: Hülsmann - Vinlöf (46. Wenig), Buchmann, Marušić (81. Sanyang), Herold, Pavlović (58. Ibrahimović), Rhein, Neziri, Fust, Ranos, Dibrani (46. Jonathans)

Tore: 1:0 Stavridis (29.), 2:0 Bangura (41.) 2:1 Ranos (76.), 2:2 Sanyang (84.) -Gelbe Karten: Müller, Zobel, Bauer, Aghajanyan - Marušić, Rhein - Beste Spieler: Stavridis, Bauer, Aghajanyan, Heckmann - Rhein, Wenig, Sanyang - Zuschauer: 200

- Schiedsrichter: Mattern (Mannheim)

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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