Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Elferkiller Schwartz sorgt für Pokalaus des TSC Zweibrücken

Kaum hat die zweite Hälfte begonnen, trifft Luca Brödel (Nummer 23) zur 2:1-Führung für den TSC Zweibrücken. Hermersbergs Torwar
Kaum hat die zweite Hälfte begonnen, trifft Luca Brödel (Nummer 23) zur 2:1-Führung für den TSC Zweibrücken. Hermersbergs Torwart Sven Deppert ist machtlos.

Reiner Schwartz wurde zwei Minuten vor dem Ende der Verlängerung eingewechselt. Dann sorgte der Routinier für das Ende aller Pokalträume des TSC Zweibrücken. Nach Schwartz’ Parade mussten sich die Zweibrücker mit 5:6 dem Landesliga-Konkurrenten SV Hermersberg geschlagen geben. Reiner Schwartz wurde zwei Minuten vor dem Ende der Verlängerung eingewechselt. Dann sorgte der Routinier für das Ende aller Pokalträume des TSC Zweibrücken. Nach Schwartz’ Parade mussten sich die Zweibrücker mit 5:6 dem Landesliga-Konkurrenten SV Hermersberg geschlagen geben.

Trotz eines starken Starts der Hausherren, aber mit einem gut aufgelegten Patrick Freyer kam der SV Hermersberg beim TSC Zweibrücken in der zweiten Runde des Verbandspokals mit einem 6:5 (2:2/1:1)-Sieg weiter. Es war lange ein Duell auf Augenhöhe, bei dem der SVH erst spät im Spiel die Kontrolle übernahm.

Da stotterte der Motor beim Meisterschaftsfavoriten doch gehörig. Der SV Hermersberg kam in der ersten Spielhälfte kaum in die Partie. Der TSC Zweibrücken erarbeitete sich auf eigenem Rasen nach einer ausgeglichenen Anfangsphase durchaus Feldvorteile, auch weil der SVH von Trainer Jens Mayer immer wieder versuchte, schnell nach vorne zu spielen. Die druckvollen Zweibrücker eroberten aber immer wieder schnell den Ball, hatten auch Patrick Freyer und Florian Weber von der SVH-Offensive gut im Griff. Sebastian Meil und Steven Mathieu sorgten dagegen für mächtig Gefahr vor dem Gehäuse des Gäste-Torhüters Sven Deppert.

Aufschwung schnell gebremst

Bei hohen Bällen, sei es durch Freistöße oder Ecken, kam der TSC immer wieder zu Chancen. Für den verdienten Führungstreffer sorgte Mathieu nach einem langen Einwurf und einer Kopfballverlängerung von Luca Brödel. In dem umkämpften Spiel, das des Öfteren von Schiedsrichter Florian Stahl unterbrochen werden musste, zeigte sich der TSC auch nach dem 1:0 besser aufgelegt und brachte den SVH im Aufbauspiel durch frühes Pressing deutlich an seine Grenzen. „Sie haben es uns mit ihren langen Bällen extrem schwergemacht“, sagte SVH-Verteidiger Marius Dausmann nach dem Spiel. „Wir wollten die zweiten Bälle erobern“, erklärte TSC-Mittelfeldmann Jonathan Kauf die Taktik seines Teams. Dennoch gelang Hermersbergs Co-Spielertrainer Freyer kurz vor dem Halbzeitpfiff mit einem Flachschuss der Ausgleich (44.).

Der Aufschwung durch das 1:1 war schnell wieder verpufft. Kaum hatte der Schiedsrichter wieder angepfiffen, musste der gut aufgelegte Deppert den Ball schon wieder aus seinem Netz fischen. Nach einer Freistoßflanke von Dennis Hirt stand Luca Brödel völlig allein gelassen vor dem SVH-Tor und köpfte ein (47.). Dann erwachte der SVH, der mehr und mehr seine Qualität durchsetzen konnte.

Der Held kommt in Minute 118

Obwohl sich immer wieder mehrere Defensivspieler Freyer auf den Außen entgegenstemmten, gelang ihm mit einem Wahnsinnstreffer aus ganz spitzem Winkel das 2:2 (66.). Freyer schaffte sich immer mehr Räume, erarbeitete so Chance um Chance für sein Team, das sich jedoch auch immer mal wieder mit gefährlichen Situationen konfrontiert sah. Der beim TSC eingewechselte Nico Krebs verpasste die Chance zur Entscheidung, als er sich alleinstehend vor Deppert den Ball im letzten Moment noch vom Fuß nehmen ließ (90.).

In der Verlängerung nahmen sich die Teams kaum etwas, auch wenn der SVH überlegen war. Kurz vor Schluss nahm SVH-Trainer Jens Mayer dann einen Wechsel im Tor vor, brachte für Deppert Routinier Reiner Schwartz fürs anstehende Elfmeterschießen. „Reiner hat den Ruf. Es war dann so eine Idee“, erklärte Mayer in Erinnerung an Schwartz’ Auftritt beim Erstrundensieg des FK Pirmasens im DFB-Pokal 2006 gegen den damaligen deutschen Vizemeister SV Werder Bremen. Da hatte Schwartz zwei Strafstöße der Nordlichter entschärft und wurde zum Helden. Am Sonntagabend dann die Neuauflage. Nachdem der erste TSC-Elfer am Pfosten gelandet war, hielt Schwartz den zweiten. Das reichte zum Weiterkommen. „Am Ende ist so etwas dann aber auch Glück“, erklärte Mayer. Oder gutes Coaching.

So spielten sie

TSC Zweibrücken: Cölsch – Eren, Heidenreich, Schön, Decker – Brödel, Hirt, Kauf, Decker (96. Schmitt) – Meil (72. Julier), Mathieu (64. Krebs)

SV Hermersberg: Deppert (118. Schwartz)– Lelle (77. Freiler), Dausmann, Deho, Metzger – Bold, Masch – Freyer, Dudek (106. Berg), Mendel (65. Gries) - Weber

Tore: 1:0 Mathieu (27.), 1:1 Freyer (44.), 2:1 Brödel (47.), 2:2 Freyer (66.) - Elfmeterschießen: Hirt schießt an den Pfosten, 0:1 Freiler, Schwartz hält gegen Eren, 0:2 Masch, 1:2 Schön, Cölsch hält gegen Freyer, 2:2 Decker, 2:3 Deho, 3:3 Schmitt, 3:4 Weber - Gelbe Karten: Kauf, Decker, Schmitt, Krebs – Masch, Bold, Metzger - Beste Spieler: Mathieu, Brödel, Decker – Freyer, Mendel, Dudek - Zuschauer: 300 – Schiedsrichter: Stahl (Zweibrücken).

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