Mannheim/Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Opfer von Selbstjustiz jetzt wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht

In Mannheim muss sich jetzt ein 37-Jähriger vor Gericht verantworten, weil er sich an einer Fünfjährigen vergangen haben soll. I
In Mannheim muss sich jetzt ein 37-Jähriger vor Gericht verantworten, weil er sich an einer Fünfjährigen vergangen haben soll. Indirekt wird es im Verfahren aber auch um eine Messer-Attacke in Speyer gehen.

In Mannheim wird jetzt ein 37-Jähriger vor Gericht gestellt, der sich an einer Fünfjährigen vergangen haben soll. Dass er mit einem Freispruch davonkommt, ist nahezu ausgeschlossen. Doch sein Verteidiger kann ein Argument für eine mildere Strafe vorbringen, das er ausgerechnet der Mutter des Mädchens verdankt.

Zweimal, sagen die Ermittler, hat der Mann in seiner Wohnung in einem Ort auf der badischen Rhein-Seite ein Mädchen unsittlich berührt: zum ersten Mal Anfang 2019, zum zweiten Mal im Sommer jenes Jahres. Und zwischendurch soll der mittlerweile 37-jährige Mann das Kind auch noch zu anderen sexuellen Handlung gebracht haben.

Zum Teil gestanden

Bezeugen kann das alles nur die Fünfjährige selbst, außer ihr und dem Angeklagten war niemand dabei. Doch nach RHEINPFALZ-Informationen bescheinigen ihr Fachleute: Sie muss die Übergriffe tatsächlich erlebt haben, denn sie beschreibt sie sehr anschaulich. Und sie verwendet dabei Worte, die erkennen lassen: Sie plappert nicht einfach nur nach, was ihr jemand eingeredet hat. Weshalb es die Strafverfolger auch nicht stört, dass sie einen Teil der mutmaßlichen Übergriffe erst in einer zweiten Vernehmung beschrieben hat.

Der Angeklagte hingegen hat bislang nur jene Taten gestanden, von denen das Kind schon von Anfang an sprach. Doch auch damit zeichnet sich schon ab: Über einen Freispruch wird in seinem am 11. Juni beginnenden Mannheimer Prozess wohl nicht mehr diskutiert werden. Geklärt werden muss aber, in welchem Umfang er sich an dem Kind vergangen hat. Und wie er dafür zu bestrafen ist. Dabei wird sein Verteidiger dann ein Argument für relative Milde vorbringen können, das er der Mutter des mutmaßlichen Opfers verdankt.

Messer-Attacke in Speyer

Die kennt den 37-Jährigen schon von klein auf, war einst sogar mit ihm liiert. Und später sprang er oft als Babysitter für ihr Kind ein. Schließlich waren er und seine einstige Partnerin nun beste Freunde – und Arbeitskollegen. Umso heftiger reagierte die Mutter dann, als ihre Tochter ihr im Juli 2019 sexuelle Übergriffe ihres Quasi-Onkels beschrieb. Die 38-Jährige eilte in den Speyerer Betrieb, in dem sie beide arbeiteten. Spürte den Mann in einem Büro auf. Stellte ihn zur Rede. Sah ihn Grinsen. Und stach dann mit einem Messer auf ihn ein.

So jedenfalls hat sie den Hergang beschrieben, als sie deshalb im vergangenen September in Frankenthal vor Gericht stand. Dort sagten die Ankläger zunächst: Sie wollte den Mann umbringen, immerhin hatte sie ihn mit der 18-Zentimeter-Klinge auch an der Brust verletzt. Sie selbst hingegen beteuerte, sie habe ihn nur „einschüchtern“ und ihm so ein Geständnis entlocken

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