Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Wir über uns: Wie die RHEINPFALZ über die OB-Wahl berichtet

Auszählen müssen die Helfer unter Umständen zweimal: beim ersten Wahlgang am 25. Juni und bei einer möglichen Stichwahl zwei Woc
Auszählen müssen die Helfer unter Umständen zweimal: beim ersten Wahlgang am 25. Juni und bei einer möglichen Stichwahl zwei Wochen später.

Sicher ist bislang nur eins: Ab 1. Januar 2024 wird im Frankenthaler Rathaus ein neuer Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin das Sagen haben. Amtsinhaber Martin Hebich (CDU) tritt bei der Direktwahl Ende Juni nicht mehr an. Bislang bewerben sich drei Männer und eine Frau um seine Nachfolge. Die RHEINPFALZ wird den Weg bis zur Entscheidung mit unterschiedlichen Formaten und Instrumenten begleiten.

Eine Besonderheit der seit den 90er-Jahren als direkte Personenwahl organisierten Kür des Verwaltungschefs: Sie findet nur alle acht Jahre statt und damit viel seltener als Landtags-, Europa- und Kommunalwahlen (alle fünf Jahre) sowie Bundestagswahlen (alle vier Jahre). Kein Wunder also, dass Parteien und politische Gruppierungen einiges an Geld, Zeit und Aufwand investieren, um dieses wichtige Amt zu erobern.

Aber auch die Konstellation in Frankenthal ist besonders: Der aktuelle OB kandidiert aus persönlichen Gründen nicht für eine mögliche Wiederwahl. Von den bislang vier bekannten Bewerbern ist nur einer – CDU-Mann Bernd Knöppel – als Bürgermeister Teil des Stadtvorstands. Von der Konkurrenz hat SPD-Kandidatin Aylin Höppner als Fraktionsvorsitzende im Stadtrat die meiste kommunalpolitische Erfahrung. Nicolas Meyer von der FWG und der Grüne Immanuel Pustlauck sind (noch) echte Newcomer.

Start in die heiße Phase

Insofern sind der Kampf um die Stimmen der Frankenthaler und die eigentliche Wahl am 25. Juni inklusive der möglichen Stichwahl zwei Wochen später auch für die RHEINPFALZ-Lokalredaktion etwas besonderes: journalistische Herausforderung einerseits und große Chance andererseits, mit fundierter Berichterstattung etwas zur politischen Willensbildung in der Stadt beizutragen.

Parteien und Wählergruppen haben ihre Kandidaten zwar größtenteils schon im vergangenen Jahr nominiert und in den letzten Wochen außerdem deren Programme vorgestellt. Die heiße Phase beginnt allerdings jetzt – zwei Monate vor dem Tag der Entscheidung – erst so richtig. Wir begleiten sie mit verschiedenen Angeboten und Formaten: Die Vorstellung der Bewerber läuft bereits. Wir haben entschieden, sie dieses Mal nicht als klassisches Porträt anzulegen, sondern Interviews zu führen.

Diskussion am 17. Mai

Direkte Antworten auf direkte Fragen – das wird auch das Konzept der Podiumsdiskussion sein, zu der die RHEINPFALZ am Mittwoch, 17. Mai, 19 Uhr, ins Congress-Forum Frankenthal einlädt. Standpunkte, Ideen, Diskussionsstil und Auftreten aller voraussichtlich vier OB-Kandidaten miteinander vergleichen – dazu wird dieser Abend wohl die einzige Gelegenheit im gesamten Wahlkampf sein. Berichten werden wir über das Forum nicht nur in der gedruckten Zeitung, sondern auch in Form eines Live-Tickers und mit kurzen Statements, die Reporter unter den hoffentlich zahlreichen Besuchern sammeln.

Aber wer aus dem Bewerber-Quartett hat denn unmittelbar vor der Entscheidung die besten Chancen, die Mehrheit der Frankenthaler von sich zu überzeugen? Welche Themen beschäftigen die Bürgerinnen und Bürger am meisten? Antworten darauf soll eine Meinungsumfrage liefern, mit der RHEINPFALZ das Mannheimer Institut für Communication & Marketing-Research (CMR) für die Woche 22. bis 26. Mai beauftragt hat. Über die Ergebnisse werden wir direkt nach Pfingsten umfangreich berichten – im Blatt und auf rheinpfalz.de.

Stichwahl am 9. Juli

So wird das auch an den möglicherweise zwei Wahlabenden sein. Denn bei einem Bewerberfeld von bislang vier Kandidaten ist es durchaus wahrscheinlich, dass am 25. Juni keiner von ihnen die erforderlichen 50 Prozent plus eine Stimme für den direkten Durchmarsch sammelt – von der Möglichkeit, dass bis 8. Mai noch weitere Akteure auftauchen können, einmal ganz abgesehen. Das heißt: Am 9. Juli droht bei der Stichwahl ein weiterer langer und unter Umständen sehr spannender Abend – bis endgültig feststeht, wem die Frankenthaler das Vertrauen als OB schenken.

Der Autor

Jörg Schmihing (48) ist in Edigheim aufgewachsen, lebt in Friesenheim, arbeitet aber in Frankenthal – seit 2015 als Leiter der RHEINPFALZ-Lokalredaktion.

Seit 2015 Redaktionsleiter der „Frankenthaler Zeitung“: Jörg Schmihing.
Seit 2015 Redaktionsleiter der »Frankenthaler Zeitung«: Jörg Schmihing.
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