Serie „Mein erstes Spiel“ RHEINPFALZ Plus Artikel Bernd Knöppel über seine Premiere bei der TG Frankenthal

Bernd Knöppel auf dem neuen Kunstrasen auf dem Jahnplatz. Das erste Spiel sah er allerdings noch auf Naturrasen.
Bernd Knöppel auf dem neuen Kunstrasen auf dem Jahnplatz. Das erste Spiel sah er allerdings noch auf Naturrasen.

An sein erstes Hockeyspiel kann sich Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) noch gut erinnern. Es war in der Saison 1977/78 auf dem alten Hockeyplatz Ecke Franken-/Benderstraße. Die TG Frankenthal spielte gegen den HC Heidelberg und gewann mit 2:0 – auf Naturrasen.

Aufgewachsen ist Bernd Knöppel in der Colombes-Straße. Das ist nicht weit von dem alten, heute nicht mehr existierenden Hockeyfeld entfernt. Acht Jahre war er jung, als er erstmals ein Spiel besuchte. „Das war eine tolle Stimmung. Heiner Dopp hat ein Tor erzielt“, erinnert sich Knöppel in seinem Büro im Rathaus sitzend. Mit Freunden sei er fortan oft Gast bei der TG gewesen.

An große Spiele kann er sich erinnern: Das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1979 in Frankenthal, das die TG Frankenthal mit 2:1 gegen den DHC Hannover gewann. Es war der Start in die goldenen Jahre der TG. Im Jahr darauf verteidigte Frankenthal, erneut auf eigenem Platz, den Feldtitel gegen Schwarz-Weiß Köln mit 4:3 nach Verlängerung.

Keine Karte für Hallenendrunde 1980

Noch heute sind die fünf Hallentitel in Folge von 1980 bis 1985 eine Marke. „Leider habe ich für die Endrunde 1980 in der Frankenthaler Halle keine Karten mehr bekommen“, bedauert Knöppel noch heute. Immerhin gab es damals Ausschnitte im Fernsehen, die sich Knöppel anschaute.

Seine erste Hallen-Endrunde live sah der heutige Bürgermeister dann 1983 in Frankenthal. Das Endspiel gewann die TG mit 11:8 gegen den Berliner HC. „Die vier besten Mannschaften Deutschlands hier zu erleben, die tolle Stimmung in der Halle, das hat mich begeistert“, sagt Knöppel. Ein weiteres Top-Erlebnis mit dem Hockeysport: Ein Länderspiel gegen die damalige UdSSR mit der Nationalhymne zu Beginn und natürlich die Derbys gegen den Dürkheimer HC.

Technik, die begeistert

Die Technik war und ist es, die Bernd Knöppel an dem Spiel begeistert. Er hat sogar selbst probiert, Hockey zu spielen, war im Training. Aber er sei an der Technik gescheitert, räumt er ein. „Für mich war das nichts.“

Ein weiterer Anknüpfungspunkt für Bernd Knöppel war, dass er im Karolinen-Gymnasium (KG) eine Klasse mit dem ehemaligen TG-Stürmer Axel Schröder besuchte. Dieser habe Neuigkeiten von den Auswärtsspielen, bei denen er nicht dabei sein konnte, in die Schule getragen.

Kein Regelprofi

Nun ist Hockey von den Regeln her für Außenstehende nicht die einfachste Sportart. Da können ja selbst ehemalige Spitzenspieler am Spielfeldrand streiten wie die Kesselflicker. So mancher Schiedsrichter, der in Frankenthal ein Spiel leitete, wird ein Lied davon singen können. Er kenne die Regeln, „aber ein Regelprofi war ich nie“, sagt Knöppel. Wenn er am Platz ist, ist er Frankenthaler, auch wenn er dem Spielgeschehen heute etwas ruhiger folge. „Mit dem Alter wird man etwas zurückhaltender.“

Passend zu der Aussage bringt er zum Gespräch eher das kleine Zeichen der Verbundenheit mit dem Frankenthaler Hockeysport mit, ein kleines Accessoires. Ein Armband mit TG-Schriftzug. Bei allem Lokalpatriotismus erkenne er es jedoch immer an, wenn der Gegner besser sei, betont Knöppel.

Hockey und Schach

Etwa zum gleichen Zeitpunkt wie zum Hockey kam Knöppel zum Schach. Doch im Gegensatz zum Hockey feierte er hier schnell Erfolge und blieb auch dem Sport treu. Sein Glanzlicht in diesem Sport: die Schach-Olympiade 2008 in Dresden. Heute ist Knöppel Präsident des Pfälzer Schachbunds, dessen Gründung übrigens 1921 maßgeblich – mit dem Schachclub Ludwigshafen – vom Frankenthaler Schachklub betrieben wurde.

Knöppel wurde Rheinland-Pfalz-Meister der Jugend und war Mitglied der Schulmannschaft des KG. Beim Joggen, Radfahren und Laufen findet Bernd Knöppel heute Ausgleich.

Nach wie vor besucht er die Spiele der TG, wenn es die Zeit erlaubt. Aber auch Fußball interessiert ihn, und er taucht auch dort ab und an am Spielfeldrand auf. In Corona-Zeiten ist es ihm nach eigener Aussage ein Anliegen, den Mannschaften ihren Wettkampfsport zu ermöglichen.

Mit dem Armbändchen bekennt Bernd Knöppel Farbe.
Mit dem Armbändchen bekennt Bernd Knöppel Farbe.
Traf bei Knöppels Hockeypremiere: Heiner Dopp.
Traf bei Knöppels Hockeypremiere: Heiner Dopp.
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