Golf
Damen des EG Westpfalz können am Sonntag in Bundesliga aufsteigen
Vor einem Jahr spielte das Damenteam des EG Westpfalz schon einmal auf der Anlage des GC München in Straßlach um den Aufstieg in Bundesliga. Damals waren die Hitscherhof-Golferinnen gegen den Stuttgarter GC Solitude aber klarer Außenseiter gewesen. Stuttgart wurde seiner Favoritenrolle gerecht, aber EGW-Kapitänin Andrea Pfersdorf hatte damals schon geahnt, dass es nicht das letzte Mal sein könnte, dass ihr Team um den Erstligaaufstieg kämpfen wird.
Pfersdorf hatte das Premieren-Relegationsspiel um den Erstliga-Aufstieg als wichtig angesehen, um Erfahrungen zu sammeln. „Habe ich das?“, fragt sie ein Jahr später lachend. Dass die EGW-Golferinnen in diesem Jahr wieder um den Aufstieg spielen, damit habe sie „nicht mehr gerechnet“, nachdem der Golfclub Mannheim-Viernheim in ihre Zweitliga-Staffel eingeteilt wurde, bekennt die Pirmasenserin. Den favorisierten Mannheimerinnen gaben die Golferinnen aus der Südwestpfalz bekanntlich das Nachsehen. Sie sicherten sich souverän die Meisterschaft und die Teilnahme am Aufstiegsspiel.
Fürth liegt bei Handicaps leicht vorne
„Für den Club ist das natürlich eine tolle Sache“, freut sich EGW-Vizepräsident Klaus Veith, der als Vor-Caddy mit von der Partie sein wird. Der ehemalige Leiter der IGS Thaleischweiler-Fröschen weiß, dass einige Fans mit nach München fahren. „Die Anlage ist toll“, freuen sich Pfersdorf und Co. auf die Proberunde am Samstag und das Spiel am Sonntag.
Ohne Müller und mit nur einer Luxemburgerin
Am Samstag um 17 Uhr ist Captains-Treffen, „danach werden wir ein bisschen mehr wissen“, sagt EGW-Mannschaftsführerin Pfersdorf und fügt lachend ein „hoffentlich“ an. Zu Gegner Fürth merkt die Lehrerin an: „Wir haben uns Partien angeschaut, die sie gespielt haben, haben versucht, so einen Eindruck zu bekommen.“ Der Handicap-Schnitt sei etwas besser als der der EGW-Golferinnen, die ohne Top-Spielerin Katja Müller antreten. Die Studentin aus Pirmasens ist bereits nach dem letzten Zweitliga-Spieltag in die USA an ihr College zurückgekehrt.
Der EGW, der laut Statut auch nur eine seiner Luxemburger Spielerinnen in dieser Partie einsetzen darf, hat Sophie-Charlott Hempel, Maxime Holletschek, Marie Martin, Inga Nahtz, Marie Baertz, Patrizia Schäfer, Christine Baeck, Anna Bonerz und Sabine Merdian gemeldet.
Taktische Überlegungen in Sachen Aufstellung
„Viele sagen, dass die Chancen bei 50:50 stehen. Wir warten einfach mal ab. Wir haben nichts zu verlieren“, sagt Pfersdorf. Sie war am vergangenen Wochenende als Zuschauerin beim Final Four auf der Anlage des GC Pfalz in Neustadt-Geinsheim und versuchte dort, sich noch etwas in Sachen Aufstellungstaktik abzuschauen. Viel schlauer, bekennt sie, sei sie nicht geworden.
Die Aufstellungstaktik ist deshalb von Belang, weil das Aufstiegsspiel im Matchplay-Modus ausgetragen wird. Das heißt, dass die Spielerinnen direkt gegen eine Gegnerin antreten. Es geht darum, das jeweilige Loch zu gewinnen. Wie viele Schläge dafür benötigt werden, ist dann nicht mehr von Relevanz. Gewinnt eine Spielerin vorzeitig zehn von 18 zu spielenden Löchern, ist die Partie auch vorzeitig beendet.
Wer fünf Duelle gewinnt, steigt in Bundesliga auf
Gespielt werden am Sonntag zuerst sechs Einzel und dann drei Vierer. Das Team, das zuerst insgesamt fünf Duelle für sich entscheidet, spielt kommende Runde in der Ersten Bundesliga.