Fussball
Saisonbilanz: TuS Friedelsheim in der B-Klasse-Abstiegsrunde auf Platz drei
„Ich bin froh, dass ich vor einem Jahr den Weg nach Friedelsheim eingeschlagen habe. Das war der richtige Schritt, weil ich da als junger Trainer viel gelernt habe“, sagt Wrede. Der Allrounder, der 2020 als Abwehrspieler mit dem SV Südwest Ludwigshafen in die Landesliga Ost aufgestiegen ist, übernahm in Friedelsheim zunächst das Reserveteam und im Spätherbst die erste Mannschaft. Der 29-jährige Hans-Dampf-in-allen-Gassen hat in Friedelsheim viel bewegt und fühlt sich wohl im Verein. „Beim TuS bin ich sehr glücklich und mache gerne weiter“, betont Wrede.
Der Trainer spielt überall
Der Filialleiter eines Supermarkts, der demnächst zum Bezirksleiter aufsteigen soll und eine einjährige Tochter hat, war mit dem Verlauf der Abstiegsrunde zufrieden. „Platz drei ist okay, er entspricht nüchtern betrachtet unserem Leistungsvermögen“, erklärt der Spielertrainer. Wrede stopft Lücken und „spielt da, wo einer fehlt“. Der gelernte Stürmer rutschte nach seiner Juniorenzeit immer ein Stückchen weiter nach hinten und sieht sich heute als Torvorbereiter. „Am liebsten spiele ich auf der Zehn oder übernehme den offensiven Part in einer Doppelsechs“, informiert Wrede. Er ist ein extrovertierter Typ, der auf dem Platz das Spiel gerne an sich reißt.
In der Abstiegsrunde erwies sich Friedelsheim als sehr auswärtsstark und holte aus vier Partien auf fremdem Gelände zehn Punkte. Zu Hause lief es allerdings nicht besonders. Nur ein Heimsieg sprang heraus. „Obwohl wir in jedem Spiel getroffen und in acht Begegnungen 24 Treffer erzielt haben, sind die Mängel im Abschluss groß. Wir spielen uns Möglichkeiten im Überfluss heraus, nutzen aber zu viele klare Chancen nicht“, moniert Wrede. Um für Abhilfe zu sorgen, hat er den erfahrenen Patrick Wetzler aus der Innenverteidigung in den Angriff beordert, wo der lange Wetzler früher schon spielte. Dort sei er dank seiner Kopfballstärke vor allem bei Standards schwer zu verteidigen. „Patrick ist regelrecht aufgeblüht und fühlt sich vorne wohler“, hat der Spielertrainer erkannt.
Zu viele Gegentreffer
Ein Glücksgriff sei der 19-jährige Aleksander Gajic gewesen. Er ist ein junger, entwicklungsfähiger Außenstürmer, der an vielen Toren des TuS beteiligt war. „Ich bin froh, dass er geblieben ist. Ihn muss man nur ab und zu auf dem Boden halten“, verdeutlicht Wrede. Eine gute Saison bescheinigt er auch Adriano Quagliata, ein kampfstarker Balleroberer mit einem unbändigen Willen, der vornehmlich im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommt, aber auch als Innenverteidiger seinen Mann steht. Gajic und Quagliata beförderte Wrede aus der „Zweiten“ ins B-Klasse-Team. Zu nennen sind sicher auch Dennis Mammes, der zu Beginn der Aufstiegsrunde ausfiel, und Sven Schmidt, der erfolgreichste Torschütze. „Ganz wichtig ist auch, dass es uns gelungen ist, Nicolas Deimel zu halten“, sagt Wrede. Der Innenverteidiger sei ein Stabilisator der Defensive, bei der es angesichts von 17 Gegentreffern jedoch Steigerungsbedarf gibt.