Dudenhofen
Fußball: FVD im Pokalhalbfinale
Mit einem Finaleinzug kann der FVD dafür sorgen, dass das Prädikat Spiel des Jahres noch mal neu gedacht werden muss. Christian Schultz führte die Dudenhofener als Trainer bereits zweimal in solch ein Endspiel. 2010 und 2015 verlor die Truppe jeweils in Offenbach gegen den FK Pirmasens. Der Sportliche Leiter Florian Kober war da nur als Fan dabei.
Anspannung da
„Jetzt ist es an der Zeit, es auch mal in verantwortlicher Position zu schaffen“, sagt er. Direkt nach dem Abpfiff in Worms sei die Anspannung bei Kober präsent gewesen. „Ich war am Montag unser Training zuschauen und bin wirklich sehr angespannt. Wer das aber nicht ist, der ist auch fehl am Platz“, so Kober.
Die Generalprobe beim 3:2-Sieg gegen Wormatia Worms ist geglückt. Dass Flügelspieler Steffen Straub wieder großen Anteil am Erfolg hatte, wundert den sportlichen Leiter nicht: „Erstmal ist jeder Spieler, den wir aus der Verletzungspause zurückbekommen, wichtig für uns. Steffen kann natürlich in jedem Spiel den Unterschied ausmachen.“
A-Klasse-Trio
Dass mit Gino Pomponio, Janis Winter und Niklas Weimer wieder drei A-Klasse-Spieler eingewechselt wurden, macht Kober stolz: „Einfach Riesenrespekt an diese Jungs und einen großen Dank, das ist alles nicht selbstverständlich.“ Auf ein Überraschungs-Comeback vom an der Schulter verletzten Kevin Hoffmann müssen die Fans wahrscheinlich verzichten.
Der Kapitän des FVD klagt weiterhin über große Schmerzen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Spiele wie diese eigentlich für den 31-Jährigen erfunden wurden. Mit Hoffmanns Präsenz und Lautstärke auf dem Platz entschied der FVD schon einige Duelle dieser Art für sich.
Gute Erinnerungen
Sein Vertreter Pascal Thiede übernimmt diese Aufgabe seit seinem Ausfall, sowohl in Sachen Lautstärke, als auch mit der Binde am Arm. Die Dudenhofener wissen, was auf sie zukommt. Schott Mainz wurde in der Liga beobachtet. „Dass die Ausrichtung gegen einen Oberligisten aber anders ist als in der Regionalliga, muss uns klar sein“, sagt Kober.
Er würde es sich „brutal wünschen, dass wir ins Finale einziehen. Die Jungs haben es sich einfach verdient“. Eine Statistik, die dem FVD Hoffnung macht: Die letzten beiden Pflichtspiele gegen Schott gewann Dudenhofen: 1:0 siegte die Elf 2019 in der Oberliga.
Auf dem Weg ins Finale 2015 wurde Schott nach Elfmeterschießen im Achtelfinale an der Iggelheimer Straße geschlagen. Für die Nerven von Florian Kober wohl kein geeignetes Ergebnis, er hätte aber wohl sicher nichts dagegen.