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Klare Sache für den SV Alsenborn im Derby
„Es war ein verdienter Sieg. Wir waren von Beginn an dominant, haben wenig zugelassen und viele Chancen herausgespielt“, freute sich Alsenborns Spielertrainer Halit Osmani nach dem eigentlich so gut wie nie gefährdeten „Dreier“ im Nachbarschaftsduell. Bereits nach drei Minuten hatten die Gastgeber die erste Topchance. Der 17-jährige Max Lorenz flankte mit links von rechts, und Kapitän Thomas Kühner zielte völlig ungedeckt per Kopf vorbei. Im Anschluss an die erste Standardsituation wurden auch die Gäste das erste Mal gefährlich. Matheus da Silva Vieira traf nach einer Ecke von Marvin Sprengart aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten (10.)
Zweikampfstarke Gastgeber
Nach recht ausgeglichener Anfangsviertelstunde übernahmen die spiel- und zweikampfstarken Gastgeber immer mehr die Initiative. Vor allem die linke Abwehrseite der Enkenbacher erwies sich immer als Achillesferse. Der erst 17-jährige Lorenz avancierte mit seinen Dribblings und Flanken zum überragenden Akteur auf dem Feld und stellte die Enkenbacher Abwehr oft vor unlösbare Aufgaben. Nach mehreren Topchancen, die größte hatte Jan Grossnick (26.), dessen Kopfball ein Enkenbacher von der Linie abwehrte, trafen die schnell kombinierenden Alsenborner. Bei einem Konter war erneut die linke Abwehrseite der Enkenbacher blank. Diesmal bereitete Christopher Helf über rechts vor und bediente den mitgelaufenen Lorenz, der völlig frei zum 1:0 einnetzte (28.).
Noch gut bedient
Mit dem 0:1-Pausenrückstand waren die gedanklich zu behäbigen Gäste noch gut bedient. Die schnell kombinierenden Alsenborner ließen noch gute Chancen durch Jan Patrick Weber (36.) und Flautrim Cerimi (41.) liegen. Ein Distanzschuss von Wilson knapp über das Tor (32.) blieb bis zur Pause die einzige Offensivaktion der harmlosen Gäste. Die kamen wacher und deutlich präsenter aus der Pause. Doch Alsenborn, das deutlich mehr Geschwindigkeit im Spiel hatte, nahm den Gästen schnell den Wind aus den Segeln. Der erste Angriff brachte gleich das 2:0 (56.). Wieder war Max Lorenz beteiligt. Diesmal als Vorbereiter. Seine Flanke konnte Enkenbachs Torhüter nur abwehren. Und den Abpraller versenkte aus dem Rückraum Jan Philipp Weber sehenswert in den Winkel. Vorausgegangen war allerdings ein Foul an Enkenbachs Spielmacher Jonas Baldauf im Mittelfeld, das der ansonsten gute Schiedsrichter nicht geahndet hatte. Enkenbachs Trainer Stephan Ruby regte sich über diese Entscheidung derart auf, dass er die Rote-Karte quittieren musste (57.). Auch danach waren die auf Konter lauernden Alsenborner brandgefährlich. Christopher Helf war nach einem Zuspiel von Torhüter Bastian Wänke (!) plötzlich durch, scheiterte aber am gut reagierenden Ebelsheiser (61.). Den Enkenbacher Bemühungen fehlte der Druck und die Präzision. Alsenborn war wesentlich zielstrebiger. Alexander Walter prüfte mit einem tollen Kopfball den Enkenbacher Torwart. Jonas Lokai hatte geflankt (63.). Der endgültige K. o. für die Gäste dann drei Minuten später. Einen Konter über Helf und Kapitän Kühner veredelte Walter mit dem auch in der Höhe verdienten 3:0-Endstand. (66.).
„In der Defensive vogelwild“
Enkenbachs Trainer Stephan Ruby redete die Niederlage nicht schön. „Wir waren im Spiel nach vorne zu statisch und in der Defensive vogelwild. Es liegt jetzt an uns Trainern, der Mannschaft ein System einzuimpfen und klare Strukturen reinzukriegen.“
So Spielten Sie
SV Alsenborn: Wänke - Lokai, Ulrich, Grossnick, Tetikel - Lorenz, Weber (87. Osmani), Cerimi, Walter (83. Kilic), Kühner - Helf (77. Ebelsheiser)
SV Enkenbach: Ebelsheiser - Mayer, Almeida, Göttel, Sprengart (76. Kröhler) - Venanciano (46. Seewald), Baldauf, Traub , Wilson (76. Pompeo), da Silva Vieira - Forsch
Tore: 1:0 Lorenz (28.), 2:0 Weber (56.), 3:0 Walter (66.) - Rote Karte: Ruby (Reklamieren) - Gelbe Karten: Wänke, Ulrich - Göttel - Beste Spieler: Lorenz, Cerimi, Walter - Ebelsheiser, Baldauf - Zuschauer: 250 - Schiedsrichter: Janzer (Gau-Bickelheim)