Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Viele Favoriten in der A-Klasse

Die Neuen und ihre Trainer beim SV Gundersweiler (von links): Sajoscha Basalyk (Trainer), Rico Strohm, Maurice Biefang, Valentin
Die Neuen und ihre Trainer beim SV Gundersweiler (von links): Sajoscha Basalyk (Trainer), Rico Strohm, Maurice Biefang, Valentin Melzer, Max Schädrich, Sascha Nabinger; Markus Schäfer (Trainer), Jonas Förtsch. Es fehlen:Patrick Traub, Christian Kötz, Niclas Christmann, Danny Sabadosch, Jerome Cornelius.

Einen starken zweiten Platz erreichte die Mannschaft des SV Gundersweiler bis zum Abbruch der vergangenen A-Klasse-Saison. Ob das Team in diesem Jahr an die gezeigten Leistungen anknüpfen kann, zeigt sich ab dem kommenden Wochenende. Die zweite Garnitur des TuS Rüssingen geht als Mitfavorit um den Titel ins Rennen. Ein Blick auf die Donnersberger A-Klassisten.

Insgesamt zwölf Neuzugänge kann der SV Gundersweiler in diesem Sommer vermelden – die meisten davon für die zweite Mannschaft, die wieder in der C-Klasse an den Start geht. Eine Verstärkung sieht Spielertrainer Sajoscha Basalyk, der sich den Job mit Markus Schäfer teilt, in Stürmer Rico Strohm und dem zentralen Defensivakteur Patrick Traub. „Da wir keine Abgänge haben, ist auch unser Kader gewachsen“, freut sich der 29-Jährige über mehr Optionen.

Nach dem deutlichen Viertelfinal-Aus im Kreispokal gegen die FCK-Portugiesen, testete der SVG erfolgreich gegen Dannenfels (10:9), Leiningerland (5:3) und Neuhemsbach (6:2). Eine Niederlage gab es beim ligagleichen SV Otterberg. Basalyk: „Das Ziel ist die Aufstiegsrunde, um auch dort oben mitzumischen. Für die Zukunft hoffen wir alle, dass die Runde nicht wieder unterbrochen oder abgebrochen wird.“

TuS Rüssingen II

Der TuS Rüssingen II will in der neuen Saison wieder um den Aufstieg spielen. Trainer Evandro Rachoni de Lima betont: „Wir wollen oben dabei sein. Der Aufstieg ist nicht einfach. Aber unsere Mentalität ist es, immer erfolgreich zu sein. Wir wollen unsere Position in den Top 5 halten.“ Das Team hat sich komplett verändert. „Durch Covid sind fast alle Spieler weggegangen. Wir mussten eine ganz neue Mannschaft bilden. Wir haben jetzt Spieler aus Frankreich, Portugal und England“, erzählt der Coach.

De Lima wird selbst als Torhüter dabei sein. Mit Kevin Bourreau, Bocar Baro oder Lucas Miguel spielen Akteure, die vor allem in der Offensive ihre Stärken haben. Steven Bourreau und Alexa Monteiro da Silva sowie Kaique Alves Gunella sollen die gegnerischen Abwehrreihen mit ihrer Spielweise ebenfalls beschäftigen. Neben de Lima haben die Rüssinger auf der Torwartposition mit Lewis Smith noch einen englischen Keeper.

Die Rüssinger gelten wieder als Favorit auf die Top-Platzierung. Doch wie sieht Evandro de Lima selbst die Konkurrenz: „Der SV Gundersweiler und die SG Appeltal sind sicher ganz harte Konkurrenten. Wer mich in der Vorbereitung sehr überrascht hat, war die SpVgg Gauersheim. Ich denke, diese Teams kämpfen um die Topplatzierungen. Wir wollen einfach die Aufstiegsrunde erreichen.“

SpVgg Gauersheim

Schon früh vor den gemeinsamen Einheiten animierte Spielertrainer Niko Rusterholz seine Mannen sich mit Laufeinheiten und lockerem Balltraining auf Betriebstemperatur zu bringen: „Die eigentliche Vorbereitung auf die neue Saison verlief dann bezüglich Beteiligung und Qualität überwiegend positiv.“ Getestet hat die Spielvereinigung reichlich: zwei Siege (4:2 beim ESV Ludwigshafen und 4:0 in Zellertal), ein Remis (1:1 gegen SW Mauchenheim) und zwei Niederlagen (0:3 beim TuS Steinbach II und 0:4 gegen Bobenheim-Roxheim). Durch einen 2:0-Auswärtserfolg beim B-Klassisten TSG Zellertal erreichten sie die nächste Runde im Kreispokal.

