Golf
Trotz Bullenhitze: Hitscherhof-Damen sichern Klassenverbleib in Zweiter Bundesliga
„Es ist ein Wechsel von oben nach unten“, beschreibt EGW-Kapitänin Andrea Pfersdorf die Lage nach den Einzelrunden nahe der Rheinmetropole. Ungemein heiß seien die Temperaturen gewesen. „Es ist gigantisch hier, es sind 33 Grad aufwärts. Es ist richtig schwer, hier zu spielen und sich zu konzentrieren, bei leider leichtem Wind“, erzählte Pfersdorf, die von grenzwertigen äußeren Bedingungen ob der Hitze auf dem Platz des Marienburger GC sprach. So hätten die Spielerinnen immer wieder nasse Handtücher über Kopf, Arme und Beine gewickelt und seien vom Caddy stetig mit Wasser versorgt worden, um sich vor der Hitze zu schützen.
Verzichten musste der EGW-Tross diesmal auf Marie Baertz, die an den luxemburgischen Meisterschaften teilnahm. Baertz hatte in dieser Saison bislang überzeugt, starke Ergebnisse für die EGW-Mannschaft eingespielt. Überzeugt habe Annika Schwinn, die erst vor der Saison zu den Hitscherhof-Golferinnen wechselte. Sie spielte richtig stark auf, kam im Einzel auf 74 Schläge und spielte damit nur zwei Schläge über Par. „Es ist richtig toll anzusehen wie sie spielt. Luisa Schwinn, ihre Schwester, ist ihr Caddy, ihre Mutter Silke Schwinn der Vor-Caddy“, berichtet Pfersdorf freudig vom neuen Familientross innerhalb des EGW-Teams.
Kapitänin Pfersdorf: Megastolz auf die Leistung
„Ich bin megastolz auf die Leistung heute. Was die hier rausgelassen haben nach den Einzeln, in den Vierern, war ein Traum. Patrizia Schäfer und Marie Martin spielten erstmals als Viererkombi. Eine Harmonie, die ich so selten gesehen habe“, lobte Pfersdorf, die auch eine deutliche Steigerung in der gesamten Mannschaft sah und zudem Ansätze erkannte, was in ihrem Team steckt. Mit dem zweiten Tagesrang haben die EGW-Damen bereits einen Spieltag vor dem Saisonende den Klassenverbleib gesichert, während der favorisierte Erstliga-Absteiger Frankfurter GC die Meisterschaft eingefahren hat.
„Es ist wie immer völlig verrückt in der Liga. Ich spiele nun schon ein paar Jahre Golf, aber so etwas habe ich selbst noch nicht erlebt“, meinte EGW-Co-Kapitän Felix Wiese, nach dem vierten Spieltag der Herren-Landesliga West, nachdem Tabellenführer GC Barbarossa Letzter des Spieltags wurde. Mit dem dritten Platz auf dem Golfplatz des GC Bensheim für sein Team war Wiese nur bedingt zufrieden. Noch ist alles möglich: vom Aufstieg in die Oberliga bis zum Abstieg in die Gruppenliga. Der direkt vor dem EGW auf dem ersten Nichtabstiegsplatz liegende GC Bostalsee hat allerdings am letzten Spieltag Heimrecht.
So spielten sie
Damen, Zweite Bundesliga, 4. Spieltag
1. Frankfurter GC 26 (über Par), 2. Erster Golfclub Westpfalz 33 (Annika Schwinn 74, Marie Martin 77, Katja Müller 79, Sophie-Charlott Hempel 79, Patrizia Schäfer 79, Inga Nahtz 79, Martin/Schäfer 74, Müller/Hempel 75, Nahtz/ Annika Schwinn 77), 3. Marienburger GC 37, 4. Mainzer GC 40, 5. G&LC Kronberg 74
Tabelle: 1. Frankfurter GC 20, 2. Erster Golfclub Westpfalz 15, 3. Mainzer GC 12, 4. Marienburger GC 8, 5. G&LC Kronberg 6
Herren, Landesliga West, 4. Spieltag
1. GC Rheinhessen 46, 2. GC Bensheim 60, 3. Erster Golfclub Westpfalz 67 (Lucas Baron 77, Volker Wadle 80, Yannick Rheinheimer 80, David Janich 80, Christian Baeck 81, Vincent Bleymehl 81, Felix Wiese 85, Tim Baron 86), 4. GC Bostalsee 75, 5. GC Barbarossa 80
Tabelle: 1. GC Rheinhessen 14, 2. GC Barbarossa 14, 3. GC Bostalsee 12, 4. Erster Golfclub Westpfalz 11, 5. GC Bensheim 9.