Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Angeschlagene HSG Eckbachtal trifft auf Spitzenreiter SV Zweibrücken

Jochen Schloß (gelbes Trikot, hier im Spiel gegen Dillingen/Diefflen), stellt sich in den Dienst der Mannschaft, ist aber noch a
Jochen Schloß (gelbes Trikot, hier im Spiel gegen Dillingen/Diefflen), stellt sich in den Dienst der Mannschaft, ist aber noch angeschlagen. Foto: BOLTE

Die HSG Eckbachtal befindet sich in einer schwierigen Phase. Die letzten sechs Spiele gingen verloren. Nun wartet mit dem SV 64 Zweibrücken im nächsten Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) auch noch der bislang ungeschlagene Tabellenführer auf das Team von Trainer Thorsten Koch.

Koch findet vor der Partie deutliche Worte: „Was wir im Moment abliefern, ist nicht Oberliga-gerecht.“ Das Team befinde sich nach einem guten Saisonstart in einem Negativstrudel. „Uns fehlt derzeit die Leichtigkeit. Wir bringen einfach nicht die Leistung auf die Platte, die wir gerne bringen würden“, sagt Koch. Besonders ärgern ihn die beiden jüngsten Niederlagen in den Kellerduellen gegen den TuS Dansenberg II (16:26) und gegen Schlusslicht HC Dillingen/Diefflen (31:34). „Wir holen aktuell die wichtigen Punkte gegen die direkten Konkurrenten nicht. Das ist uns in der vergangenen Saison noch gelungen“, betont Koch.

Lichtblick Maximilian Schreiber

Die mauen Leistungen seien dabei nur zum Teil auf die vielen Verletzten zurückzuführen. Gegen Dillingen/Diefflen habe sein Team eine ordentliche erste Halbzeit gespielt, habe dann aber die Nerven verloren. „Wir haben die Angriffe unsauber ausgespielt, haben technische Fehler gemacht und uns viele Fehlabspiele geleistet“, hadert der Coach. Auch hinten sei wenig zusammengelaufen. „In der Abwehr haben wir mehrfach die Formation gewechselt, aber nichts hat gefruchtet.“

Ein Lichtblick sei mit acht Treffern Maximilian Schreiber gewesen. „Ihm fehlt im Rückraum derzeit aber der Partner“, meint Koch. Und mit Michael Betz fehle der Kopf des Teams. Carsten Wenzel und Jochen Schloß stellten sich in den Dienst der Mannschaft, beide seien aber noch angeschlagen. Thomas Betz sei glücklicherweise wieder dabei, könne aber aus beruflichen Gründen unter der Woche nicht trainieren. Kurzum: Die Situation bei der HSG Eckbachtal ist alles andere als rosig.

Ausgerechnet jetzt kommt der unangefochtene Spitzenreiter SV 64 Zweibrücken nach Dirmstein. „Sie sind auf allen Positionen sehr gut besetzt und spielen nahezu fehlerfrei“, sagt Koch. „Ich wüsste nicht, wer ihnen auf dem Weg zum Titel noch ein Bein stellen sollte.“ Angesichts der Situation im eigenen Team werde er sich hüten, vor der Partie Parolen auszugeben. „Wir werden sicher unser Bestes geben. Im Moment fehlen uns aber einfach die Mittel, um einer Mannschaft wie Zweibrücken gefährlich zu werden“, glaubt er.

Im Abschlusstraining werde er die Einheiten nicht nach dem Gegner ausrichten, erläutert Koch. „Mir geht es im Moment mehr darum, unsere eigenen Schwächen abzustellen. Es wäre schön, wenn wir wieder einmal über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung bringen könnten.“

Zweibrücken ohne Huber

„Dass die HSG bislang nur vier Punkte geholt hat, führt sicher nicht dazu, dass wir sie unterschätzen“, betont SV-Trainer Stefan Bullacher. Er verweist auf die 18:21-Niederlage in Dirmstein vor etwa einem Jahr. Die inakzeptable Leistung habe sich seinen Spielern nachhaltig ins Gedächtnis gebrannt. Verzichten muss er weiter auf Christopher Huber (Bänderanriss). Dass in Dirmstein nicht geharzt werden darf, spiele in der Vorbereitung keine Rolle, so Bullacher.

Einfacher wird es für die HSG auch nach dem Sonntag nicht. Als nächstes wartet dann der aktuelle Dritte SF Budenheim auf Eckbachtal. „Wir müssen diese beiden Spiele irgendwie überstehen, um dann mit einem volleren Kader in der Hinrunde noch ein paar Punkte zu holen“, sagt Koch.

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