Zweibrücken Fußball-A-Klasse: Jeder Verein muss eigenes Hygienekonzept vorlegen

tsc-sgvbzsvi9

Hygiene und die Konzepte dazu, war das zentrale Thema bei der Vorrundenbesprechung der A-Klasse am Mittwoch im Lemberger Sportheim. Mit maximal fünf Absteigern und einem Saisonende Anfang Juni wurden weitere Einzelheiten für das kommende Spieljahr festgelegt.

„Gibt es in der Aufstiegsrunde eine Viererrunde? Wie sieht die Abstiegsrunde aus? Was kommt noch mit Corona? Was passiert, wenn die Runde abgebrochen wird?“, das alles fragte sich Max Blum, Spielleiter und Trainer des SV Palatia Contwig vor der Sitzung.

Fragen, die der Pirmasenser Reiner Ehrgott, der die Sitzung mit großer Sicherheit leitete, beantwortete. Mit seinen ersten Sätzen ging er nochmals auf den SVN Zweibrücken ein. Als Tabellendritter der Saison 2019/2020 stieg dieser, nach einem Urteil der Gebietsspruchkammer, das abgesagten Spiel gegen den SV Obersimten nicht zu werten, nicht in die Bezirksliga auf. „Das war ein grenzwertiges Urteil. Ich bin froh, dass es der SVN so locker sieht“, sagte Ehrgott.

30-Mann-Regelung

„Jeder Verein muss für sich ein eigenes Hygienekonzept entwickeln. Das muss der Schiedsrichter und der Gegner vor jedem Spiel haben“, bekräftigt der Pirmasenser Ehrgott sodann. Er stellte auch fest, dass eben dieses Konzept bereits für die Freundschaftsspiele gelte.

Eine Vielzahl von Fragen ergab sich wegen der laut Landesverordnung festgezurrten Höchstzahl von 30 Spielern. Hierzu beantwortete der Schiedsrichtervertreter Alexander Seiberth eine Vielzahl von Fragen. Hinsichtlich der 30-Mann-Regelung stellte Ehrgott auch fest, dass es vorerst bei vier Auswechslungen pro Team bleibe, auch im Meisterschaftsbetrieb.

Zweibrücken/Ixheim kann Spiele verlegen

Der Bitte des Kreisausschussvorsitzenden bei Spielverlegungen flexibel zu sein, kamen die Vereinsvertreter schon bei der Abstimmung der Spieltermine nach. Auch Teammanager Michael Müller von der SG VB Zweibrücken/SV Ixheim hatte hierzu seine Probleme. „Wir wollen die Spiele der zweiten Mannschaft nach Ixheim verlegen“, erklärte Müller. Er habe schlichtweg nicht an beiden Orten das notwendige Personal, um die Hygienevorgaben zu erfüllen. Großzügig entsprachen die Vorrundengegner den Wünschen der SG. Hinsichtlich der Einsätze von Spielern aus der zweiten Garde am gleichen Tag in der ersten Mannschaft erteilte Ehrgott eine Absage. „Das geht nicht“, verwies er auf das Hygienekonzept.

Die kommende Spielrunde soll wie folgt ablaufen: Jeweils neun Teams sind in der Gruppe A und Gruppe B der A-Klasse eingeteilt. In beiden Gruppen wird intern eine Vor- und eine Rückrunde ausgespielt. Die besten vier Teams kommen in die Aufstiegsrunde, die restlichen Teams spielen die Absteiger aus.

Bis zu fünf Absteiger möglich

„In der Aufstiegsrunde spielt jede Mannschaft nur gegen die Teams, gegen die er noch nicht gespielt hat. Es werden nur die Punkte mitgenommen, gegen die Teams, die mit der jeweiligen Mannschaft mit in die Auf- oder Abstiegsrunde mitgehen“, erklärt Ehrgott, der ein Rundenende bis zum 6. Juni des kommenden Jahres vorhersagt. Das es einen verstärkten Abstieg gibt sprach Ehrgott ebenfalls offen an. „Es kann bei 18 Mannschaften bis zu fünf Absteiger geben.

Wie schon bei der Rundenbesprechung der Bezirksliga machte Ehrgott seinem Ärger Luft, dass er es nach eigenen Worten für eine „Schweinerei“ halte, das 9 von 845 Vereinen es mit aller Macht durchdrücken wollten eine komplette Spielrunde zu spielen. „Das ist ein Unding“, ärgerte er sich.

Keine Gesichtskontrolle

Nachdem Alexander Seiberth die Regeländerungen vorstellte, wies Ehrgott nochmals darauf hin, dass es vorerst keine Gesichtskontrolle bei der Durchsicht der Spielerpässe geben wird. „Das soll aber kurzfristig wegfallen“, erklärte er. Auch lobte er die A-Klassenvertreter, dass es in der Saison 2019/2020 keine nennenswerten Anfeindungen von Spielern gegenüber den Schiedsrichter gab. „Die Vereine sollen aber trotzdem noch mal auf ihre Spieler einwirken“, bekräftigt Ehrgott, der darauf verweist, dass eine Schiedsrichterbeleidigung künftig mit einer Sperre von zwei Spielen (bisher nur eins) belegt wird.