Das LESERTELEFON
Ab Mitte April keine nächtlichen Warnsignale mehr an Trippstadter Straße
Nächtlicher Baulärm und vor allem das wiederkehrende Tröten bringe Leserin Manuela Lieberich um den Schlaf, schildert sie. „Wir haben Verständnis für die Anwohner. Und sie per Schreiben über die Bauarbeiten informiert und uns für den unvermeidlichen Lärm entschuldigt“, sagt eine Sprecherin der Deutschen Bahn AG auf Nachfrage. Lieberich wohnt offenbar außerhalb dieses Bereichs, wird aber laut ihrer Aussage trotzdem von dem Lärm ereilt.
Warnsignal muss Presslufthammer übertönen
Allerdings müsse Sicherheit sein, erklärt die Bahn-Sprecherin: „Das Warnsignal muss halt so laut sein, dass auch ein Arbeiter mit Presslufthammer es hört“. Akustische Warnhinweise – mit sogenannten Typhonen – und optische seien vorgeschrieben.
Doch immerhin gibt es Hoffnung für die Lärmgeplagten. Derzeit werden laut Bahn-Sprecherin Hilfsbrücken gebaut. „Aufgrund der engen Terminschiene werden hierfür auch Nachtschichten an den Wochenenden benötigt.“ Diese Bauphase soll jedoch bis Mitte April abgeschlossen sein – und eine akustische Warnanlage laut derzeitigem Stand dann nicht eingesetzt werden.
Die Arbeiten insgesamt an dem Viadukt, das nach 100 Jahren baufällig geworden ist und grunderneuert werden muss, befinden sich laut Bahn im Zeitplan: Ende 2024 sollen sie komplett abgeschlossen sein. „Und dann wird die nächsten 100 Jahre voraussichtlich auch Ruhe sein“, schiebt die Sprecherin mutmachend hinterher.