Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: TSV ist Derbysieger

Zu Fall gebracht: Speyers Johannes Fischer. Der folgende Siebenmeter sitzt.
Zu Fall gebracht: Speyers Johannes Fischer. Der folgende Siebenmeter sitzt.

Der TSV Speyer hatte nichts zu verlieren. Konzentriert, aber unbefangen ging die Herren-Aufsteiger-Mannschaft in die Pfalzliga am Sonntagabend in der Osthalle ins Derby mit dem TuS Heiligenstein. Was rund 150 Zuschauer dort erlebten, entwickelte sich zum Spiel auf Augenhöhe. Am Ende stand die Überraschung: 33:25 für die Speyerer Kobras.

„Wenn es einen Favoriten zu benennen gibt, dann ist das Heiligenstein“, sagte Kobra-Sprecher Benjamin Eisensteck vor Anpfiff. Der TuS bewegt sich seit Langem sicher in der Liga. Der TSV stieß erst dazu. Die Anfangsphase verlief dann auch zugunsten der Heiligensteiner, die durch taktisches Vorgehen und einen ruhigen Spielaufbau zu treffen versuchten.

Das erste Tor gebührte zwar den Domstädtern. Doch die Gegner legten schnell nach. Das Team um Trainer Thorsten Morio ging in Vorlage. Speyer besann sich jedoch schnell und ließ sich spielerisch beflügeln von den genutzten Chancen, die die Mannschaft von Denis Markert näher an den TuS heranbrachte.

Sangesfreudige Fans

Mit zunehmender Spielzeit stärkten sich die Speyerer in sich, setzten auf eine gute Torverteidigung und einen energischen Angriff. Auf die Spielzüge der Heiligensteiner stellten sich die von Fangesängen getragenen Gastgeber nach wenigen Minuten ein. Zwei Gelbe Karten gegen Yannick Gerbes und Aron Repp für die Favoriten gaben zusätzlichen Aufwind.

Auch das Time Out, das Morio in der 21. Minute einforderte, wendete das Blatt nicht im Sinne Römerbergs. Das 10:10 (22.) motivierte zum Davonziehen. In zeitweiliger Unterzahl gelang sogar das 12:11 für Speyer. Torwart Tim Doppler verdiente sich seine Meriten schwer, aber mit steigender Souveränität und trug zum Halbzeiterfolg von 14:12 bei.

Der Angelpunkt

Kämpferisch blieben die Kobras in Hälfte zwei, zeigten Dynamik und Siegeswillen. Anhaltend stark blieb Doppler, der Torangriffe erfolgreich abwehrte. Markert, nicht nur Trainer, sondern auch im Rückraum unterwegs, war Dreh- und Angelpunkt, verteilte die Bälle geschickt und nutzte Abwehrschwächen des TuS zum Vorstoß mit Abschluss.

Die Halle stand in den letzten Sekunden, in denen das 33. Tor für die TSV-Kobras fiel. Das Derby war eindeutiger Beweis dafür, dass die Speyerer ihrer Rolle als Aufsteiger durchaus gerecht werden können.

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