Grünstadt Aber bitte mit Abstand: Wie eine Bank in Grünstadt Furore macht

Aber bitte mit Abstand: Lorena Nitsche aus Kirchheim und Pierre Kaiser aus Kallstadt auf der neuen Bank.
Aber bitte mit Abstand: Lorena Nitsche aus Kirchheim und Pierre Kaiser aus Kallstadt auf der neuen Bank.

Nein, man kann nicht behaupten, dass sich die Grünstadter von der Corona-Krise unterkriegen ließen. Die Fuzo-Sänger beispielsweise singen noch jeden Abend, Punkt 18 Uhr, die Europa-Hymne in der Hauptstraße. Melodisch, kräftig und mit reichlich Abstand.

Menschen, die sich mit dem anständigen Abstandhalten schwer tun, bekommen jetzt Nachhilfe: Am Alten Rathaus in Grünstadt steht seit Mittwoch DIE ultimative Abstands-Bank – gebaut von den Männern vom Bauhof, sponsored by den Stadtwerken. „Es war eine Schnapsidee von mir“, gibt Geschäftsführer Albert Monath offen zu. Eine Schnapsidee, an der allerdings ziemlich viele Leute ziemlich großen Spaß hatten: Die Mitarbeiter des Bauhofs haben den Geistesblitz mit viel Herzblut in 20 Arbeitsstunden umgesetzt, die Stadt hat der Bank unbürokratisch einen Standplatz zugewiesen – und die ersten Reaktionen, die Monath von seinen Kollegen und Bank-Fans in den sozialen Netzwerken erhalten hat, sind überwiegend positiv. Die Kosten von rund 1200 Euro überweisen die Stadtwerke an den Bauhof. Monath will humorvoll darauf hinweisen, dass trotz der Lockerungen das Abstandhalten immer noch wichtig ist, und er will die Moral der Leute auch in der Krise aufrecht erhalten. Vor allem aber geht es ihm darum zu beweisen, dass der Grünstadter an sich Humor hat. Das ist gelungen.