Hockey
Herren des Dürkheimer HC wanken, siegen aber gegen TG Worms
„Sehr positiv, dass die Mannschaft so eine Reaktion gezeigt hat,“ freute sich DHC-Trainer Andreas Schanninger nach dem Spiel. Nach der Spielpause sei seine Mannschaft nicht in den Rhythmus gekommen. Nach der 2:0-Pausenführung stand es zu Beginn des letzten Viertels Unentschieden, doch die Dürkheimer erzielten innerhalb von vier Minuten drei Tore und entschieden das Spiel so für sich. Dass sei in den letzten Jahren oft anders gewesen, befand Dominik Mehrain, der viel fürs Offensivspiel tat. „Wir haben es gut gemacht, sind aber ein bisschen aus dem Konzept geraten. Schön dass wir so zurückgekommen sind,“ zog auch er ein positives Fazit.
In der ersten Halbzeit hatte der DHC den Gegner im Griff. Nach anfänglichem Abtasten erzielte Neil Schroer nach guter Vorarbeit von Noah Brumm und Frederick Boettger das erste Tor (14.) für die Hausherren. Worms stand wie üblich tief, suchte sein Glück in gelegentlichen Kontern. Die größte Chance in der ersten Hälfte hatten die Gäste nach einem Angriff über Janis Heyne und Oscar Kühn, aber DHC-Keeper Alexander Riedle verhinderte da noch den Ausgleich. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff erhöhte Mehrain auf 2:0. Im dritten Viertel hatten die Dürkheimer eine Reihe guter Chancen, brachten den Ball aber nicht an Worms wachem Torhüter Tim Bachmann vorbei.
Das sollte sich rächen. Oliver Schnerch verkürzte Ende des dritten Viertels durch Siebenmeter auf 1:2, kurz nach Beginn des letzten Viertels gelang Heyne bei einer Ecke der von den Gästen umjubelte Ausgleich. „Bei beiden Toren hatten wir den Ball schon unter Kontrolle,“ haderte Schaninnger damit, dass die Abwehr nicht vernünftig klären konnte. Bei der Ecke sei bekannt gewesen, wo der Schütze hinschieße, monierte der Trainer.
Doch die Dürkheimer zeigten Reaktion. „Ein bis zwei Minuten nach dem 2:2 hat man gemerkt, dass allen bewusst geworden ist, dass wir uns sämtliche Chancen auf den Aufstieg verspielen, wenn wir das Spiel nicht noch holen,“ sagte Leon Franken, der drei Minuten nach dem Ausgleich den erneuten Führungstreffer erzielte. „Das Tor kam ein bisschen aus dem Nichts,“ befand der Stürmer. Christopher Matz hatte den Ball mit einer letzten Bewegung zu Franken rübergelegt, der diesen volley annahm und im Tor versenkte. Er habe zunächst gedacht, der Ball gehe über das Tor, „aber zum Glück blieb er unter der Latte,“ grinste Franken, der über das wichtige Tor glücklich war. Hilfreich war in dieser Situation, dass die TG Worms fünf Minuten in Unterzahl spielte, weil sich Harjot Singh Maan wegen wiederholtem Foulspiel eine Gelbe Karte abgeholt hatte. Denn nur eine Minute nach Frankens Tor traf Kapitän Matz dann selbst zum 4:2. Damit war bei den Wormsern die Luft raus, Marius Behret machte drei Minuten später mit dem Treffer zum 5:2 alles klar.
Warum das Spiel zwischendurch gekippt war, vermochte Ben Fickeisen, der viele Wormser Angriffe abfangen konnte, nicht erklären. „Vielleicht sind wir zu ungeduldig geworden,“ sagte der Innenverteidiger. Seinem Fuß gehe es wieder gut, strahlte er nach anstrengenden 60 Minuten, Fickeisen hatte erst zu Beginn der Woche wieder mit dem Training begonnen.
„Positions- und Umschaltspiel waren nicht gut,“ bemängelte Schanninger, das habe sein Team bisher ausgezeichnet. Aber am Ende sei das Ergebnis wichtig: „Es zählen die drei Punkte, damit können wir den Aufstiegskampf offenhalten,“ sagte der Coach. Nun komme das Spiel in Alzey. Mit einem Sieg im Nachholspiel am Donnerstag um 20 Uhr bei den Rheinhessen kann der DHC in der Tabelle an TEC Darmstadt vorbeiziehen und sich auf Rang zwei verbessern. Die Darmstädter hatten am Samstag mit 5:1 gegen den Rüsselsheimer RK verloren und sind damit wohl aus dem Aufstiegsrennen raus.