Stadtgespräch RHEINPFALZ Plus Artikel bgi geht: „Wie glücklich ich bin, dass ich etwas habe, das den Abschied so schwer macht“

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In der Wochenendkolumne verabschiedet sich Redakteur Benjamin Ginkel von den Lesern der „Pfälzischen Volkszeitung“, seinen Ansprechpartnern und den liebgewonnenen Kollegen. Auf ihn warten neue Aufgaben im Kreis Kusel.

„Wie glücklich ich bin, dass ich etwas habe, das den Abschied so schwer macht.“ Dieses Zitat des großen, plüschigen Philosophen Winnie Puuh geht mir dieser Tage nicht aus dem Kopf. Denn ich werde die Redaktion Kaiserslautern Ende des Monats verlassen und mich einer neuen Herausforderung stellen: Ab Februar darf ich die RHEINPFALZ-Lokalredaktion Kusel leiten. Vor der Aufgabe habe ich gehörigen Respekt. Gleichzeitig freue ich mich sehr, wieder in meiner Heimat aktiv sein zu können. In Kusel hatte ich 2006 ein Praktikum gemacht und für einen der interessantesten Berufe Feuer gefangen. Das brennt bis heute, vielen Widrigkeiten zum Trotz. Und ich freue mich sehr, dass mich in Kusel ein Team erwartet, das Lust hat, die „Westricher Rundschau“ gedruckt und online mit spannenden, informativen und vielleicht auch mal überraschenden Inhalten zu füllen.

Immer herzlich aufgenommen – trotz KUS-Nummernschild

„Wie glücklich ich bin, dass ich etwas habe, das den Abschied so schwer macht.“ Stadtredakteur in Kaiserslautern: So vielfältig ist in der Pfalz kaum eine Redakteursstelle. Die gibt man nicht leichtfertig auf: Ob große Katastrophenschutzübung im Fritz-Walter-Stadion; Exklusivinterview mit Mark Forster, eine Baustelle über Monate zu begleiten oder mitten in der Nacht in einem OP-Saal des Westpfalz-Klinikums eine Blinddarm-Operation zu verfolgen. Ein so großes Spektrum an Themen hat in der Westpfalz nur die Barbarossastadt zu bieten. In den vergangenen Jahren, seit 2017 bin ich mit einer vollen Stelle in Kaiserslautern, durfte ich hier so viel erleben, so viel hautnah mitmachen. Meist wurde der Mann aus dem Glantal offen und herzlich aufgenommen. Mal abgesehen von den üblichen Sprüchen, wenn jemand mein Nummernschild (KUS) entdeckt hat ... *Zwinkersmiley*

Leser-Begegnungen waren stets respektvoll

„Wie glücklich ich bin, dass ich etwas habe, das den Abschied so schwer macht.“ In den vergangenen Jahren gab’s immer wieder nette Kontakte zu Lesern, gerade bei der „Redaktion vor Ort“ in den Stadtteilen. Trotz aller (auch berechtigter) Kritik kam es nur selten zu echten (verbalen) Auseinandersetzungen. Auch am Telefon oder selbst per E-Mail ist mir die große Mehrheit der Leserinnen und Leser mit Respekt begegnet. Das schätze ich sehr. Erst lospoltern, um dann wieder zurückzurudern, das ist nicht meine Art, und das mag ich auch nicht. Als Redaktionsleiter muss ich mir da noch ein dickeres Fell zulegen. Konstruktive Kritik an unserer Arbeit ist wichtig, in der Redaktion selbst und von außen. Doch Beleidigungen und Pöbeleien, wie sie zunehmend in sozialen Medien vorkommen, sind nicht das geeignete Mittel, Autoren auf Fehler aufmerksam zu machen.

Kollegen sind zu Freunden geworden

„Wie glücklich ich bin, dass ich etwas habe, das den Abschied so schwer macht.“ Dem Team in Kaiserslautern den Rücken zu kehren, das fällt mir zweifelsohne am schwersten. Schnell hat man sich schätzen gelernt und – glücklicherweise – so viel und so oft zusammen gelacht, dass man es nicht mehr zählen kann. Und das, obwohl’s eigentlich oft nichts zu lachen gibt. Viele der Kollegen zähle ich längst zu meinen Freunden – und hoffe, dass der Kontakt über die Grenzen der Lokalredaktionen hinweg bestehen bleibt. Da die Westpfälzer Lokalredaktionen mittlerweile eng zusammenarbeiten, bin ich sicher, dass ich noch so manche Fahrt in die „Weltstadt Kaiserslautern“ unternehmen werde.

„Wie glücklich ich bin, dass ich etwas habe, das den Abschied so schwer macht.“ Liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Kolleginnen und Kollegen: Macht’s gut!

P.S.: Über diesen Link ist die lokale Unterseite der „Westricher Rundschau“ auf www.rheinpfalz.de schnell zu finden. Falls Sie mal einen Blick darauf werfen wollen, was im Kreis Kusel so los ist. Wie in Kaiserslautern werden auch auf Facebook (Seite: „DIE RHEINPFALZ Kusel“) aktuelle Meldungen und interessanter Lesestoff geteilt.

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