Abseits RHEINPFALZ Plus Artikel Wohl dem, der gleich zwei klasse Torjäger hat

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SVN: Klammheimlich nach oben geklettert

Na, das lässt sich doch gut an für den SVN Zweibrücken. Die Mannschaft von Trainer Andreas Hergert hat in der A-Klasse noch eine blütenweiße Weste und sich mir nichts, dir nichts in der Tabelle nach vorne geschoben. Auf Platz zwei hinter Aufsteiger SC Busenberg liegt das Team von der Hofenfelsstraße, nachdem der FC Fischbach mit 5:2 geschlagen wurde. „Wir sind glücklich, aber nicht überrascht“, meint Hergert, nachdem die Punkte sieben bis neun aufs Konto der Blau-Weißen wanderten.

Die Neuzugänge vor der Saison ließen es schon vermuten, dass Hergerts Truppe oben mitspielen wird. Mit Diego-Santo Enache von der SG Knopp/Wiesbach und Joshua Penth (Borussia Neunkirchen) kamen zwei hochklassig erfahrene Spieler zum SVN. Gespielt haben beide bereits, Schlüsselspieler sind sie allerdings noch nicht. Vielmehr sind Stephan Grauer und Helmand Mohammad mit je vier Saisontreffern aufgefallen, beide trugen auch gegen Fischbach in die Torschützenliste ein.

Doch Hergert bleibt wie gewohnt cool und abwartend. Er will trotz des klasse Starts keine falschen Hoffnungen schüren, das Ziel war nicht unbedingt der Aufstieg. Mit verdecktem Optimismus heißt es bei ihm: „Wir wollen, so gut es geht, oben mitspielen.“ Dass Hergert mal gerne in die Bezirksliga aufsteigen würde, ließ er allerdings schon durchblicken.

Interner Torwettstreit beim TV Althornbach

Wer schießt beim B-Klasse-Klub TV Althornbach mehr Tore? So heißt wohl der Wettbewerb zwischen Tobias Früauf und Marius Müller. Derzeit führt Müller, ein Goalgetter quasi kraft seines Nachnamens, die Torschützenliste knapp mit zehn Treffern vor Früauf an. Den entscheidenden Vorsprung erarbeitete sich Müller aber nicht beim 9:1-Sieg gegen die SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken II am Wochenende. Da nämlich hatte Früauf die Nase vorn, traf viermal und stach Müller aus, der „nur“ drei Tore erzielte. Betrachtet man die letzten Jahren ist die Torquote der beiden nicht Ungewöhnliches, sie waren immer vorne mit dabei. Beide trainieren sehr gut, sind oft im Training vor Ort.

Und bei allem Respekt: Früauf geht dem 40. Lebensjahr entgegen. Es läuft aber im Moment. Er tut alles dafür, auch wenn montags die Knochen wehtun. „Er ist für andere Spieler ein Motivator und zieht seine Mitspieler mit“, lobt ihn TVA-Trainer Michael Greinert. Mit seinem Nachfolger Marius Müller (26) spielt Früauf schon jetzt zusammen. „Es treten immer Vereine an Müller heran. Von seiner Qualität ist er heiß begehrt. Es passt für ihn aber alles bei uns“, sagt Greinert zufrieden.

Ach ja, sind die anderen Spieler nun arbeitslos, wenn die beiden Stürmer so oft treffen? „Wir haben viele Spieler, die torgefährlich sind und die Tore schießen können. Zurzeit stehen aber Müller und Früauf vorne und machen die Chancen weg“, erklärt Greinert und freut sich über seine treffsichere Offensive.

Erst hoch auf die Terrasse, dann Abbruch

Die Gebietsspruchkammer wird sich auch der C-Klasse-Partie TSG Mittelbach-Hengstbach gegen FC Hengsberg widmen. Die TSG führte am Sonntag nach einer Stunde mit 4:1, als sich zwei Spieler aus nicht näher bekannten Gründen in die Haare gerieten. Es soll sich dabei um den Mittelbacher Benjamin Fagbuyi und den Hengsberger Robin Köhler gehandelt haben. Fagbuyi habe, so Hengsbergs Spielertrainer Hans-Peter Schumacher, Köhler sehr derb beleidigt und dabei auch Köhlers Vater mit einbezogen haben. Dieser habe sich dann mit Fagbuyi angelegt.

In der Folge fielen dann laut TSG-Spielertrainer Christian Arnold „ein paar unfreundliche Worte zwischen Schiedsrichter und Zuschauern“. Referee Joshua Forsch habe, so Schumacher, die Zuschauer schließlich vom Platz „hoch auf die Terrasse “ geschickt. Forsch habe dann die Partie für abgebrochen erklärt, jedoch gleich darauf die Parteien noch einmal befragt, ob sie weiterspielen wollten. „Ich sagte ihm, dass wir weiterspielen wollen, allerdings fair“, erzählte Schumacher. Der Schiedsrichter habe daraufhin geantwortet, dass es nicht um seine Leistung gehe. Wie Schumacher berichtet, habe der Unparteiische gesagt: „Wenn Sie bockig sind, breche ich ab.“ Die Hengsberger hätten noch zehn Minuten auf dem Platz gestanden , dann war das Gastspiel in Mittelbach vorbei.

Eine schöne Woche wünschen

Benjamin Haag
Benjamin Haag
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