„Das Ziel wird ähnlich wie vergangene Saison sein. Wir möchten in die obere Hälfte der geteilten Klasse“, fordert Rusterholz einen Rang unter den ersten Fünf. Auf Platz vier (vier Siege, zwei Niederlagen) beendeten die Grün-Weißen die vergangene Runde. Der Kader, der im Sommer 2020 vor allem durch die Routiniers und Rückkehrer Andy Schröder und Florian Debus an Qualität gewann, konnte nochmals verstärkt werden. Unter anderem zog es Timo Kotysch wieder nach Gauersheim. „Wo wir stehen, wird man erst nach vier, fünf Spielen sagen können. Bekanntlich hilft ein guter Start in die Runde“, sagt Rusterholz, der weiß, dass mit TuS Rüssingen II direkt ein hartes Brett zum Auftakt gastiert.

SG Appeltal

An der Tabellenspitze mit einer Bilanz von sechs Siegen aus sieben Spielen lag die SG Appeltal in der vergangenen abgebrochenen Saison. „Gerade deshalb hätte ich mir eine bessere Vorbereitung gewünscht“, betont Spielertrainer Oliver Benz. Viele Urlauber, eine mäßige Trainingsbeteiligung und viele große Fehler in den verloren gegangenen Testspielen gegen die Bezirksligisten Alsenztal (2:3) und Rockenhausen/Dörnbach (0:3). „Das müssen wir definitiv unterbinden, sonst wird das eine sehr sehr schwere Saison. Es wurde deutlich, dass wir nicht fit genug sind, aber das wundert mich nicht“, verweist Benz auf das unzureichende Engagement seiner Spieler vor Rundenstart, den die SG mit unverändertem Kader angeht. Der ein oder andere Leistungsträger sei noch angeschlagen. „Wenn wir wieder eine gute Rolle spielen und in die Aufstiegsrunde kommen wollen, müssen wir noch ordentlich an uns arbeiten“, appelliert Benz, der sich das Spielertraineramt im nun dritten Jahr mit Kevin Kreis teilt, an sein Team.

TuS Göllheim

Jetzt also ein gleichberechtigtes Spielertrainer-Duo: Der verbandsligaerfahrene Daniel Ghoul kommt vom TuS Steinbach und fungiert bei seinem Heimatverein nun neben Daniel Fattler als Trainer. „Es ist eine sehr ausgeglichene Klasse. Jeder kann jeden schlagen. Das Ziel ist es in die Aufstiegsrunde zu kommen und somit nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“, sagt Ghoul. Rüssingen II, Ramsen und Gundersweiler sieht er als die Stärksten im Feld der Nord-Staffel. Auf gleich acht Neuzugänge, fünf davon aus der eigenen Jugend, können Fattler und Ghoul bauen. In Sachen Vorbereitung sind sie sich einig: „Zu Beginn war es eine gute Trainingsbeteiligung und in den Testspielen haben wir gesehen, was möglich ist. Durch die zuvor lange Pause kamen dann aber Verletzungen dazu.“ Jetzt hoffen sie darauf, dass zum Ligastart der Kader soweit komplett ist.

TuS Bolanden

An der Ausgangsposition im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich beim TuS Bolanden nicht wirklich etwas verändert. Den Klassenerhalt ruft Trainer Robin Reiß erneut aus. Angesichts der Bilanz von fünf Niederlagen aus sechs Partien in der abgebrochenen Saison und nun noch etwas dünnerem Kader: eine sehr schwere Mission. Vier Spieler, zwei verletzt und zwei im Ausland, werden noch auf unbestimmte Zeit fehlen, Neuzugang Nils Stremlow war noch gar nicht da. „Die Jungs, die da sind, ziehen gut mit, aber wir konnten noch nie so spielen, wie ich mir das von der Besetzung erhofft hatte“, verweist Reiß auf die fünf Testpartien. Es gab zwei Niederlagen (0:1 in Dirmstein, 0:4 gegen Flonheim/Lonsheim), einen Sieg (1:0 gegen Zellertal) und ein Unentschieden (2:2 gegen Albisheim). In letzterem habe sein Team ein gutes Spiel gemacht, allerdings sei die Chancenverwertung katastrophal gewesen.

