Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Mörsbachs Jörg Krauss kämpft sich gerade zurück in seinen Sport

Es ist harter Weg zurück in den Sport für Jörg Krauss (links, hier neben Doppelpartner Thomas Krenn). Ein Bandscheibenvorfall ha
Es ist harter Weg zurück in den Sport für Jörg Krauss (links, hier neben Doppelpartner Thomas Krenn). Ein Bandscheibenvorfall hatte den Mörsbacher Spieler lange ausgebremst.

Tischtennis ist ein anerkannter Gesundheitssport. Auch deshalb bietet der Deutsche Tischtennis-Bund diverse Angebote rund um das Thema an. So gibt es das Kursprogramm „FiTTer in Herz und Hirn“. Was jedoch, wenn die Gesundheit akut angeschlagen ist? Jörg Krauss vom SV Mörsbach kämpft sich mit Spaß gerade in den Sport zurück.

Beim Programm „FiTTer in Herz und Hirn“ handelt es sich um ein Präventionsangebot des Deutschen Tischtennis-Bundes, das primär der Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems dienen soll. Das Angebot „FiTTer 50+“ richtet sich an gesundheitsorientierte Hobbyspieler. Und auch an die Kleinsten wird gedacht – mit dem Programm „FiTTer Kids“, das dem viel diskutierten Bewegungsmangel des Nachwuchses entgegenwirken und für Freunde am Sport, und an der Bewegung sorgen soll.

Ist Tischtennis aber auch ein guter Sport, wenn die Gesundheit schon beeinträchtigt ist? Die vielen schnellen Bewegungen könnten dazu führen, dass die Gesundheit sich durch den Rückschlagsport gerade nicht bessert. Jörg Krauss, der mit dem SV Mörsbach kürzlich in die 1. Pfalzliga, die oberste Verbandsspielklasse, aufgestiegen ist, erlebt das gerade. In dieser Spielklasse sind etliche Akteure aktiv, die durchaus das Potenzial hätten, in der Oberliga mitzumischen.

Krauss: Immer noch Beschwerden im Bein

„Der Bandscheibenvorfall war etwas heftiger. Eine Operation stand an. Die konnten wir mit Hilfe des Chiropraktikers und der Krankengymnastik vermeiden“, erzählt Jörg Krauss, der im Mörsbacher Spitzenpaarkreuz spielt. Ins Training eingestiegen ist der Saarländer schon wieder, hatte jedoch eine lange Pause von mehr als acht Wochen einlegen müssen, in der nach dem Bandscheibenvorfall nicht an Sport zu denken war. Vor dem ersten Ligaspiel war Krauss bereits in einem Seniorenspiel im Einsatz. „Beim Spiel habe ich mehr Bewegungsfreiheit gefühlt. Aber es hängt immer noch ein bisschen, man merkt’s. Man muss schauen, wie es weiter geht. Ich merke es beim Treppenlaufen, bin auch mal beim Tischtennis gestolpert“, berichtet Krauss, dass noch nicht alles wieder rund läuft.

Beschwerden habe er vor allem noch im Bein. Da ein Nerv beeinträchtigt sei, strahlen die Schmerzen ins Bein aus. „Beim Massieren muss dann der Muskel bearbeitet werden“, erzählt Krauss. „Tischtennis geht aber zu 85 Prozent“, berichtet der Angriffsspieler erfreut.

Rückkehr ins Training befreiend

Die erste Übungseinheit nach der Verletzungspause empfand Krauss als besonderes Erlebnis. „Die Rückkehr ins Training war befreiend. Es macht richtig Spaß, dass man sich bewegen kann. Man hat schon Ängste, dass es nicht mehr so richtig geht, nach acht bis zehn Wochen. Dazu kommt auch das Körperliche: Es geht relativ schnell, dass man eben auch nicht mehr so ausdauernd ist wie vorher. Es ist ein harter Weg. Da versuchst du natürlich alles“, sagt er.

Bei der Saisonpremiere in der 1. Pfalzliga stand Krauss aber an der Platte. Bei der 1:9-Auftaktniederlage war er im Doppel mit Thomas Krenn nah dran an einem Sieg, unterlag jedoch an der Seite von Saar-Neuzugang Krenn in fünf Sätzen gegen Winnweilers Duo Thomas Kolbin/Matthias Linder. Im Einzel gab es gegen den wegen seiner harten Blockbälle gefährlichen Ilja Kratschmer eine 0:3-Niederlage. Den einzigen Zähler für die Mörsbacher holte Krenn, der Winnweilers Jean-Pierre Paquette in fünf Sätzen niederrang.

Ärgerliche SVM-Niederlage gegen Mitaufsteiger

Einen Tag später, gegen Mitaufsteiger TTC Kreimbach-Kaulbach, setzte es eine durchaus ärgerliche 4:9-Niederlage. „Bitter, es stand fast 4:0. Dazu haben wir beide Spiele hinten ganz knapp verloren“, erklärte Krauss nach der Partie. Alle drei Eingangsdoppel gingen in den Entscheidungssatz. Stefan Ruffing und Josef Conrad unterlagen trotz 2:0-Satzführung knapp gegen Kreimbachs Robin Göddel und Ersatzspieler Johann Schreiber. Bis zum 4:2 hielt Mörsbach gut mit, musste dann jedoch viermal nach dem fünften Satz dem Gegner zum Sieg gratulieren. So gingen beide Spiele im hinteren Paarkreuz von Josef Conrad und Thomas Krenn über die volle Distanz. Conrad holte gegen den ehemaligen Spieler des 1. FC Kaiserslautern, Marcus Keil, zwar einen Zwei-Satz-Rückstand auf, musste sich dann jedoch doch noch im fünften Satz mit 9:11 geschlagen geben.

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