Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Der Traum vom Spitzenspiel

Der TRend zeigt nach oben beim TuS. Von den letzten sieben Spielen hat er fünf gewonnen.
Der TRend zeigt nach oben beim TuS. Von den letzten sieben Spielen hat er fünf gewonnen.

Nach den zuletzt gezeigten Leistungen geht der TuS Dansenberg am Samstag (20 Uhr) als Favorit in das Heimspiel gegen die auswärtsschwache HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II. Zum Abschluss der Hinrunde reist er eine Woche später zum abgeschlagenen Schlusslicht DJK Waldbüttelbrunn. Die Chance, noch mal oben anzugreifen, ist da.

Die kommenden beiden Spiele sind für den TuS Dansenberg richtungsweisend. Die Gelegenheit, einen Platz im vorderen Tabellendrittel zu erobern, scheint günstig. „Es gibt in dieser Liga keine leichten Spiele. Wenn man nicht völlig fokussiert ist und die Grundtugenden wie Einsatzwille, Kampf- und Laufbereitschaft vermissen lässt, hat man auch ganz schnell das Nachsehen“, warnt Teammanager Alexander Schmitt davor, die anstehenden Spiele gegen vermeintlich schwächere Mannschaften auf die leichte Schulter zu nehmen.

Der Trend zeigte bei den Schwarz-Weißen zuletzt wieder klar nach oben: Von den letzten sieben Spielen wurden fünf gewonnen, lediglich bei der HG Saarlouis zog der TuS mit 27:28 knapp den Kürzeren. Dafür brachte er Spitzenreiter TuS Ferndorf beim 27:27 den ersten Punktverlust bei.

Das ursprüngliche Saisonziel, einen Platz im oberen Tabellendrittel zu erreichen, ist wieder in greifbare Nähe gerückt. Der Rückstand auf den TV Gelnhausen, der sich den dritten Platz mit dem VfL Gummersbach II und dem pfälzischen Rivalen TSG Haßloch teilt, beträgt nur noch einen Punkt. Auch Rang zwei, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga berechtigt, ist bei vier Punkten Rückstand noch in Reichweite, zumal die zweitplatzierte HSG Hanau (17:5 Punkte) am 10. Dezember noch beim TuS Dansenberg (13:9) ranmuss.

Was wäre, wenn

Ob die Westpfälzer zum jetzigen Zeitpunkt schon weiter oben stehen könnten, wenn das Verletzungspech nicht so brutal zugeschlagen hätte, ist eine Frage, die sich nur schwer beantworten lässt. Fakt ist: Bei der krachenden 19:36-Auswärtsniederlage am zweiten Spieltag in Hanau und eine Woche später beim 15:29 in Nieder-Roden standen Torben Waldgenbach und Jonas Dambach noch gemeinsam auf der Platte. Dass die beiden Rückraumspieler sich dann kurz nacheinander schwer verletzten, kann daher kein Argument für den verpatzten Saisonstart sein.

Dass die Westpfälzer nach drei Niederlagen aus den ersten vier Partien ausgerechnet mit einem Sieg im Derby bei der hervorragend aus den Startlöchern gekommen TSG Haßloch die Trendwende einleiteten, war der Beginn einer Story, die durchaus auf ein Happy End hinauslaufen könnte. Mit Oberliga-Torschützenkönig Luca Steinführer von der HSG Worms ist Ende September ein Spieler zum Team gestoßen, der den Kader in der Breite auf Anhieb verstärkt hat. Das Gleiche gilt für den jüngsten Neuzugang Mihail Ivanov, der in der vergangenen Woche sein Debüt gab. Gesucht wird nach wie vor ein neuer Mittelmann.

„Ich würde es mir wünschen, dass sich die Mannschaft in den kommenden Spielen selbst belohnt und dann am 10. Dezember gegen Hanau vor voller Hütte ein Spitzenspiel bestreiten darf“, hofft Schmitt auf eine Forstsetzung des jüngsten Aufwärtstrends.

So spielen sie

TuS Dansenberg: Fiedler/Lüpke(Tor), Serwisnki, Claussen, Bösing, Steinführer, Dietrich, T. Holstein, Ivanov, Dettinger, M. Holstein, Reitemann

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