SG Eiche Sippersfeld

Die große Zäsur beim FC Eiche Sippersfeld hat bereits vergangenes Jahr begonnen – auch durch den Zusammenschluss mit dem SV Lohnsfeld. In der Saison 2019/2020 noch gespickt mit Routiniers wie Tom Buhrmann, Jakob Siebecker, Christian Geißler oder Jonas Windecker, verfügt die SG nun über ein Durchschnittsalter von Anfang 20 Jahren. Einzig Eiche-Legende Marc Windecker, der im Dezember 33 wird, steht trotz langer Anreise von Mainz seinem Verein noch zur Verfügung. „Die Jungs sollen sich durchbeißen. Wir wollen sauber durch die Saison kommen“, betont Coach Christian Zapp. Studenten, Impfungen, Urlaube: „Im Training und in den Testspielen konnte ich dadurch immer nur einen gemischten Haufen aus erster und zweiter Mannschaft stellen.“ Beim Bezirksligisten ASV Winnweiler (5:3-Niederlage) verkaufte sich die SG sehr gut. Der Rest waren Tests gegen B- und C-Klassisten. Den Kader soll allen voran Nick Heilmann verstärken, der laut Zapp in der Innenverteidigung gesetzt ist.

TuS Ramsen

Durch den Einzug ins Kreispokal-Finale und die knappe 2:4-Niederlage gegen den SV Alsenborn hat der TuS Ramsen ein Zeichen gesetzt. Auch in den Testspielen (1:1 gegen Bezirksligist SG Finkenbach, 6:0 gegen VfR Grünstadt II) hinterließen die „Keiler“ aus dem Stumpfwald einen guten Eindruck. Dennoch spricht Coach Christian Bauer aufgrund von Urlaubern, verletzten oder kranken Spielern von einer „nicht optimalen Vorbereitung.“ Vier Neuzugänge, allen voran Rückkehrer Luca Heilmann, sollen den TuS auch qualitativ verstärken. „Das Ziel ist die Aufstiegsrunde. Es sind viele Mannschaften auf Augenhöhe, sodass die Tagesform und auch Glück mitentscheidend sein wird“, sagt Bauer, der mit der abgelaufenen abgebrochenen Saison (sieben Punkte aus acht Partien) nicht zufrieden war. „Wir mussten viele neue Spieler integrieren.“ Fast ein Jahr später scheint der TuS in der Spur zu sein – und bereit für die neue Saison.

SV Gundersweiler

Zugänge: Patrick Traub (SV Enkenbach), Rico Strohm (FC Otterbach), Marcel Strohm (ASV Winnweiler), Max Schädrich (TSV Dörnbach), Valentin Melzer (TuS Gerbach), Danny Sabadosch (SV Niederkirchen), Christian Kötz (SV Bergen), Maurice Biefang (TuS Ramsen), Jerome Cornelius (TuS Weinsheim), Sascha Nabinger, Niclas Christmann, Jonas Förtsch (ohne Verein); Abgänge: keine; Trainer: Markus Schäfer, Spielertrainer: Sajoscha Basalyk; Saisonziel: zu den besten Teams gehören; Meisterschaftstipp: Rüssingen II.

SpVgg Gauersheim

Zugänge: Timo Kotysch (TuS Steinbach), André Henn (nach Auszeit zurück), Paul Janssen, Leon Korell (eigene Jugend); Abgänge: Moritz Walldorf (TuS Ilbesheim); Spielertrainer: Niko Rusterholz; Saisonziel: Aufstiegsrunde; Meisterschaftstipp: Alsenborn.

SG Appeltal

Zugänge: keine; Abgänge: keine; Spielertrainer: Oliver Benz, Kevin Kreis; Saisonziel: Aufstiegsrunde; Meisterschaftstipp: Alsenborn.

TuS Göllheim

Zugänge: Daniel Ghoul (TuS Steinbach), Julian Oestreicher (VfR Kaiserslautern), Hakan Aslan (TSG Albisheim), Maxi Selz, Jonas Jacob, Benni Ellenberger, Felix Ulrich, David Jung (alle Jugend FJFV Donnersberg); Abgänge: Lukas Jörg, Christoph Fröhlich (beide TSG Kerzenheim), Richard Arnold, Hendrik Englert (beide SV Kirchheimbolanden); Spielertrainer: Daniel Fattler und Daniel Ghoul; Saisonziel: Aufstiegsrunde; Meisterschaftsfavorit: TuS Rüssingen, SV Gundersweiler.

TuS Bolanden

Zugänge: Nils Stremlow (SG Appeltal); Abgänge: Daniel Pryzopanski (TSG Albisheim); Trainer: Robin Reiß; Saisonziel: Klassenerhalt; Meisterschaftstipp: Rüssingen II, Ramsen.

SG Eiche Sippersfeld/Lohnsfeld

Zugänge: Nick Heilmann (TSG Eisenberg), Tim-Sebastian Kaiser (TuS Dirmstein); Abgänge: Alex Müller (Neuhemsbach); Trainer: Christian Zapp; Saisonziel: Klassenerhalt; Meisterschaftstipp: Rüssingen II, Gundersweiler, Alsenborn.

