Fußball
Trainer des VfR Grünstadt fordert mehr Gier von seiner Mannschaft
Am Sonntag steht die erste Partie von 13 Restspielen des VfR Grünstadt in der Fußball-Landesliga Ost nach der Winterpause auf dem Programm: Um 15 Uhr empfangen die Grün-Weißen unter ihrem Chefcoach Christian Rutz auf dem Rasenfeld im Rudolf-Harbig-Stadion den Tabellenvierten von FSV Offenbach. Die Gäste, von Co-Trainer Christian Starner betreut (Chefcoach Daniel Jahnke ist verhindert), kommen mit der Empfehlung eines Spitzenteams in das Leiningerland, das im letzten Testspiel den Verbandsligisten von FK Pirmasens II mit 3:1 besiegte.
Die derzeitige Ausgangslage: Die Südpfälzer liegen hinter dem Zweiten, SV Büchelberg (36 Punkte), und dem Dritten, TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim (35), als Vierter (34) noch sehr gut im Rennen um die Vizemeisterschaft. Tabellenführer Viktoria Herxheim dürfte mit 15 Punkten Vorsprung so gut wie Meister sein. Grünstadt nimmt den elften Rang ein. Vom möglichen ersten Abstiegsplatz (in dieser Saison können bei 17 Mannschaften fünf absteigen), trennen die Grünstadter nur zwei Punkte.
Trotzdem: Von einer Favoritenstellung aufgrund dieses Tabellenbildes will Offenbachs Spielleiter Michael Wachler überhaupt nichts wissen. „Grünstadt ist weitaus stärker als es die Tabelle zeigt, besitzt eine technisch und spielerisch erstklassige Mannschaft und dazu einen erfahrenen und ausgezeichneten Trainer.“ Zudem sei es das erste Spiel nach der Winterpause und da werde es für seine Elf alles andere als einfach, bei diesem Traditionsclub zu bestehen, verdeutlicht der Spielleiter. Die Offenbacher Mannschaft sei dennoch bereit und zuversichtlich. Co-Trainer Stamer könne personell aus dem Vollen schöpfen. Wachler: „Wir wollen gewinnen.“
Das gelte es unbedingt zu verhindern, hält VfR-Chefcoach Rutz dagegen. Seine Jungs befänden sich in der entscheidenden Phase der Saison und müssten nun unbedingt konstante Topleistungen bringen, um frühzeitig das Abstiegsgespenst zu verjagen. Rutz: „Ich nehme das Team nun in die Pflicht; in allen Restspielen bedeutet das für jeden meiner Akteure totale Bereitschaft, letzten Einsatz, Gier und Siegeswillen.“ Würde das realisiert, wäre sein Team nur schwer zu schlagen.
Rutz: „Wir treffen auf eine Spitzenelf, die eine sehr gute Vorbereitung absolvierte und einen gewachsenen Kader besitzt; Offenbach spielt um die Vizemeisterschaft und wird deshalb alles dransetzen, um bei uns erfolgreich zu sein.“ Der VfR-Trainer weiß, dass jede Begegnung nun ein Endspiel ist. So fordert er gegen Offenbach, das Hinspiel ging knapp mit 1:2 verloren, drei Punkte. Verzichten gegen die Südpfälzer muss Rutz auf die verletzten Florian Frank (Fußverletzung), Marvin Dell (Muskelprobleme) und Tobias Fath, der sich nach einem Bandscheibenvorfall wieder im Aufbautraining befindet. Nicht spielberechtigt ist das Nachwuchstalent Oliver Ziese, das in der Winterpause zum VfR Grünstadt wechselte, aber vom FV Freinsheim nicht freigegeben wurde. Das heißt, Freinsheim hat das Angebot des VfR, was die Höhe der Ablösesumme betrifft, nicht akzeptiert. Dadurch ist der 21-Jährige bis zum 30. Juni 2023 für den Landesliga-Spielbetrieb gesperrt. VfR-Manager Michael Kussmann: „Das tut mir für einen jungen Spieler, der unbedingt spielen möchte und gerne zu uns kam, sehr leid; Oliver wechselte trotzdem schon jetzt zu uns, die Zeit geht vorüber. Der FV Freinsheim wird dann keine Ablösesumme bekommen.“