Handball
SV 64-Herren kassieren in Budenheim erste Saisonniederlage
Am Donnerstag deutete sich an, dass Klaus-Peter Weinert, Co-Trainer des Handball-Oberligisten SV 64 Zweibrücken, im Top-Spiel coachen würde. Trainer Stefan Bullacher war erkrankt. Am Samstag war es Gewissheit. „Wie immer, wenn ich coache, ist der Kader ziemlich ausgedünnt“, nahm Weinert die Begleitumstände mit Humor. Philipp Kockler musste mit seinem Mittelhandbruch passen, und Joshua Eberhard, der ihn im linken Rückraum vertreten sollte, meldete sich krank ab.
Die Voraussetzungen waren also höchst unterschiedlich: Budenheim in Bestbesetzung, Zweibrücken in Minimalbesetzung. „Am Ende war entscheidend, dass die Budenheimer ihre Chancen von außen genutzt haben, wir nicht“, resümierte Weinert. Die Chance einen Punkt mitzunehmen, „war da“, fand der Trainer.
Shooter-Tore haben dem SV 64 diesmal gefehlt
Fabian Naumann übernahm die Position im linken Rückraum. „Hat er gut gelöst“, lobte Weinert. Aber Naumann ist, wie seine Rückraumkollegen Adam Soos, Lasse Finck und der derzeit auch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte spielenden Niklas Bayer, kein Shooter. SV-Shooter Tom Ihl laboriert bekanntlich an einem Kreuzbandriss. „Das hat Budenheim gewusst und die 6:0-Deckung sehr, sehr defensiv ausgerichtet“, analysierte Weinert. Seine Mannschaft habe die schwierigen Umstände gut kompensiert. „Wir haben unsere Konzeptionen durchspielen können, vor allem die Außen in Wurfposition gebracht, aber wieder die herausgespielten Chancen nicht konsequent genutzt“, bilanzierte Weinert. Kapitän Philipp Hammann beispielsweise traf zu Beginn zweimal, brachte sein Team mit 5:4 in Führung. Er scheiterte in der Folge aber immer wieder an Budenheims Torwart Karim Ketelaer.
Adam Soos baute die Führung auf 6:4 aus. Zwei Tore vor hieß es nach 13 Minuten, nachdem Tom Grieser zum 7:5 getroffen hatte. Es folgte die Phase im Spiel, „die uns ein bisschen aus dem Konzept gebracht hat“, sagte Weinert. Budenheims Manuel Kühn musste für zwei Minuten auf die Bank. Trotz Unterzahl glichen die Gastgeber zum 7:7 aus. Der achtfache Torschütze Sören Dübal sowie der nach seiner Strafe aufs Feld zurückgekehrte Kühn brachten Budenheim mit 9:7 (21.) in Führung. Diese Führung konnten die Zweibrücker danach nicht mehr egalisieren.
Kämpferische Leistung in Ordnung
Defensiv habe die Mannschaft gut gearbeitet, auch kämpferisch gab es nichts auszusetzen. Als Budenheim beim 20:15 (41.) einen Fünf-Tore-Vorsprung herausgeworfen hatte, kam der SV 64 noch mal zurück, verkürzte sogar auf 21:22. Adam Soos hatte per Strafwurf getroffen. Der Ausgleich aber wollte nicht mehr gelingen. Auch Soos nicht. Der sonst so sichere Siebenmeterschütze vergab beim Stand von 23:24 einen weiteren Siebenmeter. Das Momentum kippte nicht auf Zweibrücker Seite.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zayac - Bayer, Soos (7/3), Naumann (5) - Hammann (2), Zellmer (1) - Grieser (6) – Kroner (2), Finck (2/2), Schimmel (1), Meister
Spielfilm: 4:4 (8.), 4:6 (10.), 7:7 (17.), 9:7 (21.), 14:12 (Halbzeit), 20:15 (41.), 22:21 (50.), 26:23 (56.), 27:26 (Ende) - Zeitstrafen: 3:1 - Siebenmeter: 3/2 - 6/5 - Zuschauer: 280 - Schiedsrichter: Frank/Balagny (Vallendar/Bad Ems).