Speyer / Worms
Fußball: Primus Worms schlägt nach der Pause gegen Speyer zu
„Worms ist der verdiente Sieger. Für uns ist es eine brutale schwere Situation“, resümierte FC-Trainer Thomas Heuß nach dem Schlusspfiff. Viele Stammspieler hätten krankheitsbedingt nicht zur Verfügung gestanden, erläuterte der Trainer weiter. Gegen Worms kehrten immerhin Julien Jubin und Kapitän Julian Vetter in den Kader zurück.
45 Minuten lang sah das defensiv sehr ordentlich aus, was der FC 09 in der EWR-Arena zu Worms zu bieten hatte. Im Duell der beiden Teams aus den Domstädten verschoben die Speyerer im Defensivverbund konsequent und ließen den Gastgebern zunächst nicht viel Raum zur Entfaltung. Die Wormatia war spielbestimmend, auch wenn ihr der strapaziöse Pokalfight in Dudenhofen noch anzumerken war. Nach einer Viertelstunde setze Jannik Marx aus der Distanz eine erste Wormser Duftmarke (15.), Robin Schneider im Speyerer Kasten entschärfte den Schuss.
Fast ein Traumtor
Danach wagte sich Speyer auch hin und wieder in die gegnerische Hälfte, es fehlte aber deutlich an Durchschlagskraft und dem Mut, auch mal aus der Distanz draufzuhalten. Die Mannschaft aus der Nibelungenstadt kam gegen Ende des ersten Durchgangs wieder besser in Spiel und ließ durch Sandro Löchelt eine große Gelegenheit liegen (36.). Die anschließende Ecke landete auf dem Fuß von Marx, dessen Direktabnahme ein Treffer der Marke Traumtor hätte werden können. Der Ball prallte aber von der Unterkante der Latte ab. Auch der folgende Kopfball von Gibriel Darkaoui ging knapp vorbei. Durchgang zwei war gerade vier Minuten alt, als sich der Wormser Luis Kiefer auf rechts stark durchsetzte. Seinen Schuss konnte Schneider noch parieren, war dann aber beim Nachschuss Noah Eichingers machtlos (49.).
Als Schneider wenig später nach einer eigentlich harmlosen Flanke Darkaouis der Ball aus den Händen glitt und Simon Joachims abstaubte, war das Spiel früh vorentschieden (53.). Worms schaltete einen Gang runter, blieb aber spielbestimmend. Der FC 09 hatte Glück, dass die Wormatia in der Folge keine ihrer zahlreichen, teilweise großen, Möglichkeiten nutzte. Die Speyerer ihrerseits verzeichneten die beste Gelegenheit durch einen Kopfball des eingewechselten Marko Andrijanic knapp links neben den Kasten (87.). „Das ist ein Ergebnis, mit dem man leben kann, aber nicht leben will. Wir konnten Worms in der ersten Hälfte einigermaßen vom Tor weghalten“, sagte Heuß später. Für den FC 09 geht es am Mittwoch (19 Uhr) bei der TSG Pfeddersheim weiter.