Motorsport RHEINPFALZ Plus Artikel Motorsport: Team Schütz punktet in ADAC-GT-Masters-Serie

Im fünften Saisonlauf wäre für Marvin Dienst und Aidan Read von Startposition acht aus mehr drin gewesen als Platz 18.  Foto: AD
Im fünften Saisonlauf wäre für Marvin Dienst und Aidan Read von Startposition acht aus mehr drin gewesen als Platz 18.

Ein durchwachsenes Wochenende erlebte das Team Schütz Motorsport aus Bobenheim-Roxheim in der ADAC-GT-Masters-Serie auf dem österreichischen Red-Bull-Ring. Von Position acht aussichtsreich gestartet, reichte es am Samstag nach einem Ausrutscher von Marvin Dienst nur zu Platz 18. Dafür punkteten Aidan Read und Dienst im Mercedes-AMG GT3 am Sonntag, obwohl es zunächst gar nicht so gut ausgesehen hatte.

Von Frank Geller

Rookie Aidan Read tut sich im Qualifying in der „Liga der Supersportwagen“ noch immer schwerer als sein erfahrener Teamkollege Marvin Dienst. Am Sonntag reichte es für ihn nur zu Startplatz 28. Das Team setzte im Rennen auf einen frühen Boxenstopp und holte den Australier, der sich bis auf Position 24 vorgearbeitet hatte, bereits nach etwas mehr als 25 Minuten herein. Nach dem Fahrerwechsel startete Dienst eine furiose Aufholjagd, wobei der Lampertheimer auch von einigen Ausfällen und Strafen seiner Vorderleute profitierte.

Dass er noch zwei Meisterschaftspunkte holte, sorgte für einen versöhnlichen Abschluss des Wochenendes aus Sicht der Bobenheim-Roxheimer. „Das war eine tolle Leistung des ganzen Teams“, lobte Chef Christian Schütz, „besonders aber von Marvin, der trotz einer Durchfahrtsstrafe noch auf Platz 14 vorgefahren ist.“

Erneut schnellster Mercedes

Am Samstag war es für die Truppe genau andersherum gelaufen. Im Qualifying bewies Dienst einmal mehr seine Stärke. Er steuerte den Schütz-Mercedes auf den achten Startplatz und war damit erneut schnellster Mercedes-Pilot. Wieder lagen mehr als 20 Autos innerhalb einer Sekunde. „Der Wettbewerb ist so eng, dass man als Fahrer jede Kurve optimal treffen muss, um es im Qualifying nach vorne zu schaffen“, sagte Schütz.

Dienst verteidigte die gute Ausgangsposition im Startgetümmel. Kurz darauf rutschte der Lampertheimer aber von der Strecke und fiel auf Position 25 zurück. Mehr als Platz 18 war für ihn und Read im fünften Rennen der Saison nicht mehr drin. An der Spitze fuhren Nicolai Sylvest und Jens Klingmann (MRS GT-Racing) im BMW M6 einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Platz eins im Sonntagslauf sicherten sich Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer in der Callaway-Competition-Corvette, die in der Gesamtwertung Platz zwei einnehmen.

Führung in Juniorwertung

„Unsere Erwartungen wurden am Wochenende nicht ganz erfüllt“, bekannte Teamchef Christian Schütz. „Dafür haben wir wieder dazugelernt und blicken optimistisch nach vorne.“ Was ihn ebenfalls freut: „Marvin und Aidan haben ihren Vorsprung in der Juniorwertung ausgebaut.“ Dort führen Dienst und Read (jeweils 97,5 Punkte) das Tableau vor Max Hofer (89, Land Motorsport/Audi) und Jeffrey Schmidt (88, Mücke Motorsport/Audi) an. In der Gesamttabelle rangieren die beiden Schütz-Piloten aktuell mit jeweils 26 Zählern auf Rang 13. Meisterschaftsführende sind die Audi-Fahrer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde (HCB-Rutronik-Racing). In der Teamwertung liegen die Bobenheim-Roxheimer mit 32 Zählern auf Platz elf.

Auf dem Red-Bull-Ring standen am Wochenende auch in der neu aufgelegten Serie GT4 Germany die nächsten beiden Saisonläufe auf dem Programm. Für die Schütz-Piloten Markus Suabo und Alexander Woller lief es im Mercedes-AMG GT4 etwas besser als in den ersten zwei Rennen in Oschersleben. Sie landeten am Samstag auf Platz 14, am Sonntag erreichten die beiden dann den 15. Rang.

Im GT Masters steht nun eine Pause an. Die Saisonläufe sieben und acht werden am 10. und 11. August im holländischen Zandvoort ausgetragen.

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