TuS Ramsen

Zugänge: Luca Heilmann, Maurice Basler (beide TSG Eisenberg), Deniz Demir (FC Leistadt), Alexander Simon (TuS Grünstadt); Abgänge: Arslan Cibikci (TSG Eisenberg), Leonardo Jukic (TuS Altleiningen), Sven Blässe (TuS Sausenheim), Trainer: Christian Bauer; Saisonziel: Aufstiegsrunde; Meisterschaftstipp: Alsenborn.

Die Saison in der A-Klasse

An der letztjährigen Aufteilung in zwei Gruppen hält der Südwestdeutsche Fußballverband (SWFV) auch für die Saison 2021/2022 in der A-Klasse Kaiserslautern/Donnersberg fest. Wie schon vergangenes Jahr bilden die acht Donnersberger Vereine zusammen mit der SG Niederkirchen/Morbach/Heiligenmoschel die Nord-Staffel. Die Süd-Staffel besteht aus sechs Kaiserslauterer Teams (Morlautern II, Erfenbach, Wiesenthalerhof, TSG II, VfR II und VfL), sowie den Mannschaften aus dem Landkreis Kaiserslautern aus Katzweiler, Otterberg, Alsenborn und Enkenbach. Somit sind auch wieder in der bis Ende November terminierten „Vorrunde“ reihenweise Derbys vorprogrammiert. Die jeweils fünf Bestplatzierten spielen dann die Aufstiegs- und die jeweils vier (fünf in der Süd-Staffel) Letztplatzierten die Abstiegsrunde. Es werden nur die Punkte mitgenommen, die gegen Mannschaften erzielt wurden, die ebenfalls in der Auf- beziehungsweise Abstiegsrunde sind. Somit kommt jedes Team auf 28 Saisonspiele. Die Saison wird bereits am heutigen Donnerstagabend (19.15 Uhr) in Gauersheim eröffnet. Die SpVgg empfängt dort den Mitfavoriten auf den Titel, den TuS Rüssingen II. Am Sonntag gastiert dann der TuS Ramsen beim TuS Bolanden, und die SG Appeltal empfängt in Gerbach die SG Eiche Sippersfeld/Lohnsfeld. Beide Partien werden um 15 Uhr angepfiffen. Die Partie SG Niederkirchen gegen SV Gundersweiler wurde auf den 14. Oktober verlegt (Anpfiff: 19 Uhr). Der TuS Göllheim ist spielfrei. Das Team des Trainer-Duos Daniel Fattler und Daniel Ghoul trifft am Sonntag, 22. August, 15 Uhr, auswärts auf den SV Gundersweiler.

Sicherer Rückhalt für sein Team und Trainer des TuS Rüssingen II: Evandro Rachoni de Lima.
Sicherer Rückhalt für sein Team und Trainer des TuS Rüssingen II: Evandro Rachoni de Lima.
Neuzugänge in Gauersheim (von links): Andy Schröder, Timo Kotysch, Paul Janssen, Andre Henn, Niko Rusterholz.
Neuzugänge in Gauersheim (von links): Andy Schröder, Timo Kotysch, Paul Janssen, Andre Henn, Niko Rusterholz.
Appeltals Spielertrainer Oliver Benz (rechts) im Laufduell mit dem Gauersheimer Philipp Lommel.
Appeltals Spielertrainer Oliver Benz (rechts) im Laufduell mit dem Gauersheimer Philipp Lommel.
Die Göllheimer Neuzugänge von links: (hinten) Kavin Koch, Julian Oestreicher, David Jung, Hakan Aslan, Daniel Ghoul, (vorne) Jon
Die Göllheimer Neuzugänge von links: (hinten) Kavin Koch, Julian Oestreicher, David Jung, Hakan Aslan, Daniel Ghoul, (vorne) Jonas Jacob, Lucas Armbrüster, Maximilian Selz, Felix Ulrich, Benjamin Ellenberger.
Robin Reiß (ganz links) beobachtet das Training seines Teams.
Robin Reiß (ganz links) beobachtet das Training seines Teams.
Christian Zapp (Zweiter von rechts), Trainer in Sippersfeld, will „gut durch die Saison kommen“.
Christian Zapp (Zweiter von rechts), Trainer in Sippersfeld, will »gut durch die Saison kommen«.
Ramsens neue Spieler (von links) Christian Bauer (Trainer) mit Alexander Simon, Maurice Basler und Deniz Demir. Nicht auf dem Fo
Ramsens neue Spieler (von links) Christian Bauer (Trainer) mit Alexander Simon, Maurice Basler und Deniz Demir. Nicht auf dem Foto ist Luca Heilmann.
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