KAISERSLAUTERN RHEINPFALZ Plus Artikel Herbstschule bietet Hilfe in Deutsch und Mathematik

Verteilte Geschenke an die Schüler: Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann in der Geschwister-Scholl-Grundschule.
Verteilte Geschenke an die Schüler: Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann in der Geschwister-Scholl-Grundschule.

Analog der Sommerschule, zu der das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Kaiserslautern in den Sommerferien eingeladen hatten, haben sich 160 Schüler aus Grundschule (105) und Sekundarstufe I (55) zur Herbstschule angemeldet. Für Schüler der 1. bis 4. Klasse findet der Unterricht in der Grundschule Geschwister Scholl, für Schüler der 5. bis 8. in der Lina-Pfaff-Realschule plus statt.

Ehrenamtlich haben sich 25 Lehramtsstudierende und pädagogisches Personal bereit erklärt, den Lerngruppen im wöchentlichen Wechsel Hilfsangebote in den Fächern Deutsch und Mathematik anzubieten und Lücken zu schließen.

Zum Unterrichtsbeginn am Dienstagmorgen informierten sich Hans Beckmann, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium, und Oberbürgermeister Klaus Weichel in der Geschwister-Scholl-Schule über den Fortgang der Herbstschule.

Auf die Frage von Beckmann, ob denn der Unterricht in den Herbstferien Spaß macht, bekam er von einer Lerngruppe mit neun Schülern ein eindeutiges „Ja!“ zu hören. Die Tatsache, dass sich die Grundschüler aus verschiedenen Schulen der Stadt, beispielsweise der Kottenschule, der Theodor-Heuss-Schule, der Röhm- und der Stiftswaldschule, für die Herbstschule entschieden haben, überzeugte Beckmann von der Richtigkeit, den Jugendlichen in den Ferien ein Angebot zu machen, Lernlücken zu schließen. Anerkennung zollte er den pädagogischen Betreuerinnen der Lerngruppe: zwei Lehramtsstudierenden und einer Schülerin des St. Franziskusgymnasiums, die im Januar ihr Abitur macht.

Beckmann lobt das Miteinander

Zuvor nahm sich Beckmann die Zeit für einen Gedankenaustausch mit Schulleiterin Simone Arnold und Oberbürgermeister Weichel, der von Peter Krietemeyer, dem Leiter des Referats Schule, und Sabine Michels vom Bildungsbüro der Stadt Kaiserslautern begleitet wurde. Mit seinen Corona-Maßnahmen für Schulen und Kindertagesstätten sei Rheinland-Pfalz bislang gut gefahren, sagte Beckmann. Infektionen gingen nicht von diesen Einrichtungen aus. Erfreulich wertete Beckmann das Miteinander von Ministerium, Lehrer- und Elternvertretungen.

Als bundesweit einmalig lobte Beckmann die Initiative des Landes und der Stadt zur Sommer- und zur Herbstschule. „Das zusätzliche Bildungsangebot ersetzt nicht die Schule“, so der Staatssekretär. Es biete Schülern die Möglichkeit, Lernstoff zu vertiefen und entlaste gleichzeitig Familien und den Arbeitsmarkt. Dass es für das Angebot einen Bedarf gibt, belegten in Kaiserslautern 345 Anträge für die Sommer- und 200 Anträge für die Herbstschule.

Schulleiterin Simone Arnold betonte, dass gerade Kinder der Geschwister-Scholl-Grundschule einer besonderen Unterstützung bedürfen. Die Schule habe ihren Standort in einer besonderen Lage, verwies sie auf ein bunt gemischtes Einzugsgebiet, zu dem auch der Asternweg in einem sozialen Brennpunkt gehöre. „Der Alltag an unserer Schule ist nicht einfach. Eine Anerkennung unserer Arbeit tut gut“, freute sie sich über den Besuch des Staatssekretärs und seiner Begleitung.

Weichel: Bildung als kommunaler Auftrag

Oberbürgermeister Weichel lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und dem Bildungsministerium. Mit der Einrichtung von Sommer- und Herbstschule habe die Stadt Bildung als kommunalen Auftrag erkannt. Bildung als kommunalem Auftrag dienten auch zwei Stellen, die im Doppelhaushalt 2021/22 vorgesehen seien.

Krietemeyer lobte das Verhalten von Schülern und Lehrern Kaiserslauterer Schulen. Durch die Beachtung von Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sei es an Bildungseinrichtungen bislang zu keinen nennenswerten Vorkommnissen gekommen.

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