Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Alle seine Entchen ... gerettet

Mit menschlicher Hilfe watschelten die Kleinen vorbildlich – teils über Asphalt – zum Hornbach.
Mit menschlicher Hilfe watschelten die Kleinen vorbildlich – teils über Asphalt – zum Hornbach.

Zweifelsohne hatten sich die Enten verlaufen und waren in der Ixheimer Straße gelandet, im Hof von Hans-Jürgen Stepp. Dieser führte sie kurzerhand wieder zurück in ihre Heimat am Hornbach.

„Isst du gerne Ente?“, habe ihn sein Nachbar am Dienstagmittag gefragt und ihn auf die Entenmutter und ihre elf Küken aufmerksam gemacht, die sich in seinen Hof in der Ixheimer Straße verlaufen hatten. Für ihn sei sofort klar gewesen, sagt Hans-Jürgen Stepp, dass die Tiere zum Wasser geführt werden müssen: „Wenn die auf die Ixheimer Straße gelaufen wären, die Autos halten ja nicht.“ Also habe er die Entenmutter und ihre Küken zusammen mit einem Bekannten kurzerhand durch die Meisenstraße, die Zabernstraße und zuletzt durch die Unterführung der Autobahn gelotst.

„Durch den dunklen Tunnel wollten sie zuerst nicht gehen. Die Mutter hat sich hingelegt, die Kleinen um sie rum“, erzählt Stepp. Gutes Zureden habe aber schließlich gewirkt, „höflich, aber bestimmt“, so Stepp. Am Hornbach angekommen seien sie die Wiese runtergewatschelt, die kleinen, noch unbeholfenen Entchen hätten sich überschlagen, aber alle seien wohlbehalten in ihrer Heimat am Hornbach angekommen, freut sich der Entenretter.

Vor Jahren habe er schon einmal Enten im Hof gehabt, erinnert sich Stepp, und auch diese damals mit einem Gang zum Hornbach retten können. Einen Igel und einen Buntspecht hat Stepp nach eigenen Angaben schon zu Besuch gehabt, ganz abgesehen von „Vögeln ohne Ende“ – Amseln, Spatzen und Finken, die sich in seinem Garten wohlfühlten.

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