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FV Ramstein schafft Pokalcoup gegen die SG Rieschweiler
Verkehrte (Fußball-)Welt in Ramstein: Nicht der Verbandsligist dominierte den drei Klassen tiefer spielenden Gegner, sondern der Underdog unterstrich einmal mehr seine famose Frühform. Mit der SG Oberarnbach und dem FC Queidersbach kegelten die Ramsteiner zuvor bereits zwei Bezirksligisten aus dem Verbandspokal, zuletzt setzte sich der FVR gegen den Landesligisten VfR Kaiserslautern mit 3:2 durch. Rieschweiler war also gewarnt. Doch recht schnell wurde klar, dass den Gästen an diesem Abend kein Sieg gelingen würde.
Furioser Start
Die Olympia startete furios. Immer wieder war es Stefan Bosle, der die Gästeabwehr gehörig durcheinander wirbelte. Sein Schuss in der 6. Minute konnte die SGR-Abwehr noch auf der Linie klären, doch nur zwei Minuten später netzte der 21-jährige Stürmer zur Führung ein. Rieschweiler fand keine Bindung zum Spiel und baute den Gegner mit leichten Fehlern weiter auf. Der nutzte die Gunst der Stunde, zog sein berüchtigtes Offensivspiel auf und kreierte Chance auf Chance. Nach einer guten halben Stunde erhöhte Julius Kerbel nach toller Vorarbeit von Bosle auf 2:0.
Ramstein zaubert
Jetzt begannen die Ramsteiner zu zaubern. Nach einem Traumpass von Tobias Layes passte Anthony Weston auf Robert Smitherman, der zur 3:0-Halbzeitführung traf. Immer wieder fanden Spielertrainer Jonas Jung und Roman Cherdron mit ihren präzisen Pässen Anspielstationen im Angriff, wo Bosle und Weston Katz und Maus mit der Gäste-Defensive spielte. „Wir hatten 90 Minuten lang keine Chance, Ramstein war aggressiver und laufstärker“, sprach SG-Trainer Patrick Hildebrandt danach von einer „hochverdienten Niederlage“.
Die Dominanz bleibt
Durch die Hereinnahme von Daniel Preuß zur zweiten Hälfte bekam der Spielaufbau der Gäste etwas mehr Struktur, doch die Dominanz der Ramsteiner blieb ungebrochen. „Heute hat alles zusammengepasst“, freute sich Jonas Jung nach dem Abpfiff. „Wir haben hinten nichts zugelassen und konnten nach vorne immer wieder gefährliche Konter setzen.“ Immer wieder setzte sich dabei Bosle in Szene, scheiterte aber in der 51. und 73. Minute aussichtsreich an Torwart Jan Ohle. Im Zusammenspiel mit Anthony Weston klappte es dann: Bosle legte herrlich auf, und sein Teamkollege hatte keine Mühe, aus zehn Metern den Schlusspunkt zu setzen (79.).
Spöttische Kommentare
Bitter für Rieschweiler: Längst hatten die Ramsteiner Zuschauer mit ihren spöttischen Kommentaren den Spielern auch den letzten Funken Selbstvertrauen genommen. Eine schwierige Situation für Patrick Hildebrandt, dem bereits vor der Saison die Schwere der Aufgabe bewusst war. „Aber wenn du keine Bereitschaft und Einstellung zeigst, hast du im Fußball keine Chance. Egal gegen wen.“ Sein Gegenüber sprach von einem „Sieg der Mannschaft“. Den Schwung des Pokalabends möchte Jung gerne mitnehmen, warnt aber auch davor, im Liga-Alltag jetzt überheblich aufzutreten. Solche „Probleme“ hätte die SG Rieschweiler im Moment sicher gerne.
SV Alsenborn in Runde vier
Der SV Alsenborn ist durch einen 7:2-Sieg über die SG Rockenhausen/Dörnbach in die vierte Verbandspokalrunde eingezogen. In dieser Runde treffen die in der A-Klasse spielenden Alsenborner am kommenden Mittwoch, 22. September, zu Hause (19 Uhr) auf den Verbandsligisten SV Morlautern.
Der VfB Reichenbach hat sich aus dem Verbandspokal verabschiedet. Am Mittwoch verlor der Landesligist bei der TSG Wolfstein-Roßbach mit 1:2. In der Verlängerung kassierte der VfB das entscheidende Gegentor.