Spiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel Steinbach gewinnt Kellerduell der Fußball-Verbandsliga in Fußgönheim

Fußgönheims Kapitän Emil Gerth (links), hier mit Steinbachs Felix Metzinger (Zweiter von rechts).
Fußgönheims Kapitän Emil Gerth (links), hier mit Steinbachs Felix Metzinger (Zweiter von rechts).

Der TuS 07 Steinbach hat das Kellerduell der Verbandsliga für sich entschieden. Das Tabellenschusslicht setzte sich verdient beim ASV Fußgönheim mit 2:1 (1:0) durch und schöpft noch einmal Hoffnung.

Der ASV Fußgönheim hätte als Drittletzter der Tabelle dieses Schlüsselspiel unbedingt gewinnen müssen, um den Anschluss an die vor ihnen stehenden Teams aus Rüssingen und Bretzenheim zu halten. Doch der Schuss ging am Ostersamstag vor 105 Zuschauern im Fußgönheimer Sportpark gehörig nach hinten los.

Ein enttäuschter, ja fast schon resignierter ASV-Coach Fisnik Myftari fasste die 18. Saisonniederlage wie folgt zusammen: „Meine Mannschaft hat zu wenig für den dringend benötigten Erfolg getan. Alles, was wir uns vorgenommen hatten, haben die Gäste aus Steinbach auf den Platz gebracht. Der unbedingte Wille zum Gewinnen mit der nötigen Aggressivität hat gefehlt. So wird das sicher nichts mit dem Klassenerhalt.“

Steinbach bestimmt von Beginn an das Spielgeschehen

„Die Partie für uns sehr wichtig und richtungsweisend“, hatte der Steinbacher Coach Christoph Heinrich vor der Partie klargemacht. Und so traten seiner Spieler auch auf und bestimmten von Beginn das Spielgeschehen auf dem Kunstrasenplatz des ASV. Das Team von Gästetrainer Heinrich zeigte die bessere Spielanlage und erarbeitete sich eine Reihe von Chancen. Der Aufwand wurde mit dem 1:0 durch Armen Hayrapetyan (27.) belohnt. Acht Minuten später hätte der TuS durch Stürmer Max Lukas sein zweites Tor erzielen müssen. Das verhinderte jedoch ASV-Keeper Marvin Gebhardt mit einer Glanzparade gegen den frei stehenden Angreifer. Ende der ersten Halbzeit kamen die Gastgeber durch einen Freistoß von Martin Amoako zu einer guten Torchance. Sein Freistoß ging nur knapp am Tor vorbei.

Auch nach der Pause kontrollierte Steinbach das Geschehen und hatte durch einen Pfostentreffer von Lukas Krautschneider Schusspech. Sein Kollege Max Lukas ließ wenige Minuten später Torwart Marvin Gebhardt beim 2:0 (55.) für die Gäste keine Chance. Zuvor hatte Krautschneider den entscheidenden Zweikampf gegen den nicht aggressiv genug verteidigenden Hakan Yildiz gewonnen. Im Abstiegskampf sollten die Spieler mehr Biss und Zweikampfhärte an den Tag legen. Sogar das 3:0 lag gegen die auf ganzer Linie enttäuschenden Fußgönheimer in der Luft.

Erst in der Schlussviertelstunde verstärkte der ASV seine Angriffsbemühungen. Da waren dann auch einige ansehnliche Aktionen dabei. Mehr als der Anschlusstreffer von Kapitän Emil Gerth in der Nachspielzeit (93.) kam allerdings nicht zustande. Über sein Tor freuen konnte sich der 22-jährige Verteidiger, der seit November die Binde trägt, jedoch nicht: „Eigentlich hatten wir nie eine richtige Siegchance. Ehrlich gesagt fehlt es in der Mannschaft an allen Ecken und Enden. Keiner macht, was er soll und wie es besprochen war. Führungsspieler, die mal das Heft in die Hand nehmen, sehe ich bei uns keine“, haderte er.

Neuausrichtung des ASV dringend nötig

Für den nun schon zum dritten Mal aushelfenden Trainer Fisnik Myftari wird in zwei Monaten beim ASV definitiv Schluss sein. „Der Verein wird sich dann ohne mich neu ausrichten und definieren müssen, wo und mit welchem Kader es sportlich weitergeht. Neue Strukturen müssen geschaffen werden. Aktuell gibt es keine Betreuer, keinen Co-Trainer, auch vieles andere fehlt. Das macht dann keinen großen Spaß. Hinzu kommt der sportliche Misserfolg“, schilderte der 36-jährige Übungsleiter die aktuelle Situation.

Steinbach bleibt nach dem ersten Erfolg nach zehn sieglosen Spielen in der Tabelle zwar weiter Letzter, schloss aber immerhin nach Punkten zum Vorletzten FC Speyer auf und liegt nun nur noch zwei Zähler hinter Fußgönheim. Da allerdings der TuS Rüssingen mit 3:1 beim SV Steinwenden gewann, beträgt der Abstand zum Viertletzten der Verbandsliga weiterhin acht Punkte.

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