Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga-Damen aus Zellertal und Winnweiler für Saisonabbruch

„Es gibt zurzeit Wichtigeres“, sagt Katharina Dinges.
»Es gibt zurzeit Wichtigeres«, sagt Katharina Dinges.

Näher, immer näher kommt der Deutsche Tischtennisbund dem Saisonabbruch. In der vergangenen Woche wurde die Saisonfortsetzung erneut nach hinten geschoben. Für die Oberliga-Damen der TSG Zellertal und des TTC Winnweiler steht nun fest, wie die Saison verlaufen könnte.

„Ich würde am liebsten die ganze Runde annullieren und alles auf Null stellen“, sagt Zellertals Mannschaftsführerin und Sportwartin des Vereins Silke Ermel. „Es war schon nicht besonders prickelnd, im Herbst zu spielen, auch wenn wir froh waren, überhaupt wieder in die Halle zu dürfen und ein bisschen trainieren können“, sagt sie. „Meines Erachtens ergibt das keinen Sinn, die Saison durchzuspielen. Unter den Hygienevorschriften würde es auch keinen Spaß machen“, schlägt Winnweilers Kapitän Katharina Dinges in die gleiche Kerbe.

Der Pfälzische Tischtennisverband (PTTV) beschloss Anfang vergangener Woche, dass die aktuelle Spielrunde bis Ende Februar ausgesetzt wird. Der PTTV teilte mit, dass er „ ... in den nächsten Tagen darüber beraten werde, welcher Starttermin für die ohnehin auf eine Halbrunde gekürzte Saison in Frage kommt.“ Auch der Deutsche Tischtennisbund (DTTB) plant, wie es in den Spielklassen von der Oberliga, in der auch die Damen aus Winnweiler und Zellertal in der Südwest-Staffel aktiv sind, bis hin zur Ersten Bundesliga, weitergehen kann. Die weit nach hinten geschobene Entscheidung wurde auch damit begründet, dass der Bundesverband die Entscheidung der Politik in Bezug auf das Coronavirus abwarten wollte.

Spielpause in jedem Fall bis März

Daraufhin teilte der Spielleiter der Oberliga Südwest Michael Binz mit, dass die Unterbrechung des Spielbetriebs der Regional- und Oberligen Damen/Herren bis zum 28. Februar dieses Jahres verlängert wird. Bislang war geplant, die Spielrunde ab dem 20. Februar in Form einer Einfachrunde weiterzuführen. Die neue Vorgehensweise des DTTB führt dazu, dass von den vier ausstehenden Partien der Zellertaler das Spiel gegen den TTC Riedelberg abgesetzt wurde. Beim TTC Winnweiler sind gleich drei Partien abermals verschoben worden.

„Bis 8. März wird das DTTB-Präsidium zudem eine Entscheidung treffen und kommunizieren, ob die Aussicht besteht, die Spielzeit 2020/2021 in der Form fortzusetzen, dass die noch ausstehenden Mannschaftskämpfe der bereits beschlossenen Einfachrunde bis zum 9. Mai ausgetragen werden oder alternativ die Spielzeit 2020/2021 abgebrochen wird“, berichtet der DTTB in einer der RHEINPFALZ vorliegenden Mitteilung an die Vereine. Der Verband plant dazu, bis zum 9. Mai möglicherweise Blockspieltage in Betracht zu ziehen. Diese beinhalten mehrere Mannschaftskämpfe verschiedener Teams an einem, möglicherweise neutralen Ort. Das könnte mehr als zwei Spiele an einem Samstag und Sonntag für einzelne Mannschaften bedeuten. Somit würde auch möglicherweise das Heimrecht für die betroffenen Teams entfallen. Als Termine für die Blockspieltage stehen der 24. und 25. April, 1. und 2. Mai, sowie der 8. und 9. Mai im Raum.

Idee der Blockspieltage kommt nicht gut an

„Ich würde mir das wahnsinnig anstrengend vorstellen. Wir haben fast ein Jahr lang kaum mehr Tischtennis gespielt“, sagt Winnweilers Dinges, die zurzeit ein Maschinenbau-Studium absolviert. Ihre Mannschaft war von den Hallenschließungen besonders betroffen, da der TTC erst nach den Sommerferien wieder in die Halle durfte. Später als manch anderer. „Dann sind noch mehr Leute in einer Halle. Ich bin nicht dafür, so zu spielen“, sagt Zellertals Ermel und fragt sich nach dem Sinn der Veranstaltung. „Wer hat denn so eine große Halle? Ist es sinnvoll mit so vielen Personen in einer Halle zu seine? Das ist mir zu viel hätte, aber und überhaupt. Das ergibt keinen Sinn.“

Der Meldetermin für die kommende Spielzeit 2021/2022 wird unterdessen auf den 15. April verschoben. „Sollte nach Ende dieser Frist die Sollstärke einer Bundesliga-Gruppe nicht erreicht werden, ist es weiteren Vereinen, die das Recht auf den Direktaufstieg erworben haben oder im Zuge der Auffüllreihenfolge für die nächsthöhere Spielklasse berücksichtigt werden würden, möglich, genannte Teilnahme- und Verpflichtungserklärung bis zum 15. Mai 2021 einzusenden“, teilt der DTTB mit.

Zellertal erteilt weiterem Aufstieg eine Absage

„Wir hatten das Abenteuer noch mal in der vergangenen Saison gemacht. Jetzt ist Schicht im Schacht. Wir werden nicht aufsteigen“, erklärt Ermel, deren Mannschaft nach drei Spielen die Tabelle anführt. Winnweiler ist aktuell Schlusslicht der Oberliga. „Ob wir absteigen, wäre schlichtweg egal. Da gibt es zurzeit Wichtigeres. Wir spielen alle nur zum Spaß“, fügt die 27-jährige Dinges an.

„Ich würde am liebsten die ganze Runde annullieren und alles auf Null stellen“, sagt Silke Ermel.
»Ich würde am liebsten die ganze Runde annullieren und alles auf Null stellen«, sagt Silke Ermel.
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