Fussball
Viele neue Gesichter an der Seitenlinie in den Staffeln der B-Klasse Rhein-Pfalz Nord
B-Klasse Rhein-Pfalz Nord – Nord
Eintracht Lambsheim
Beim Vierten der Vorsaison hat sich einiges getan. Der Trainer, Uwe Naßhan, ist neu. Und auch der Kader hat sich stark verändert. Weshalb der Coach die Erwartungen zunächst dämpft: „Wir müssen uns erst einmal finden.“ Viel Zeit, sich kennenzulernen, hatten die Spieler allerdings nicht. Durch einen Corona-Fall im Team musste die Mannschaft zwei Wochen lang mit dem Training aussetzen. Auch deshalb sind die Ziele nicht so hoch angesetzt, wie man vielleicht vermuten mag. Naßhan peilt vorerst den vierten Platz an, der die Qualifikation zur Aufstiegsrunde sichert. „Für den Aufstieg muss vieles passen“, meint der Trainer. Los geht es für Naßhan bei seinem Ex-Team TSV Eppstein am Sonntag (15 Uhr).
TSV Eppstein
Nachfolger Naßhans als Trainer beim TSV Eppstein ist Patrick Maginot, bis in die vergangene Runde noch feste Größe im Team auf dem Platz. Auch der 32-Jährige formuliert die Ziele des Teams vorsichtig. „Ich peile einen Platz im Mittelfeld an“, sagt er. In der vergangenen Saison spielte der TSV oben mit. Maginot ist der Meinung, dass die Staffel Nord-Nord deutlich stärker ist als die Nord-Süd-Gruppe. „Das Niveau der Teams in unserer Gruppe ist relativ ähnlich“, meint der Coach. Nach den ersten drei Partien könne man ablesen, wohin die Reise gehe. Saisonauftakt ist am Sonntag (15 Uhr) zu Hause gegen Eintracht Lambsheim.
Einen neuen Übungsleiter hat auch der TuS Dirmstein: Andreas Persohn löste mitten in der Vorbereitung Michael Schulze-Bodes ab. Persohn soll den Verein wieder in die A-Klasse führen. So hoffen die Verantwortlichen. Dieses Ziel möchte sich der neue Coach allerdings selbst nicht geben. Die Mannschaft sei taktisch und auch athletisch noch nicht auf dem Niveau, wie er es sich wünscht. „Wir haben gute Kicker, aber viel zu wenig Trainingszeit. So konnte ich das Team nicht richtig formen“, sagt Persohn. Zudem bestehe der Kader aus lediglich 15 Spielern. „Ein Platz im Mittelfeld ist realistisch. Ambitionen nach oben habe ich keine“, erklärt der Übungsleiter. Für ihn gilt es, die Abstiegsrunde zu vermeiden. Die ersten Punkte dazu kann der TuS am Dienstag (19.30 Uhr) bei der TSG Eisenberg II holen.
B-Klasse Rhein-Pfalz Nord – Süd
ASV Mörsch
Nichts mit dem Abstieg zu tun haben – das ist das klare Ziel von Mörschs Trainer Thomas Drescher. In der vergangenen Saison war der ASV Mörsch zum Abbruch der Runde auf dem vorletzten Tabellenplatz. Ein Grund dafür war auch die schwache Offensive. Lediglich 22 Tore schoss der ASV. Das soll sich unter anderem durch die Verpflichtung von Nicolas Böhnlein (SC Bobenheim-Roxheim II) und Christian Köhler ändern. „Wir haben gute Leute hinzubekommen“, freut sich Drescher auf seine sechs Neuen. Die dürfen am Sonntag (12.30 Uhr) beim SC Bobenheim-Roxheim II zum ersten Mal ihr Können zeigen.
DJK Eppstein II
Und noch ein neues Gesicht an der Seitenlinie: Carsten Krick hat Florian Vogel bei der DJK Eppstein II abgelöst. Und Krick bringt gleich mal 15 neue Spieler mit an die Ludwig-Wolker-Straße. Eine Position im gesicherten Mittelfeld soll es daher sein. Aber: „Ein Platz unter den Top vier wäre entspannter für alle“, sagt er. Die Staffel schätzt er als schwächere der beiden ein. Doch bereits in der Vorbereitung kamen die ersten Hiobsbotschaften. „Mit Wiktor Lassek und Jan Rothermel haben sich gleich zwei Stammspieler je einen Kreuzbandriss zugezogen“, berichtet der Trainer. Dennoch glaubt Krick an den Klassenverbleib. „Wir sind stärker als drei, vier andere Teams in der Liga.“ Auftakt für die DJK II ist am Sonntag (15 Uhr) bei der VT Frankenthal.
SC Bobenheim-Roxheim II
„Wir haben mit der Nord-Süd-Staffel die schwächere erwischt“, sagt Marius Heydasch. Der Trainer der zweiten Mannschaft des SC Bobenheim-Roxheim will mit seinem Team in die Aufstiegsrunde. Die Chancen dafür stehen gut, findet Heydasch. „Nur eine Mannschaft aus dieser Staffel stand in der vergangenen Saison vor uns.“ Und dennoch weiß er, dass das Vorhaben kein Selbstläufer wird. „Wir haben unsere besten drei Torschützen verloren. Da gibt es eine Lücke zu füllen“, erklärt Heydasch. Der SC habe aber auch gute Spieler hinzubekommen. Einer davon ist Jan Buzal (SV Weisenheim/Sand II), aber auch aus der Jugend kommen vier Spieler hinzu. Ob sie schon so weit sind, dass sie am Sonntag (12.30 Uhr) zu Hause gegen Mörsch ran dürfen?
