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Donnerstag, 26. Juli 2018 Drucken

Kaiserslautern

Kaiserslautern: Die Fan-Kirche öffnet erstmals

Hatte die Idee für eine Fan-Kirche: Jürgen Jäger.

Hatte die Idee für eine Fan-Kirche: Jürgen Jäger. ( Foto: FREI)

Bevor der 1. FCK am Samstag, 14 Uhr, sein erstes Heimspiel in der Dritten Liga gegen 1860 München bestreitet, werden sich auf dem Betzenberg erstmals die Türen der Fan-Kirche in der protestantischen Stephanuskirche öffnen. Ein Projekt, das seit März in der Planung ist und von Jürgen Jäger vom Gemeindepädagogischen Dienst Kaiserslautern und Pfarrer Werner Pfleger initiiert wurde.

Ausgerechnet bei der Eröffnung der Fan-Kirche werden ihre Wegbereiter nicht anwesend sein. Jäger lässt sich mit seiner Familie den Wind der Nordsee auf Schiermonnikoog, einer Westfriesischen Insel, um die Nase wehen, der Pfarrer der Stephanuskirche befindet sich ebenso in Urlaub.

Die Kirche müsse zu den Menschen gehen

 

„Sieben ehrenamtliche Mitarbeiter werden anwesend sein und die ersten Fans willkommen heißen“, so Jäger gestern von der Nordseeinsel gegenüber der RHEINPFALZ. Es sei bedauerlich, dass er nicht da sei, doch die Urlaubsplanung habe vor den Überlegungen der Fan-Kirche stattgefunden.

 

Die Kirche müsse zu den Menschen gehen. „Dazu gehören auch die Fans des 1. FCK und ihren gegnerischen Mannschaften.“ Die Fan-Kirche möchte sich der Lebenswelt des Fußballs anpassen. Ihr Motto lautet: Seelsorge-Impulse-Gastfreundschaft-Respekt. „Ohne Predigt und Orgelspiel. Impulse aus christlicher Sicht ja, doch maximal wenige Minuten.“

Sitzkissen in FCK-Stil wurden genäht

 

Fans könnten zwei Stunden vor dem Spiel inne halten, persönliche Anliegen vor Gott bringen, Menschen begegnen und sich leiblich stärken. Fans der jeweiligen Gastmannschaft, neutrale Zuschauer oder Fans anderer Mannschaften sind willkommen. Der Besuch der Fan-Kirche ist an keine Konfession gebunden.

 

Zufrieden zeigt sich Jäger mit dem Engagement der Ehrenamtlichen. Sitzkissen in den Farben des 1. FCK wurden genäht und liegen auf den Kirchenbänken. Zusätzlich werden Trikots und Schals die Fan-Kirche schmücken. Eine Gebetsecke soll eingerichtet werden. Kerzen können angezündet werden. Auch denken die Initiatoren an eine Fan-Ausstellung, die mittels Spenden oder als Dauerleihgabe von Fan-Artikeln eine Geschichte ihrer Besitzer und ihres Vereins erzählen. |jsw

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