RÖMERBERG
Fußball: Mechtersheim – Worms 1:1
Dass es zur Punkteteilung kam, lag an zwei Faktoren. Einmal kämpften die abstiegsbedrohten Mechtersheimer aufrichtig, warfen sich, selbst als die Kräfte nachließen, es keine Entlastung mehr gab, in jeden Ball. Andererseits schaffte es Worms nicht, seine Möglichkeiten in Zählbares umzumünzen.
Die Gäste sahen sich als Opfer des eigenen Leichtsinns oder Unvermögens. Die dickste Gelegenheit versemmelte Adrian Kireski, der nach einer Ecke frei zum Kopfball kam, aber anstelle des Tores einen TuS-Verteidiger traf (68.).
Serienretter Klein
Mehrfach rettete TuS-Torwart Maxime Klein, der nur beim Traumtor Aaron Asamoahs machtlos war (14.) und von seinem Trainer Ralf Gimmy das Prädikat „überragend“ erhielt, so beispielsweise in Eins-gegen-eins-Situationen gegen Luis Kiefer (29., 49.). Klein entschärfte auch die letzte Chance, einen Freistoß Tevin Ihrigs von der Strafraumgrenze.
Weil das Spiel nach der frühen TuS-Führung durch Biedermanns klasse Kopfball (2.) und griffigen 15 TuS-Minuten fast nur noch in eine Richtung lief, hatte Klein noch zig andere Gelegenheiten, um sich auszuzeichnen, avancierte zum Mann des Tages.
Das hätte auch Biedermann werden können, da er in der Nachspielzeit doch noch einmal vor dem Gästetor auftauchte. Sein Abschluss geriet aber zu schwach. „Wenn er ihn über den Torwart bringt, gewinnen wir sogar. Aber das wäre unverschämt gewesen“, merkte TuS-Trainer Ralf Gimmy an, der sich dann aber nicht beklagt hätte.
Ein Fortschritt
Er sah einen Fortschritt darin, dass die Mannschaft das Ergebnis diesmal über die Zeit rettete. Er sprach von einer Abwehrschlacht, in der sich die Elf den Punkt verdient habe. Bei dieser sorgte auch das Pokallos am Freitag noch für einen kleinen Euphorieschub, wie Robin Muth nach dem Spiel zugab.
„Natürlich hilft es etwas, die Köpfe nach der bitteren Niederlage von Wiesbach wieder hoch zu bekommen. Aber wir waren schon auf Worms fokussiert“, sagte der defensive Mittelfeldspieler. „In der zweiten Hälfte war es richtig schwer. Mit etwas Glück wird in der einen Situation kein Abseits gepfiffen, und wir machen noch das Tor.“
„Wir haben einen richtig guten Job heute gemacht“, fuhr er fort und folgerte wie sein Coach: „Darauf können wir aufbauen.“ Worms-Trainer Kristjan Glibo war „stolz auf meine Mannschaft, dass sie hier auf diesem Geläuf Fußball gespielt hat. Leider war das Tor des TuS heute vernagelt.“