Donnersberger Echo RHEINPFALZ Plus Artikel Was Sebastian Fitzek in den Löchern vom Moschellandsberg finden könnte

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Löcher: Gut aufpassen

In der Schule habe ich einmal ein interessantes Buch gelesen: „Löcher“ von Louis Sachar. Darin müssen Jugendliche, die eine Straftat begangen haben (die Hauptfigur Stanley Yelnats wurde allerdings zu Unrecht dorthin geschickt), in einem Camp in der Wüste jeden Tag Löcher graben. Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass das von den Betreibern gar nicht wirklich als Erziehungsmaßnahme gedacht ist, sondern dass diese auf einen Schatz aus sind, der dort irgendwo vergraben liegt. Ob sich in den Löchern, die immer mal wieder in Obermoschel auftauchen, auch ein Schatz befindet, darf aber wohl eher bezweifelt werden.

Schon seit mehreren Jahren werden im Moschellandsberg immer wieder Senkungen festgestellt. Im Februar 2020 bildete sich schräg gegenüber der Freilichtbühne ein Loch von etwas mehr als einem Meter Durchmesser und gut 1,50 Meter Tiefe – und das war nicht der erste Tagesbruch. Damals musste die Straße zu Burg und Sportplatz in ihrer Tragfähigkeit verstärkt werden. In den vergangenen Monaten wurden aufgrund der Senkungen immer wieder Probebohrungen veranlasst, um den Berg genau zu vermessen. Bei einer davon wurde eine gut 370 Kubikmeter große Höhle ausgemacht – direkt unter dem Festareal.

Grund für die Löcher sind übrigens Altlasten aus der Zeit, da auf städtischer Gemarkung Quecksilber zutage gefördert worden ist. Der Carolinastollen als größtes und am weitesten verzweigtes Zeugnis jener Bergbau-Vergangenheit bereitet bis heute Probleme. Was mit dem großen Hohlraum passiert, steht noch nicht fest. Und ein Schatz oder etwas ähnlich Spannendes, Abenteuerliches wurde bei den Bohrungen – zumindest bisher – auch noch nicht entdeckt.

Sebastian Fitzek: Gut zuhören

Apropos Spannung. Die soll Sebastian Fitzek, der am nächsten Mittwoch in Kirchheimbolanden aus seinem Thriller „Der Klang des Bösen“ liest, in den Donnersbergkreis bringen. Der berühmte Autor ist auf Einladung des Donnersberger Literaturvereins bei „Kibo liest und lauscht“ zu Gast. In seiner „Auris“-Buchreihe geht es um akustische Phänomene. Profiler Mathias Hegel klärt dabei Straftaten auf, indem er Stimme und Geräusche zum Profiling nutzt.

Die Besucher werden Phänomene von akustischer Täuschung auch selbst demonstriert bekommen. Und vielleicht kann Sebastian Fitzek aus seinem Besuch im Donnersbergkreis ja auch die eine oder andere Inspiration für ein neues Buch mitnehmen. Zum Beispiel über geheimnisvolle Funde im Moschellandsberg.

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