Spiel des Tages
Kampf unter erschwerten Bedingungen
„Ich bin mit unserer Leistung zufrieden. Respekt aber auch vorm Gegner, der trotz sieben Corona-Fällen angetreten ist. Das hat man in der zweiten Hälfte gemerkt. Da ist Bedesbach die Luft ausgegangen und wir hatten ein gutes Aufbauspiel und haben sauber kombiniert und die Tore gut herausgespielt. Auf dieser Leistung können wir für die Aufstiegsrunde aufbauen“, fasste Trippstadts Trainer Dirk Schmitt die im zweiten Abschnitt recht einseitige Begegnung zusammen.
In Halbzeit eins, als lange die Abwehrreihen dominierten, verlief die Begegnung zumindest in den ersten 30 Minuten recht ausgeglichen. Trippstadt hatte durch Maurice Mages eine Halbchance (4.). Bei den Gästen schloss Jan Börtzler überhastet ab (11.). Die beste Gelegenheit im ersten Abschnitt hatte Trippstadts einzige echte Spitze Thomas Bolzer, der nach einer Maßflanke von Luca Röckel nur das linke Lattenkreuz traf (14.). Bei Bedesbach wusste der schnelle Max Maurer auf der linken Seite mit einigen Sololäufen zu gefallen. Insgesamt fehlte aber beiden Mannschaften der letzte Druck in den Offensivaktionen. Bolzer missriet ein versuchter Seitfallzieher nach einem langen Ball (31.). Nach einer schönen Kombination über Mages und Lucca Speiser zielte Bolzer am rechten Eck vorbei (34.). Das Chancenplus der Gastgeber wurde Richtung Pausenpfiff des guten Schiedsrichters immer klarer.
Unter Beschuss
Nach der Pause wurde die TSG immer dominanter. Lucca Speiser stellte mit einem überragenden Solo die Weichen für Trippstadt. Sein kerniger Abschluss aus spitzem Winkel ins lange Eck brachte das 1:0 (50.). Fünf Minuten später verhinderte Gästetorhüter Andre Mahler mit einer Fußabwehr gegen Luca Gard das sichere 2:0. Obwohl Trippstadt immer feldüberlegener wurde, hatten die Gäste durch Jan Börtzler (69./71.) zwei Gelegenheiten zum Ausgleich. Ein vom eingewechselten Lukas Joerg verwandelter Strafstoß (Burchert an Mages) brachte die 2:0-Vorentscheidung (72.). Der starke Niklas Muth stellte mit einem abgefälschten Weitschuss aus gut 30 Metern die Weichen endgültig auf Sieg (75.). In der Schlussphase hatte Trippstadt gegen kräftemäßig abbauende Gäste noch weitere Möglichkeiten. Der gute Torhüter (76.) und der Außenpfosten bei Joergs Abschluss (85.) standen weiteren Trippstadter Treffern im Weg.
Gästetrainer Thomas Löber war froh, dass er überhaupt eine Mannschaft zusammenbekommen hatte. „Ohne sechs Leistungsträger, davon vier Corona-Fälle, war für uns klar, dass hier nichts zu holen ist. Bis zur Pause konnten wir mithalten. Dann ein Sololauf, ein Elfer und ein abgefälschter Weitschuss. Die Jungs haben es insgesamt trotzdem gut gemacht. Der Verband hat entschieden, den letzten Spieltag noch durchzuziehen. Unsere gute Ausgangsposition wurde damit wie im letzten Jahr durch Corona zunichte gemacht“, machte Bedesbachs Trainer Thomas Löber seinem Ärger Luft.
So spielten sie
TSG Trippstadt: Reutter - Gard, Gries, Herbrand, Röckel (81. Tobias Muth) - Hager (61. Placzek), Schmitt, Mages, Niklas Muth, Speiser (66. Joerg) - Bolzer (80. Simoes Carvalho)
TuS Bedesbach-Patersbach: Mahler - Alles (81. Simon), Burchert, Steiger, Müller (85. Stutzkeitz) - Börtzler, Dietz, Horbach, Künstler, Maurer - Niebergall (79. Lang)
Tore: 1:0 Speiser (50.), 2:0 Joerg (72./Foulelfmeter), 3:0 Niklas Muth (75.) - Gelbe Karte: Niebergall - Beste Spieler: Gard, Niklas Muth, Speiser - Mahler, Dietz, Maurer - Zuschauer: 90 - Schiedsrichter: Müller (Dudenhofen)