Frankenthal
Familienmusical „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ begeistert im Congressforum
In dem rund zweistündigen Musical versammeln sich Träume, Melancholie und Witz, begleitet das Publikum den kleinen Jim mit seinem besten Freund Lukas und der Lokomotive Emma auf ihrer wundersamen Reise nach China und ins Drachenland. Zwei Millionen Besucher verzeichnet das Musical seit der Uraufführung vor fast 24 Jahren. Trotz seines Alters hat die Geschichte nichts von ihrem Glanz verloren, passt sie mit ihrer Moral von Freundschaft und Mut, mit denen man alle Hindernisse überwinden kann, doch mehr denn je in die aktuelle Zeit.
Vor allem aber verzauberte die Geschichte, entführte für knappe zwei Stunden aus dem Alltag in eine wundersame und wunderbare Welt. Zuerst in das beschauliche Lummerland, das so klein ist, dass sich sein Regent, König Alfons der Viertelvorzwölfte, um genügend Platz für die Inselbewohner sorgt. Als der kleine Jim Knopf heranwächst, der einst in einer falsch adressierten Kiste auf dem Eiland landete, stellt der König Jim und seinen Freund Lukas vor eine schwere Entscheidung. Für ein weiteres Haus, in das Jim irgendwann einmal ziehen werde, sei kein Platz auf Lummerland, meint der König. Auch weil die Insel voll mit Schienen für Lokomotive Emma ist. Somit fordert der König, dass entweder Jim oder die Gleise verschwinden müssen. Lukas, Jim und Emma machen sich noch in der Nacht auf den Weg und verlassen kurzerhand alle drei die Insel.
Von Lummerland ins Kummerland
Ihr Weg führt sie über das Meer nach China zur trauernden Königin, deren Tochter Prinzessin Li-Si vor über einem Jahr von einem bösen Drachen entführt worden war. Kein Held ließ sich bisher finden, der sie zurückbringen würde. Doch arglos, ohne Nachfragen erklären sich Jim und Lukas bereit, die Prinzessin zu befreien. Eine Flaschenpost weist ihnen den Weg durch die Wüste, wo sie auf den Scheinriesen Tur Tur treffen, bis ins sagenumwobene Drachenland. Dort zeigt ihnen der Halbdrache Nepomuk die Pforten zum Kummerland, in dem die böse Frau Mahlzahn entführte Kinder unterrichtet. Jim kann hier nicht nur Prinzessin Li-Si befreien, er erfährt auch, dass die Kiste, in der er einst auf Lummerland landete, eigentlich ins Kummerland hätte gehen sollen. Und auch die Heimkehr in die Heimat ist nun gesichert. Denn die zum guten bekehrte Frau Mahlzahn gibt Jim und Lukas den entscheidenden Tipp: Auf der Rückfahrt sammeln sie eine kleine Insel ein, nehmen sie in Schlepptau und binden sie an Lummerland an. Mit den Jahren werde das kleine Eiland dank eifriger Korallen anwachsen und genug Platz für den dann erwachsenen Jim und seine Familie bieten, so die Vorhersage von Frau Mahlzahn.
Why not setzt mit seinem Musical vor allem auf die Leistung der Schauspieler, Requisiten sind neben der schiebbaren Dampflok nur wenige zu finden. Nicht fehlen dürfen aber natürlich die zwei Berge, die das kleine Lummerland kennzeichnen. Aus ihnen werden im Drachenland mithilfe von Lichtprojektionen kurzerhand feuerspeiende Vulkane. Daneben setzt das Stück auf die Interaktion mit dem Publikum, das immer wieder zum Mitmachen aufgefordert wird, wenn sich beispielsweise Alfons der Viertelvorzwölfte mit einem dreifachen „Vivat“ begrüßen lässt.
Zehn Lieder eigens für das Musical
Neben den Schauspielern lebt das Stück aber vor allem von seiner Musik. Neben dem berühmten „Lummerland“-Lied haben der im Januar 2022 verstorbene Autor Christian Berg und Liedermacher Konstantin Wecker zehn Songs mit stimmungsvollen Melodien eigens für das Stück geschrieben. Dass die Werke aus ihrer Hand erfolgversprechend sind, haben sie in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen, denn neben „Jim Knopf“ stammen aus ihrer Feder weitere Familienmusicals wie etwa „Das „Dschungelbuch“ oder „Pinocchio“.