TuS Flomersheim
„Wir haben eine gute Qualität und wollen uns in der Liga etablieren“, sagt Flomersheims Aufstiegstrainer Talip Tatar. Nach dem Aufstieg hat sich beim TuS einiges getan. Neun Neuzugänge habe man geholt, berichtet Tatar. Darunter ist ihm mit der Verpflichtung von Celal Yesil vom ESV Ludwigshafen aus der Bezirksliga ein kleiner Transfercoup gelungen. „Ich bin vom Kader überzeugt“, sagt Tatar. Sein Ziel sei nicht nur der Klassenerhalt, sondern unter die Top Vier zu kommen. Los geht’s für den TuS am Sonntag (15 Uhr) zu Hause gegen den VfR Frankenthal II.
Vatanspor Frankenthal
Die Saisonvorbereitung hatte sich Vatanspor-Chef Ferhat Ellek anders vorgestellt. Aufgrund des schlechten Zustands des Hartplatzes der Friedrich-Ebert-Schule wich der Klub auf das Gelände des ASV Mörsch aus. Doch dort hat Vatanspor alles andere als perfekte Bedingungen. „Wir müssen 500 Meter zum Platz laufen, dürfen dort nicht duschen, haben keine Toilette und können erst ab 20.30 Uhr auf das Feld“, hadert Ellek. Trotz der schlechten Vorzeichen schätzt er die Chancen, oben mitzuspielen, als gut ein. „Wir haben eine sehr starke Mannschaft und möchten um die ersten beiden Plätze mitspielen“, sagt Ellek. Saisonauftakt für Vatanspor ist am Sonntag (15 Uhr) auf dem Platz des ASV Mörsch gegen den SV Studernheim.
VT Frankenthal
„Die A-Jugend ist komplett hochgekommen“, sagt VT-Coach Sacha Kihm. Das bedeutet: Er hat viele junge Spieler und einen breiten Kader. „Und ein paar haben auch das Potenzial, in der ersten Mannschaft zu spielen.“ Wer das am Sonntag (15 Uhr) zu Hause gegen die DJK Eppstein II sein wird, da will sich der Übungsleiter nicht locken lassen. Er wolle mit seinem Team die Leistung der vergangenen Runde bestätigen und peilt das obere Tabellendrittel an. Als Favoriten hat Kihm aber eher den VfR Frankenthal II und Vatanspor Frankenthal auf dem Zettel. Mit der Einteilung der Staffeln ist er zufrieden. „Unsere weitesten Auswärtsspiele sind Eppstein und Flomersheim“, sagt Kihm und muss lachen. Er hoffe, dass durch die zahlreichen Derbys auch viele Zuschauer auf die Anlage kommen – natürlich unter Einhaltung der Hygieneregeln.
SV Studernheim
SV-Trainer Giuseppe Amato wäre lieber in der Staffel mit Ludwigshafener Teams gelandet. Die schätzt er als „besser zu bewältigen“ ein. Mit der Vorbereitung ist er auch nicht zufrieden: „Viele Schichtarbeiter, Verletzte“, klagt er. „Ich konnte nie die beste Mannschaft stellen.“ Am schlimmsten erwischt hat es den SV auf der Torhüterposition. Jan Mitsching sei eigentlich als Nummer 1 vorgesehen gewesen. Doch der Keeper habe einen Knorpelschaden. Und da auch Ersatztorwart Kevin Klitza verletzt ausfällt, muss am Sonntag (15 Uhr) gegen Vatanspor Frankenthal wohl Philipp Mehler zwischen die Pfosten. Amato hat den Torwart der vergangenen Saison mittlerweile zum Stürmer umfunktioniert. Jetzt müsse Mehler wieder ins Tor. Als Favoriten in der Gruppe hat Amato den VfR Frankenthal II und die VT Frankenthal auf dem Zettel. Ziel des SV sei es, unter die ersten Vier zu kommen.
VfR Frankenthal II
Viele Abgänge, viele neue Spieler – bei der Voraussetzung ist Matthias Mayer, Trainer des VfR Frankenthal II, zurückhaltend, was die Leistungsstärke seiner Truppe oder gar etwaige Favoritenstellungen angeht. „Wir haben in der Vorbereitung auch nicht alles gut gemacht“, sagt der Trainer. Der Kader sei groß und stehe. „In der Vorbereitung waren wir aber nie komplett“, sagt Mayer. Los geht’s für den VfR II am Sonntag (15 Uhr) beim TuS Flomersheim. „Das ist kein normaler Aufsteiger“, sagt Mayer. „Aber da wissen wir gleich mal, wo wir stehen.“ Mayers Ziel lautet, unter die ersten Vier und somit in die Aufstiegsrunde zu kommen. „Und gegen die direkten Konkurrenten wollen wir so viele Punkte wie möglich holen.“