Handball
26:26 – Spiel der VTZ Saarpfalz ist nichts für schwache Nerven
„Wir haben uns sehr unclever angestellt“, bilanzierte VTZ-Trainer Philip Wiese, der im Hunsrück zum Spielertrainer wurde. Nach Kevin Hauck, bei dem die Diagnose Kreuzbandriss bestätigt ist, musste die VTZ berufsbedingt auch auf Kreisläufer Julian Kreis verzichten. Mit der dünnen Personaldecke „hat die Niederlage aber nichts zu tun“, machte Wiese deutlich.
Denn zwei Minuten vor dem Abpfiff führte Zweibrücken noch mit 25:22. Die beiden Schlussminuten waren dann nichts für schwache Nerven. Thomas Jung hatte das 25. VTZ-Tor erzielt. Der erfahrene Andrius Zigelis verkürzte für Kastellaun/Simmern vom Kreis auf 23:25. Jubelnd riss Tomas Kraucevicius die Arme hoch, als er 1:07 Minuten vor dem Abpfiff wieder den Drei-Tore-Vorsprung herstellte. Aber ein schnelles Tor von Jan Röckendorf und ein Zweibrücker Ballverlust direkt am Mittelkreis gegen jetzt ganz offensiv deckende Gastgeber, den Kilian Kötz zum 25:26-Anschlusstreffer nutzte, brachten die HSG auf ein Tor heran.
Ersatzgeschwächtes VTZ-Team hatte gegen Ende alle Trümpfe in der Hand
Dann die Riesenchance für Thomas Jung, er scheiterte aber frei vom Kreis am sich immer größer machenden HSG-Keeper Leon Kaltenmorgen. Ballbesitz Kastellaun/Simmern, Auszeit, noch zehn Sekunden. Direkt nach dem Wiederanpfiff nutzte Ben Wetstei n das Loch in der Abwehrmitte der Zweibrücker, um zum 26:26 auszugleichen.
Es habe aber nicht allein an diesen zwei Minuten gelegen, so Wiese. Nach guten 30 Minuten, in denen die Mannschaft so gespielt habe wie vorgesehen – aggressiv in der Deckung, mit Ballgewinnen, schnell nach vorne und Tore aus der ersten und zweiten Welle werfen – „haben wir in der zweiten Halbzeit in der Abwehr keinen Zugriff mehr gehabt“, verwies Wiese auf die Tatsache, dass sein Team in Durchgang eins neun Gegentreffer kassierte, in Halbzeit zwei 17. „Das sagt alles. Damit haben uns natürlich auch die Gegenstoßmöglichkeiten gefehlt“, resümierte der VTZ-Coach.
So spielten sie
VTZ Saarpfalz: Dentzer, Klöckner (ab 31.) - Kraucevicius (7), Rifel (1), von Lauppert (3/2) - Michel, Rolshausen (6) - Jung (5) – Baumgart (3), Wiese (1)
Spielfilm: 6:6 (15.), 6:11 (23.), 9:14 (Halbzeit), 14:17 (39.), 17:22 (48.), 22:25 (59.), 25:26 (60.), 26:26 (Ende) - Zeitstrafen: 2:4 - Siebenmeter: 5/4 - 3/2 - Zuschauer: 80 - Schiedsrichter: von Wolff/Müller (Saulheim/Osthofen).