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Freitag, 18. Januar 2019 Drucken

Bad Dürkheim: Lokalsport

Der Spaß ist zurückgekehrt

Zwischenbilanz (12): Mieserabler Start des TV Gönnheim – Nach Trainerwechsel zieht Team wieder besser mit

Von Thomas Leimert

Hat nach sieben Spielen vom zurückgetretenen Mirko Müller übernommen: Nils Stetter, der zuvor Co-Trainer beim TV Gönnheim war.

Hat nach sieben Spielen vom zurückgetretenen Mirko Müller übernommen: Nils Stetter, der zuvor Co-Trainer beim TV Gönnheim war. ( Foto: tvl)

«GÖNNHEIM.» Der TV Gönnheim hat eine unbefriedigende Hinserie in der Fußball-C-Klasse Rhein-Mittelhaardt West auf Rang zehn abgeschlossen. Zudem trat Trainer Meiko Müller zurück und machte dem vormaligen Co-Trainer Nils Stetter Platz. Im Herbst hatte der TVG den plötzlichen Tod eines Spielers zu betrauern.

Die Gönnheimer erwischten einen miserablen Start. Die ersten sieben Partien gingen bei einem Torverhältnis von 8:28 verloren. Dabei war auch die Partie beim Nachbarn SV 1911 Bad Dürkheim, zu der der TVG nicht antrat, weil zu wenige Spieler zur Verfügung standen. Nach der 1:5-Niederlage beim FV 21 Haßloch Ende September war für Trainer Meiko Müller nach vierjähriger und lange erfolgreicher Tätigkeit Schluss. Er trat zurück.

Müller nannte zu geringe Trainingsbeteiligung und Einstellungsmängel als Grund für seine Demission. Trotz diverser Gespräche habe sich keine Besserung eingestellt, Müller war frustriert. „Ich habe mir die Frage gestellt, wie es erst sein wird, wenn die Witterung und die Platzverhältnisse schlechter werden“, sagte der Coach damals. Der Ist-Zustand ließ sich in dieser Phase mit „kein Training bedeutet keine Kraft und Kondition und somit keinen Erfolg“ ganz gut beschreiben. Müller betont allerdings, dass sein Rücktritt nichts mit dem Tabellenstand zu tun habe.

Das Kernproblem, das Müller bereits im Sommer angesprochen hat, ist der viel zu dünne Kader. Das sieht auch Co-Trainer Nils Stetter so, der sein Nachfolger wurde. „Wir haben uns zusammengesetzt und es ist uns gelungen, den einen oder anderen Akteur zurückzuholen oder neu zu motivieren“, berichtet der 38-jährige Abwehrspieler Stetter von einer interne Aussprache, die offensichtlich gefruchtet hat. „Die Spieler haben mir versprochen, öfter ins Training zu kommen“, erklärt der Coach. Das ist nach Angaben Stetters, der an einem Schlüsselbeinbruch laborierte, auch eingetreten. „Es hat sich etwas getan. Die Trainingsbeteiligung ist gestiegen und der Spaß ist zurückgekehrt“, sagt der Übungsleiter.

Das hängt sicher auch mit den besseren Resultaten zusammen. Zunächst gab es zwei Unentschieden gegen TuS Niederkirchen II (0:0) und SG Neidenfels/Lambrecht (1:1). Und nach der 2:4-Niederlage gegen die SG Forst/Ruppertsberg II verbuchten die Gönnheimer mit dem 1:0 bei der TSG Deidesheim III am 11. November den ersten Saisonsieg. Dieser Erfolg gab der Mannschaft offenbar Auftrieb, denn vor der Winterpause wurden auch die Partien gegen TSV Königsbach II, als im achten Anlauf mit 2:1 der erste Heimsieg gefeiert wurde, und beim FC Hambach II (2:1) gewonnen. Dazwischen lag die schlechteste Leistung unter Stetter, als der TVG beim ASV Esthal nach vorne zu behäbig oder nicht zwingend genug agierte und beim 0:4 chancenlos war.

„Wir wussten, dass die Westgruppe stark sein wird und wir realistisch betrachtet keinen Platz im ersten Drittel erreichen werden. Dennoch hatten wir uns den Saisonverlauf anders vorgestellt“, räumt der neue Coach ein. Mut mache die sichtbare Leistungssteigerung, die dafür gesorgt habe, dass der TV Gönnheim wieder wettbewerbsfähig ist. Stetters persönliche Bilanz ist positiv und kann sich sehen lassen: Von sieben Partien wurden drei gewonnen, zwei verloren und zweimal wurden die Zähler geteilt.

„Mein Co-Trainer Oliver Bangert und ich haben sicher etwas bewegt. Jetzt kommt es darauf an, eine gute Vorbereitung hinzulegen, um in der Rückserie weitere positive Ergebnisse einzufahren“, blickt Stetter nach vorne. Die Zukunft wird zeigen, ob der Formanstieg von Dauer ist oder nur ein Strohfeuer war. Ziel sei es, vielleicht den achten Platz zu erreichen, was schwer genug werden wird. Der Trainer will in der kommenden Saison weitermachen. Ob es so kommt, hat das Team selbst in der Hand.

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